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    <title>Zwei-Siele-Museum</title>
    <link>https://www.zwei-siele-museum.de</link>
    <description>Neuigkeiten und Wissen aus dem Zwei-Siele-Museum in Dornumersiel-Westeraccumersiel</description>
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    <item>
      <title>Ein bewegender Saisonstart</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/ein-bewegender-saisonstart</link>
      <description>Ehrenmitgliedschaft und historische Schätze im Zwei-Siele-Museum</description>
      <content:encoded>&lt;h1&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Ehrenmitgliedschaft und historische Schätze im Zwei-Siele-Museum
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Endlich wieder Leben im „Wiechers-Huus“! Am vergangenen Wochenende haben wir die Türen für die Museumssaison 2026 geöffnet. Es war ein Nachmittag voller Wiedersehen, spannender Geschichte und einem Moment, der uns allen sehr nahe ging.
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Museumsleiter-Axel-Heinze-Ero-ffnungsansprache.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/2.-Vorsitzender-Museumsverein-Axel-Krause.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Herz für die Geschichte: Helga Wiechers ist jetzt Ehrenmitglied im Museumsverein
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der absolute Höhepunkt unserer Eröffnungsfeier war eine ganz besondere Auszeichnung. Da unsere Vorsitzende leider verhindert war, übernahm unser erster stellvertretender Vorsitzender 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Axel Krause
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            die feierliche Bekanntmachung: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Helga Wiechers
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            wurde zum 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ehrenmitglied
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            des Museumsvereins ernannt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter herzlichem Applaus überreichte Axel Krause einen prächtigen Blumenstrauß. Helga ist das Herzstück der Karl-Heinz Wiechers Stiftung und setzt sich seit Jahren unermüdlich dafür ein, dass das Erbe ihres Mannes – die beeindruckende Sammlung zur Schifffahrts- und Regionalgeschichte – bewahrt wird. Ohne ihren Einsatz und ihre Leidenschaft wäre unser Museum in dieser Form nicht denkbar. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Danke, liebe Helga!
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Ehrenmitglied+Helga+Wiechers.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Helga+Wiechers.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeitreise in Schwarz-Weiß: Die Fotosammlung Weyerts
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor dem emotionalen Start führte Museumsleiter 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Axel Heinze
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            in das diesjährige Programm ein. Das Highlight im Ausstellungsraum ist unsere neue Sonderausstellung: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Die Fotosammlung Weyerts“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dank der großzügigen Leihgabe von 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ina Weyerts
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            können wir Ihnen faszinierende historische Aufnahmen von Dornumersiel und Westeraccumersiel zeigen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich unsere Sielorte über die Jahrzehnte verändert haben. Ob Einheimische, die bekannte Gesichter entdecken, oder Urlauber, die mehr über ihren Ferienort erfahren wollen – diese Zeitreise lohnt sich für jeden!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Sonderausstellung+Weyerts-Sammlung+2026.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Sonderausstellung+2026+im+Zwei-Siele-Museum.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein filmisches Juwel: Peter Nestlers „Am Siel“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Passend zur Fotoausstellung haben wir dieses Jahr wieder ein besonderes mediales Erlebnis für euch vorbereitet. Wir besitzen die Vorführlizenz für den berühmten Dokumentarfilm 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Am Siel“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            des renommierten Regisseurs 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Peter Nestler
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Film aus dem Jahr 1962 lässt das Siel selbst zu Wort kommen und fängt das damalige Leben, die Schiffe und die Gesichter der Menschen in einzigartigen Bildern ein. Das Tolle daran: Sie müssen nicht auf einen bestimmten Termin warten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Auf Anfrage zeigen wir Ihnen den Film jederzeit bei Ihrem Besuch im Museum.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Er macht die Geschichte unserer Region fast greifbar und ist die perfekte, lebendige Ergänzung zu den historischen Aufnahmen der Fotosammlung Weyerts.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele von Ihnen erinnern sich vielleicht noch an die Dreharbeiten oder erkennen bekannte Gesichter im Film wieder – kommen Sie gerne mit uns darüber ins Gespräch!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bildschirmfoto-2025-05-13-um-21.47.18.png" alt="Standbild aus dem Film 'Am Siel' (1962). Regie: Peter Nestler. Rechte: Deutsche Kinemathek"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/dornumersiel5.png" alt="Standbild aus dem Film 'Am Siel' (1962). Regie: Peter Nestler. Rechte: Deutsche Kinemathek"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 31 Mar 2026 10:28:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/ein-bewegender-saisonstart</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Helga-Wiechers.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Helga-Wiechers.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Sammlung Johann und Anna Weyerts: Eine Zeitreise durch Dornumersiel und Westeraccumersiel</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/die-sammlung-johann-und-anna-weyerts-eine-zeitreise-durch-dornumersiel-und-westeraccumersiel</link>
      <description>Entdecken Sie die Fotosammlung Weyerts im Zwei-Siele-Museum! Historische Einblicke in Dornumersiel &amp; Westeraccumersiel. Erleben Sie Geschichte ab 29.03.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Die Sammlung Weyerts als Leihgabe im Zwei-Siele-Museum
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bildschirmfoto+2026-01-16+um+17.48.18-EDIT.jpg" alt="Filmstill Am Siel Peter Nestler nachcoloriert Zwei-Siele-Museum 2026
"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Screenshot aus dem Film 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           'Am Siel' (1962) von Peter Nestler
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Rechte: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Deutsche Kinemathek
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Dieses Standbild wurde für die Sonderausstellung 2026 digital  ausgeschnitten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Mitte das Weyerts-Haus in der Kapitänsstraße
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ein Dorf lebt durch seine Geschichten und durch die Menschen, die diese für nachfolgende Generationen bewahren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab dem 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           29. März 2026
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            dürfen wir Ihnen im Zwei-Siele-Museum einen ganz besonderen Schatz präsentieren: Eine umfassende Fotosammlung aus dem Nachlass der Familie Weyerts, die uns zeigt, wie Dornumersiel und Westeraccumersiel früher aussahen. Diese wertvollen Zeitzeugnisse wurden dem Museum von Ina Weyerts als 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Leihgabe
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            für das Jahr 2026 zur Verfügung gestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/DSC00806.JPG" alt="Historisches Schild Bäckerei Biermann Dornumersiel"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Haus mit Tradition: Die Kapitänsstraße 5
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Geschichte hinter den Bildern ist eng mit einem markanten Gebäude in Dornumersiel verknüpft. Um 1890 kaufte Dirk Biermann, der Urgroßvater von Ina Weyerts, das Haus in der 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Kapitänsstraße 5
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/19xx_HausKapita-nstr5_Anna_DirkmitFamilie.jpg" alt="Familie Biermann vor dem Wohnhaus mit Bäckerei in Dornumersiel um 1900"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Als erster Bäcker der Familie betrieb er sein Handwerk in diesem Haus, dem späteren Elternhaus von Anna Weyerts (geb. Biermann), der Mutter von Ina.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zusammen mit ihrem Mann Johann (beide Jahrgang 1936) führte sie dort lange Zeit ein Lebensmittelgeschäft. Nach dessen Ende und Zwischenstationen wie einer Schlecker-Filiale und einem Vermietungsservice, begann im Jahr 2006 der Umbau zum privaten Museum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Post, Proviant und Historie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Haus war über Jahrzehnte ein Herzstück des Dorflebens. Parallel zum Museum betrieb Inas Mutter einen kleinen Laden für den täglichen Bedarf: Frühstücksbrötchen, Tee, Zeitschriften und frisches Obst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Als Postagentur war das Geschäft zudem ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für Einheimische und Gäste. Wer sich für die Geschichte der Sielorte interessierte, war bei den Weyerts genau richtig – nach Absprache oder bei Gelegenheit führten sie interessierte Besucher gerne durch ihre stetig wachsende Sammlung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Blau+flagge+Beste+Qualita-t+Weyerts+Dornumersiel.JPG" alt="Historische Ladeneinrichtung Bäckerei Weyerts Dornumersiel
"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entstehung der Sammlung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Leidenschaft für die Fotografie und die Dokumentation der Heimat begann bereits in den 1970er Jahren. Viele Aufnahmen stammen ursprünglich von dem Fotografen Rose aus Hannover, der in den 60er Jahren seinen Urlaub hier verbrachte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über die Jahre kamen eigene Familienfotos und Aufnahmen von Freunden hinzu, die das Archiv der Weyerts zu einer einzigartigen Chronik anwachsen ließen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Fotograf+Rose+-24bc755f.JPG" alt="Der Fotograf Rose in den 60er Jahren in Dornumersiel"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Museumsleiter-Axel-Heinze-Zwei-Siele-Museum.jpg" alt="Museumsleiter Axel Heinze bei der Sichtung seltener Fotografien aus Dornumersiel(Foto: Claudia Koch/Zwei-Siele-Museum)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sonderausstellung 2026: Ein Blick zurück
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ina Weyerts leiht dem Museum diesen besonderen Nachlass ihrer bereits verstorbenen Eltern, um die Erinnerung an das „alte“ Dornumersiel und Westeraccumersiel lebendig zu halten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben die beeindruckendsten Motive ausgewählt und präsentieren sie Ihnen in einer exklusiven Sonderausstellung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Eröffnung:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             29. März 2026 (zum Saisonstart nach der Winterpause)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Ort:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             Zwei-Siele-Museum
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Zeitraum:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             Die Sonderausstellung ist während der gesamten Saison 2026 zu sehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Die gezeigten Fotografien stammen aus der Sammlung der Familie Weyerts. Sie umfassen Aufnahmen des Fotografen Rose (Hannover), private Familienaufnahmen sowie Bilder aus dem Freundeskreis. Eine eindeutige Einzelzuordnung ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht mehr möglich."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 20 Jan 2026 13:46:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/die-sammlung-johann-und-anna-weyerts-eine-zeitreise-durch-dornumersiel-und-westeraccumersiel</guid>
      <g-custom:tags type="string">Dornum Erlebnisse,Ausflugstipps Dornumersiel,Sehenswürdigkeiten Ostfriesland,Aktivitäten bei Regen Dornum,Urlaub an der Nordsee 2026</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Haus+Weyerts.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Haus+Weyerts.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das "Westerburer Neuland"</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/das-westerburer-neuland</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          - ein früher Polder in der Dornumer Bucht
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Ein Stück Kulturlandschaftsgeschichte von Axel Heinze
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Unsere Landschaft ist ein historisches Dokument! Die Geschichte ihrer Kultivierung hat darin ihre
             &#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Spuren hinterlassen. Leider haben wir in der Schule nicht gelernt, diese Spuren zu lesen. Die
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Dornumer Bucht bietet mit dem Westerburer Neuland ein gutes Beispiel für diese Kulturtechnik,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             versuchen wir es einmal!
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Westerburer+Neuland+1.JPG" alt="Das Westerburer Neuland in der aktuellen topographischen Karte (aus: www.umweltkarte-niedersachsen.de)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Westerburer Neuland ist die Marschenlandschaft östlich von Westeraccumersiel. Wenn wir vom Siel aus Richtung Pumpsiel fahren, erstreckt sich rechts der Straße eine flache Marschenlandschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf der linken Seite folgt die Straße einem alten Seedeich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier wurde also offenbar ein früheres Deichvorland durch einen Deich in einen Polder verwandelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auffällig ist die Flureinteilung. Im Bereich des Westerburer Neulandes sind es sechs weitgehend parallele Nord-Süd-Streifen, in denen jeweils an der Straße ein landwirtschaftlicher Betrieb zu finden
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Ausschnitt+Regemordkarte.JPG" alt="Ausschnitt der Regemort- Karte aus dem Jahr 1670, Ergänzungen von Axel Heinze"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weiter westlich in Bereich des Westeraccumer Neulandes sind die Streifen auch auf die Straße
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ausgerichtet, die hier aber nicht einem Deich, sondern dem Wasserlauf der Accumer Ee folgt. Auch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           hier liegen drei Höfe an der Straße, während der nördliche Teil vom Sielhof bewirtschaftet wurde, wie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           die Flurnamen verraten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Einteilung zeugt von einer geplanten Anlage. Landgewinnung war eine Sache des Landesherrn,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           hier die Häuptlinge des Harlingerlandes mit dem Sitz in Esens. Die Höfe auf optimalem
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Marschenboden konnten verkauft oder verpachtet werden und brachten dem Landesherrn die
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kosten des Deichbaues bequem wieder ein. Der Name „Nieuwe Caemer Landen“ bezeugt hier für den
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeitpunkt noch den Besitzt der Kämmerei im Harlingerland, also des Landesherrn.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese neue Deichlinie war in der Zeit um 1610 errichtet worden, nachdem sich genügend deichreifes
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Land vor dem mittelalterlichen Seedeich gebildet hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Südseite des Polders bildet die mittelalterliche Deichlinie, die noch schwach in der Landschaft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           erkennbar ist und in weiten Teilen durch Wege erschlossen ist. Allerdings zeigt sich hier im östlichen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereich eine Unregelmäßigkeit. Offenbar hatte hier ein Deichbruch die Deichlinie an einer Stelle
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           zerstört. Man reparierte diesen Bruch durch einen weiträumigen Einlagedeich, der heute noch durch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           die Wegeführung erkennbar ist.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Einlagedeich.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Eindeichung betraf natürlich nicht nur die Ostseite der Accumer Ee. Auch auf der Westseite dieses Wasserlaufes wurde ein Deich von Dornumer Grode bis an das neue gemeinsame Siel gebaut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses dort gewonnene Land gehörte der Herrlichkeit Dornum und erhielt den Namen „Damms Land“nach der Warft Damm, die bis dahin in der alten Deichlinie lag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch bleiben wir auf der Ostseite des Tiefs. Dieses neu gewonnene Land erhielt ebenfalls eine
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einteilung in parallele Streifen und wurde der Gemeinde Westeraccum zugeordnet, denn das
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sielbauwerk gehörte ja mit zur Gemarkung von Westeraccum. Der Bereich zwischen den ehemaligen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Außentiefs erhielt den Namen „Wester Nieve Camer Landen“ und gehörte damit eindeutig zum
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Harlingerland. Nach einem Flurnamen habe ich diesen Bereich als „Deepland“ bezeichnet, das Land
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           zwischen den beiden Außentiefs. Dieser Bereich wurde später von dem Hof „Altensiel“ aus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bewirtschaftet. Diese Abgrenzungen zeigen sich später noch in den Grenzen der Gemeinden
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Westerbur, Westeraccumersiel und Westeraccum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entwicklung des Polders
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Junge Deiche sind immer gefährdet und bereits im Jahr 1625 entstand im östlichen Drittel ein großer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kolk (25./26. Februar 1625 Fastnachtsflut), der im weiten Bogen außen auf dem Vorland umdeicht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wurde. Er ist heute noch kurz vor der ehemaligen Schule zu sehen und mit einer Infotafel versehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Kolk.JPG" alt="Kolk von 1625 im Deich des Westerburer Neulandes Foto: Axel Heinze"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Auch bei der Weihnachtsflut 1717 muss der Polder massive Schäden erlitten haben. In dieser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sturmflut wurde die gesamte Marsch des westlichen Harlingerlandes bis an den Geestrand überflutet
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           und die Höfe hinter der Deichlinie müssen weitgehend zerstört worden sein, wie der Drost Christian
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wilhelm von Münnich und der Amtmann Johann Phillip Brenneysen nach Aurich berichteten. Die
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Campsche Karte von 1806 verzeichnet nur noch 5 Höfe in diesem Bereich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fridrich Arends in seiner „Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           im Jahr 1824 benutzt zum ersten Mal den Namen „Westerburer Neuland“ und erwähnt dort 65
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einwohner.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Jahr 1825 wird der Deich nur wenig östlich von Westeraccumersiel bei einer Sturmflut zerstört.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kolk wird wiederum nach außen umdeicht, die Deichbucht ist noch deutlich zu erkennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings sind danach nur noch zwei Höfe auf der Papenschen Karte von 1840 an der Straße zu
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           finden; an dem Kolk entstehen zwei kleine Landarbeiterstellen, von denen heute nur noch eine als
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ferienhaus existiert. Zwei Höfe wurden auf der mittelalterlichen Deichlinie neu errichtet. Vermutlich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           hatten alle Höfe Schäden erlitten und diese beiden Besitzer zogen den Platz auf der weiter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           zurückliegenden Deichlinie vor, da er auch etwas höher war. Davon ist heute nur noch der Hof
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Friedland“ erhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Friedland.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Jahr 1937 wurde im östlichen Bereich des Westerburer Neulandes eine zentrale Schule mit Lehrerwohnungen für die Gemeinden Westerbur, Middelsbur, Westeraccumersiel und Dornumersielerbaut, die bis zur Schulreform 1962 genutzt wurde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Heute ist daraus eine Anlage mit Ferienwohnungen entstanden. Zwei der landwirtschaftlichen Betriebsgebäude werden heute nur noch als Wohngebäude genutzt, während das dritte abgebrochen wurde und die Fläche heute als Lagerplatz genutzt wird.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die gesamte Fläche des Polders wird einheitlich intensiv als durch Ackerland genutzt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im nördlichen Teil des Westeraccumer Neulandes entstand der Sielhafen Westeraccumersiel, der zum
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ende des 19. Jahrhunderts eine eigene Gemeinde wurde, während der südliche Teil der Gemeinde
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Westeraccum zugeordnet wurde. Das Westerburer Neuland wurde Bestandteil der Gemeinde
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Westerbur. Diese alten Grenzen spielen heute keine Rolle mehr, da der gesamte Bereich zur
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einheitsgemeinde Dornum gehört. Allerdings hat sich Westeraccumersiel mit Ferienwohnungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           massiv in den Bereich der ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzflächen ausgedehnt, ein Schicksal,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           das dem Westerburer Neuland erspart blieb.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus dem ursprünglichen Deichvorland der Dornumer Bucht entstand ein Polder mit intensiver
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           landwirtschaftlicher Nutzung auf einem hochwertigen Marschenboden. Ursprünglich bot die Fläche
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           sechs landwirtschaftlichen Betrieben eine genügende Basis. Im Lauf der Jahrhunderte wurde der
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Polder mehrfach von katastrophalen Deichbrüchen betroffen, behielt aber seine Funktion bis heute.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur wird er heute offenbar von einem außerhalb gelegenen Betrieb bewirtschaftet. Aber die Spuren
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           seiner Entwicklung sind noch gut im Landschaftsbild nachvollziehbar. Er ist damit ein Beispiel für die
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entwicklung der Kulturlandschaft Polder an der Marschenküste in vier Jahrhunderten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Westerburer+Neuland+1.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 04 Jan 2026 10:48:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/das-westerburer-neuland</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Ausschnitt+Regemordkarte.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Ausschnitt+Regemordkarte.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Eine kurze Geschichte der Sielhäfen</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/eine-kurze-geschichte-der-sielhaefen</link>
      <description>„Wie entstanden Dornumersiel und Westeraccumersiel? Erfahren Sie die bewegte Geschichte der Sielhäfen, den Kampf gegen das Meer und die Bedeutung der Schifffahrt.“</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Eigentlich weiß doch jeder, was ein Sielhafen ist, oder? Zumindest die Ostfriesen wissen das, das war doch schon immer so! Aber außerhalb Ostfrieslands ist dieses Wort ziemlich unbekannt. Und unsere Gäste fragen immer danach, deshalb will ich die Geschichte dieser Orte mal kurz und hoffentlich verständlich darstellen. 
        &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was ist ein Sielhafen?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man einen Deich errichtet, bekommt man ein Problem mit dem Regenwasser. Das muss ja irgendwie raus ins Meer. Dazu wird eine Einrichtung in den Deich gebaut, mit der man bei Niedrigwasser das Regenwasser rauslassen, aber bei Hochwasser das Salzwasser draußenhalten kann. Das ist in der Regel ein Bauwerk in einem Wasserlauf mit großen Toren, die bei Ebbe geöffnet – um das Regenwasser rauszulassen – und bei Flut verschlossen werden, damit kein Salzwasser ins Binnenland kommen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Erste+Deichlinie.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deiche hat man seit dem 12. Jahrhundert hier gebaut, manchmal schon etwas vorher. Die Sielbauwerke waren aus Holz mit großen drehbaren Toren. Allerdings haben wir hier auch oft Sturmfluten. Solche Bauwerke waren dann der schwächste Punkt in einem Deich. Um sie zu schützen, wurden sie in einer künstlichen Deichbucht errichtet, damit die dem Wellenschlag nicht so ausgesetzt waren. Damit entstand dann gleichzeitig ein geschützter Hafenraum, in dem Schiffe relativ sicher waren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/DEICHBUCHT+MIT+SIEL.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wofür wurde der Sielhafen gebraucht?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gab noch einen ganz anderen Beweggrund. Die eingedeichte Marsch war eine ungemein fruchtbare Landschaft, in der viel mehr an landwirtschaftlichen Produkten produziert werden konnte, als hier benötigt wurde. Diese Produkte musste man exportieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leistungsfähige Landwege gab es kaum, Eisenbahnen erst recht nicht. Der Weg übers Wasser war damals der beste Weg, und er führte übers Meer und die Flüsse in die Städte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die hatten Nahrung nötig und konnten sie auch bezahlen. Umgekehrt brauchte man in der Marsch Holz und Steine, schwere Dinge, die importiert werden mussten. Auch dafür war der Wasserweg ideal.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deshalb brauchte man Schiffe und Menschen, die diese Schiffe bauen und reparieren konnten. Auch das notwendige Personal war erforderlich, Matrosen, Steuermänner und Kapitäne. Dazu kamen dann noch die Reeder, die die Schiffe finanzieren konnten und
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Händler, die diesen Warenumschlag vor Ort organisierten. Die Sielhäfen waren also die Knotenpunkte einer frühen Form der Globalisierung, weil viele andere uns heute vertrauten Formen des Transportes noch nicht existierten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Frühzeit erstreckte sich der Aktionsradius dieses Transportes auf die Nord- und Ostsee, erreichte dann in der frühen Neuzeit auch den Mittelmeerraum und im 19. Jahrhundert schließlich auch Übersee mit Südamerika und selbst Ostasien. Allerdings wurden im 19. Jahrhundert die Schiffe immer größer, die Dampfschiffe kamen auf, und für solche Fahrzeuge war das Watt viel zu gefährlich und die Häfen viel zu klein. Deshalb wanderten diese Arbeitsbereiche in die großen Häfen der Flussmündungen ab, an die Ems, an die Weser und an die Elbe. Damit wanderten auch langsam die Kapitäne ab, die Reeder, die Schiffbauer. Das Aufkommen der Eisenbahn und der Ausbau der Straßen im späten 19. Jahrhundert machten dem Schiffstransport in den Sielhäfen weitgehend den Garaus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Wandel der Sielhäfen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Rest der Bewohner war natürlich immer noch irgendwie der Schifffahrt verbunden und wollte nicht in der umliegenden Landwirtschaft arbeiten. Aber es blieben eigentlich nur zwei Möglichkeiten: in den Häfen an den Flüssen anzuheuern, aber vor Ort wohnen bleiben, oder im Fischfang sein Geld zu verdienen. Aber das war damals an der Küste fast nur der Krabbenfang. Die Krabben wurden in kohlebeheizten Darren getrocknet und als Hühnerfutter-Zuschlag verkauft. Viel Geld war damit nicht zu verdienen, aber man blieb eben dem Meer treu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/ALTER+HAFEN+WESTERACCUMERSIEL.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Werften konnten nur noch kleinere Fischereifahrzeuge bauen oder die Reparatur älterer Schiffe durchführen, für den Bau größerer Schiffe waren sie nicht ausgerüstet. Damit war auch dieses Gewerbe zu einem langsamen Aussterben verurteilt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwei ganz andere Aufgaben hatten sich langsam für die Sielhäfen eröffnet. Auf den Inseln entwickelte sich zunehmend ein Fremdenverkehrsgewerbe, das versorgt werden musste. Auch die Feriengäste mussten zu den Inseln gebracht werden. Wenn ein Sielhafen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Versorgungshafen für eine Insel war, erhielt er so eine ganz andere Funktion und damit auch Arbeitsplätze, die sich aber in der Regel nur in der Sommersaison anboten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch an der Küste konnte man am Anfang des 20. Jahrhunderts zunehmend Gäste begrüßen. Die kleinen Sielhafenorte waren malerisch und zogen Kunstmaler an. Vor allem war es hier wesentlich preiswerter als auf den Inseln. Und wenn der Künstler kein Geld hatte, um seine Rechnungen zu bezahlen, ließ er eben einige von seinen Bildern da. In manchen Hotels kann man noch die Spuren davon beobachten. Aber dieser Tourismus brachte nicht das große Geld, es war ein Nebenerwerb, den man gerne mitnahm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir die letzten drei Jahrhunderte überblicken, gab es noch andere Probleme für die
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sielhäfen. Die Landwirtschaft war ständig bestrebt, neues Land zu gewinnen, weil diese Polder extrem ertragreich waren. Durch diese Neulandgewinnung vor dem alten Deich geriet der Sielhafen immer weiter ins Hinterland. Dadurch wurde die Entwässerungsaufgabe des Sieles immer stärker behindert, sodass man weiter zu See hin einen neuen Siel errichten musste. Zumeist mussten dann alle Gewerbe von dem ‚Alten Siel‘ zum ‚Neuen Siel‘ umziehen, da ja ihr Broterwerb unmittelbar von dem Hafen abhängig war. Alte Siele – und damit ehemalige Sielhäfen – findet man oft weit im Hinterland. Sie verraten, dass hier einmal der Seedeich lag. Hier war dann ein ganzes Dorf umgezogen. Manchmal blieb der Name noch, aber viele Siele verschwanden auch spurlos von der Landkarte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die technische Entwicklung der Sielbauwerke spielte auch eine Rolle. Diese Bauwerke wurden immer größer und leistungsfähiger. Zudem konnten die Wasserläufe immer besser ausgebaut werden, sodass immer weniger Sielbauwerke erforderlich waren. Wenn der
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hafen dann keine Insel zu versorgen hatte, blieb hier keine Arbeit mehr und Orte verwaisten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Granatdarre+Westeraccumersiel.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Licht am Horizont der sterbenden Sielhäfen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts änderte sich die Situation grundlegend. Die Menschen in den industriellen Ballungsgebieten wollten Urlaub machen. Die Ziele mussten erreichbar sein, es durfte nicht zu teuer sein, sie mussten einen Erlebnis- und Erholungswert besitzen. Für das Ruhrgebiet erfüllte die ostfriesische Küste mit ihren Sielhafenorten alle diese
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bedingungen. Die Ostfriesenwitze erhöhten den Bekanntheitsgrad der Region rapide. Vor Ort reagierte man darauf. Zunächst wurden die Darren abgeschafft, denn ihr Geruch konnte jedem Gast den Urlaub völlig verderben. Neben jedem Sielhafen wurde ein Strand künstlich aufgespült, denn Kinder wollen im Sand spielen. Es wurden Schwimmbäder gebaut, damit man auch zu Zeiten von Niedrigwasser ein Badevergnügen haben konnte. Die Unterbringung der Gäste erfolgte in möblierten Zimmern mit Frühstück, später dann in ‚Ferienwohnungen‘. Die lokale Gastronomie passte sich den Anforderungen der Gäste an. Die Krabben mutierten vom Hühnerfutterzuschlag zur Delikatesse. Den Gästen wurden Wattwanderungen und Kutterfahrten zu dem Seehundsbänken angeboten. Das Ansehen des Seehundes wandelte sich von der Jagdbeute zum Publikumsliebling.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst war dies ein Nebenerwerb mit einer starken Beschränkung auf den Sommer, aber die Saison wurde mit angemessen Angeboten spürbar erweitert. Für die Kleinen wurden Spielgelegenheiten unter Dach entwickelt, da das Wetter ja nicht immer so optimal ist. Für die Senioren wurden Kur- und Wellnessangebote sowie kulturelle Aktivitäten ausgebaut, vor allem in der Nebensaison außerhalb der Schulferien. Die Saison erweiterte sich langsam von den Osterferien bis zu den Herbstferien und heute werden bereits in den Weihnachtferien Wattwanderungen angeboten. Damit ist der Tourismus in den Sielhäfen vom Nebenerwerb zum Haupterwerb geworden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Sielhäfen haben also in ihrer fast tausendjährigen Geschichte einen massiven wirtschaftlichen Strukturwandel durchlaufen, der von äußeren Faktoren erzwungen wurde. Dazu gibt es hier in Ostfriesland ein schönes Sprichwort:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Nix blifft, as ‘t is!“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Literatur:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://lhemd.gbv.de/DB=1.5/SET=2/TTL=1/MAT=/NOMAT=T/CLK?IKT=1016&amp;amp;TRM=Arnold" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Arnold
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://lhemd.gbv.de/DB=1.5/SET=2/TTL=1/MAT=/NOMAT=T/CLK?IKT=1016&amp;amp;TRM=Schultze" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Schultze:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://lhemd.gbv.de/DB=1.5/SET=2/TTL=1/MAT=/NOMAT=T/CLK?IKT=1016&amp;amp;TRM=Sielhafenorte" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Sielhafenorte
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           und das
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://lhemd.gbv.de/DB=1.5/SET=2/TTL=1/MAT=/NOMAT=T/CLK?IKT=1016&amp;amp;TRM=Problem" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Problem
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           des
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://lhemd.gbv.de/DB=1.5/SET=2/TTL=1/MAT=/NOMAT=T/CLK?IKT=1016&amp;amp;TRM=regionalen" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            regionalen
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://lhemd.gbv.de/DB=1.5/SET=2/TTL=1/MAT=/NOMAT=T/CLK?IKT=1016&amp;amp;TRM=Typus" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Typus
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           im
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://lhemd.gbv.de/DB=1.5/SET=2/TTL=1/MAT=/NOMAT=T/CLK?IKT=1016&amp;amp;TRM=Bauplan" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Bauplan
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           der
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://lhemd.gbv.de/DB=1.5/SET=2/TTL=1/MAT=/NOMAT=T/CLK?IKT=1016&amp;amp;TRM=Kulturlandschaft" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Kulturlandschaft
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
            Göttingen 1962
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Deutsches Sielhafenmuseum Carolinensiel 
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.deutsches-sielhafenmuseum.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            www.deutsches-sielhafenmuseum.de
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Zwei-Siele-Museum Westeraccumersiel 
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.zwei-siele-museum.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            www.zwei-siele-museum.de
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 19:41:27 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/eine-kurze-geschichte-der-sielhaefen</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Erste+Deichlinie.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Erste+Deichlinie.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Türen des Wiechers-Huus</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/die-tueren-des-wiechers-huus</link>
      <description>„Bestaunen Sie die kunstvoll bemalten Türen im historischen Wiechers-Huus. Erfahren Sie die Geheimnisse hinter den Motiven und die Geschichte dieser Handwerkskunst.“</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Türen sind wichtige Elemente an einem Haus!
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/T%C3%BCren+im+Wiechers-Huus.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Sie senden Signale und Botschaften aus, sie begrüßen den Gast und legen Zeugnis ab über den Bauherrn, und sie reden auch über die Geschichte des Hauses.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dies alles lässt sich am Wiechers-Huus nachvollziehen, immerhin hat es schon mehr als 300 Jahre auf dem Buckel und hat in dieser Zeit vieles erlebt. Jeder Gast eines Hauses wird begrüßt durch die Eingangstür, nur Vertraute der Bewohner benutzen in Ostfriesland immer die Hintertür.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon die Eingangstür des Wiechers-Huus kann viel erzählen. Tür und Türrahmen passen nicht zusammen. Der Türrahmen ist deutlich älter, es ist ein barockes Eingangsportal, mit einem hervorgehobenen Rahmen und einem gut gestalteten Überbau, der die Bedeutung dieser Tür signalisiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Tu-ren-im-Wiechers-Huus-1920w.webp" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Selbst der Klingelknopf aus Bronze dokumentiert noch den Wohlstand des Besitzers. Auch die doppelflügelige Tür lässt sich nicht lumpen, aber die kleinen geschliffenen Glasfenster waren im 19. Jahrhundert in Mode, in der Zeit des Biedermeiers.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Warum eine neue Tür in einem alten Rahmen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dahinter steckt wohl die Sturmflut von 1825, die nahezu das gesamte Dorf ausgelöscht hatte, nur die Häuser auf diesem Hafendeich haben die Katastrophe mit geringen Schäden überstanden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild53-1920w.webp" alt="Dielentüren im Zwei-Siele-Museum"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild54-1920w.webp"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Innern des Hauses wird gleich sichtbar, dass der gesamte vordere Bereich damals umgestaltet wurde. In jedem Fall hatte man hier auch nach dem wohl gewaltigen Schaden noch das Geld, alle Türen im Stil der Zeit in guter handwerklicher Qualität erneuern zu lassen. Dabei haben die Türen von der Diele keine Fenster, nur die Türen zwischen den einzelnen Stuben sind wie die Eingangstüren mit geschliffenen farbigen Glasscheiben gestaltet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Rahmen dieses Umbaus wurden auch die Zugänge zum Dachgeschoß und zum Niederhaus völlig neu gestaltet. Ursprünglich waren hier nur Bodenklappen, durch die andere Bereiche über Leitern zu erreichen waren. Mit dem Umbau wurden hier Treppen eingebaut, die diese Zugänge wesentlich vereinfachten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Spannender werden die Türen im hinteren Teil des Hauses. Im Jahr 1744 ließ der Kapitän Focke Focken das Haus wesentlich vergrößern, indem er das hintere Schleppdach anheben ließ. Dadurch wurden vier neue Räume im Bereich der Wohnung geschaffen, die auch neue Türen erforderlich machten. Bei diesen vier Türen wurden im Rahmen der Bausanierung die ursprüngliche Bemalung wieder freigelegt. Zwei der Türen waren handwerklich im Stil der Zeit völlig neu gestaltet worden, eine mit Scheiben im oberen Bereich, die andere mit hölzernen Füllungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine dritte Tür zwischen Diele und Küche war mit Hilfe eines Fensters gestaltet, das vorher in der Wand zwischen Eingangsdiele und Stube in die Wand eingelassen war. Die vierte Tür war von anderer Machart und wurde größenmäßig angepasst, sie war also offenbar aus anderer Quelle und damit vermutlich noch älter als die erstgenannten Türen. Gravierend ist der Unterschied in der Bemalung, aber dazu gleich mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild55-1920w.webp" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Inschrift-1920w.webp" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Drei der Türen sind über Aufschriften eindeutig auf das Jahr 1744 datiert. Die Initialen der
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hausbesitzer FF und LF stimmen mit den aus anderen Quellen bekannten Focke Focken und
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lüke Focken überein, Kapitän zur See mit seiner Ehefrau. Beide hatten das Haus wenige Jahre nach der Weihnachtsflut von 1717 gekauft und hatten jetzt offenbar genügend Kapital für solch eine gravierende Erweiterung des Hauses. Die wirtschaftliche Situation des Hafens dürfte also gut gewesen sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das bezeugt aber auch der hochwertige und kunstfertige Anstrich der Türen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Bemalung der dritten Tür war in der gleichen Qualität und deshalb vermutlich auch vom gleichen Maler ausgeführt. Auch Initialen und Daten stimmen überein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ganz anders war allerdings die vierte Tür. Bereits im Farbgutachten war festgestellt worden, dass die Speichen des Fensters mit Blattgold belegt waren. Es wurden überwiegend blaue Farbtöne genutzt, so dass die Tür weniger bunt erscheint. Auch die Blumenmuster sind nicht wiederzufinden. Dafür ist aber ein Türfach auf der Innenseite mit einem Landschaftsgemälde nur in Blautönen verziert. Alle Ränder sind in Gold gestaltet auf der der Küche zugewandten Seite. Die Rückseite zur Butzenkammer ist wesentlich schlichter, aber farblich vergleichbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vermutlich wurde diese Tür irgendwo gekauft und mitgebracht, sie ist also wahrscheinlich wesentlich älter als die anderen Türen, aber sie gefiel dem Kapitän Focke Focken und machte sich gut neben der großen Feuerstelle, die im Stil der Zeit mit Fliesen und allem Zierrat neu eingebaut worden war bei der Erweiterung des Hauses.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Türen des Wiechers-Huus bieten eine Entdeckungsreise durch die Geschichte des Hauses und durch die Kultur seiner Bewohner.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Axel Heinze
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Bilder: Mirja Harms und Axel Heinze
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild57-1920w.webp" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 25 May 2025 13:30:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/die-tueren-des-wiechers-huus</guid>
      <g-custom:tags type="string">Türen</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/T%C3%BCren+im+Wiechers-Huus.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/T%C3%BCren+im+Wiechers-Huus.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Logbuch des Kutters LEONIE</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/das-logbuch-der-leonie</link>
      <description>Entdecken Sie die Geschichte des Kutters LEONIE! Jetzt im Zwei-Siele-Museum: Das spannende Logbuch als Buch erhältlich. Ein Muss für alle Nordsee-Fans.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Ein Geschichtsbuch und zugleich ein Kunstwerk!"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Buchvorstellung+Logbuch+der+Leonie+.png" alt="Buchvorstellung im Zwei-Siele-Museum mit den Sponsoren, von l. nach r.: Lothar Freese, Yachtclub Accumer Ee; Axel Heinze, Museumsleiter; Inken Steffens, Wilhelminenhof; Helga Wiechers, K.-H.-Wiechers-Stiftung."/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Logbuch+der+Leonie-Photoroom.jpg" alt="Titelbild: Logbuch Kutter LEONIE"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Agrarökonom Carl-Friedrich Eucken bewirtschaftete von 1889 bis 1927 das Gut Wilhelminenhof in Dornumergrode. Gleichzeitig hatte er die Jagd auf der Insel Langeoog. Mit dem Gut hatte er einen Segelkutter übernommen, um sein Jagdrevier von Westeraccumersiel aus erreichen zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da das vorhandene Boot nicht seinen Vorstellungen entsprach, ließ er sich schließlich im Jahr 1908 von der Werft Karl Ficke in Bardenfleth ein geeignetes Schiff bauen, das per Bahn nach Dornum geliefert wurde und ebenfalls den Namen LEONIE nach dem Namen seiner Ehefrau.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Kutter+LEONIE+vor+Minsener+Oldeoog+Ludwig+Kittel.jpg" alt="Kutter LEONIE vor Minsener Oldeoog v. Ludwig Kittel"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eucken war befreundet mit dem Schiffer Cassen Eilts, genannt Cassen Kleemann und dem Maler Ludwig Kittel aus Dornum. Mit den beiden Freunden unternahm er mit dem Kutter zahlreiche Segeltouren zwischen dem Jadebusen im Osten und Amsterdam im Westen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ludwig Kittel hatte dem Freund ein Logbuch geschenkt und gestaltet, das auf allen Reisen immer mit an Bord war. Carl-Friedrich Eucken dokumentiere darin getreulich alle Fahrten und Erlebnisse in einer lockeren sprachlichen Gestaltung, während Ludwig Kittel diesen Text mit über hundert Zeichnungen und Karikaturen anreicherte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf diese Art entstand ein Dokument des Segelsports an unserer Küste für den Zeitraum von 1889 bis 1914, das in einzigartiger Weise den Reiz und die Probleme dieses Segelreviers dokumentiert. Wir haben dankenswerterweise die Zustimmung der Familie Eucken erhalten, dieses Dokument in unserer Museumsreihe „Rund um die Accumer Ee“ zu publizieren und können es im Museum für 14,90 € zum Kauf anbieten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Druck wurde von der K.-H.- Wiechers-Stiftung, dem Yachtclub Accumer Siel, der Familie Steffens als heutigem Besitzer des Wilhelminenhofs und der Raiffeisen-Volksbank Fresena in Norden finanziell unterstützt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Axel Heinze
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 25 May 2025 12:26:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/das-logbuch-der-leonie</guid>
      <g-custom:tags type="string">Logbuch des Kutters Leonie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Buchvorstellung+Logbuch+der+Leonie+.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Buchvorstellung+Logbuch+der+Leonie+.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Dokmumentarfilm „Am Siel“</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/am-siel</link>
      <description>„Erleben Sie Dornumersiel 1962: Der Dokumentarfilm ‚Am Siel‘ von Peter Nestler zeigt das authentische Leben an der Küste. Ein filmisches Meisterwerk bei uns entdecken.“</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Dornumersiel und Westeraccumersiel 1962
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Ein Dokumentarfilm von Peter Nestler.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Wir zeigten den durch die Stiftung Deutsche Kinemathek aufwändig restaurtierten Film erstmalig und mit großem Erfolg im Zwei-Siele-Museum am 18.05.2025. 
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Copyright ©Stiftung Deutsche Kinemathek
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bildschirmfoto+2025-05-13+um+21.46.52.png" alt="Filmstill Am Siel Peter Nestler Deutsche Kinemathek Schwarzweiß"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Peter Nestler ist ein bemerkenswerter deutscher Regisseur, Schauspieler und Dokumentarfilmer, dessen Karriere durch eine Vielzahl von eindrucksvollen Arbeiten geprägt ist. Er wurde 1937  geboren und hat im Laufe der Jahre einen einzigartigen Platz in der Welt des Films eingenommen, insbesondere durch seine sensiblen und zutiefst menschlichen Dokumentationen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Einer seiner bekanntesten Dokumentarfilme ist „Am Siel“, der 1962 in Dornumersiel und Westeraccumersiel gefilmt wurde.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dornumersiel und Westeraccumersiel 1962
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Dokumentarfilm von Peter Nestler.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           W
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           ir zeigen den durch die Stiftung Deutsche Kinemathek aufwändig restaurtierten Film erstmalig im Zwei-Siele-Museum am 18.05.2025. 
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Spielzeit 13 Minuten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Copyright ©Stiftung Deutsche Kinemathek
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bildschirmfoto+2025-05-13+um+21.46.52.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Peter Nestler ist ein bemerkenswerter deutscher Regisseur, Schauspieler und Dokumentarfilmer, dessen Karriere durch eine Vielzahl von eindrucksvollen Arbeiten geprägt ist. Er wurde 1937  geboren und hat im Laufe der Jahre einen einzigartigen Platz in der Welt des Films eingenommen, insbesondere durch seine sensiblen und zutiefst menschlichen Dokumentationen.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Einer seiner bekanntesten Dokumentarfilme ist „Am Siel“, der 1962 in Dornumersiel und Westeraccumersiel gefilmt wurde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Film stellt eine authentische und bewegende Erzählung über das Leben der Menschen unseres Dorfes am Siel dar,  wo Peter Nestler das tägliche Leben und die Traditionen im damalig abgelegenen Teil Deutschlands filmisch festhält. Sein Ansatz ist dabei sowohl einfühlsam als auch respektvoll, was es den Zuschauern ermöglicht, einen tiefen Einblick in die Kultur, das Handwerk und die Herausforderungen der Menschen vor Ort zu gewinnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            In „Am Siel“ kombiniert Nestler starke visuelle Eindrücke mit einer atmosphärischen Erzählweise. Der Film ist nicht nur eine Dokumentation, sondern auch ein Stück Kunst, das die Schönheit und die Schwierigkeiten des Lebens in den Mittelpunkt stellt. Er zeigt, wie die Menschen mit ihrer Umwelt interagieren und welche Rolle Traditionen in ihrem Alltag spielen. Die Beobachtungen im Film machen die Geschichten der Protagonisten greifbar und berühren, sodass sich die Zuschauer emotional mit den dargestellten Lebensrealitäten verbinden können.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Nestlers Werk steht ganz im Zeichen einer humanistischen Sichtweise und einer tiefen Wertschätzung für die Menschen, die er porträtiert. Sein Einfluss auf die Dokumentarfilmkunst ist nicht zu unterschätzen, da er es versteht, den Zuschauer sowohl zu informieren als auch zum Nachdenken anzuregen. „Am Siel“ ist dabei nicht nur ein Zeugnis einer Region und ihrer Menschen, sondern auch ein Beispiel für Nestlers Fähigkeit, das Besondere im Alltäglichen festzuhalten.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Seine Filmarbeit ist ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, wie Dokumentarfilme als Medium genutzt werden können, um Geschichten zu erzählen, die oft übersehen werden, und um das menschliche Leben in seiner Vielfalt und Komplexität zu reflektieren. Peter Nestler bleibt somit eine bedeutende Figur im deutschen Film, dessen Werke auch heute noch relevant und inspirierend sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/dornumersiel5.JPG" alt="Filmstill Am Siel Peter Nestler Deutsche Kinemathek Schwarzweiß. Das Bild zeigt die Wilters Werft 1962 in Dornumersiel "/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Dornumersiel1.JPG" alt="Filmstill Am Siel Peter Nestler Deutsche Kinemathek Schwarzweiß, Haus am Vormann-Stuhr-Weg"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/dornumersiel2.JPG" alt="Filmstill Am Siel Peter Nestler Deutsche Kinemathek Schwarzweiß, Darre in Dornumersiel"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Stiftung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.deutsche-kinemathek.de/de" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hat den Dokumentarfilm aufwendig und hervorragend restauriert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir sind sehr dankbar, die Möglichkeit erhalten zu haben "Am Siel" präsentieren zu dürfen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein besonderer Dank gilt auch dem Spender, der den Erwerb der Nutzungsrechte ermöglicht hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 16 May 2025 08:15:11 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/am-siel</guid>
      <g-custom:tags type="string">,Peter Nestler,Dokumentalfilm,Am Siel</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/dornumersiel3.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/dornumersiel3.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Modell einer Segelyacht</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/segelschiffmodell</link>
      <description>„Präzision im Detail: Entdecken Sie unser neues Modell einer historischen Segelyacht im Zwei-Siele-Museum. Erfahren Sie alles über Bauweise und Segelgeschichte.“</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Gesamtansicht+schra-g-51917e32.JPG"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oscar Alfred Urban hat in der Zeit um 1900 auf der kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven gearbeitet. Er hat damals ein Modell einer Segelyacht gebaut. Vermutlich war die Kaiserliche Yacht METEOR III das Vorbild für diesen Bau im Maßstab 1 : 30.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Schiff hat den typischen Rumpf einer Hochsee-Yacht und die Beseglung eines Gaffelschoners. Dieser Typ der Beseglung war auch bei den Fracht-Segelschiffen hier an unserer Küste in dieser Zeit verbreitet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Mitteldeck.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Enkel Oskar Hermann Urban hat uns dieses Modell für unser Museum zur Verfügung gestellt. Das ist eine wesentliche Bereicherung unserer Abteilung über die Segelschifffahrt in Ostfriesland.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Schiff hatte eine Länge über alles von 49,2 m bei einer Breite von 8,23 m und eine maximale Segelfläche von 1079 m². Es wird im Rahmen unserer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/sonderausstellung-202411269e0f"&gt;&#xD;
      
           Sonderausstellung
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2025 gezeigt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 16 May 2025 07:50:12 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/segelschiffmodell</guid>
      <g-custom:tags type="string">Segelyacht</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Modell+am+Standort+1.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Modell+am+Standort+1.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>HIN UND HER</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/hin-und-her</link>
      <description>Rohkreisläufe an der ostfriesischen Nordseeküste</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Rohkreisläufe an der ostfriesischen Nordseeküste
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Dampfziegelei+Elise.jpg" alt="Abb. 1 
Dampfziegelei  
Ditzum van der 
Wall in Ditzum.  
"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Die ostfriesische Halbinsel war immer schon bekannt als eine abseits gelegene rohstoffarme Region. Aus der Sicht der Geologie bietet Ostfriesland nur junges Lockersediment des Eiszeitalters und der jetzigen Warmzeit. Dazu gehören Sande, Tone der vorletzten Warmzeit, Geschiebemergel der vorletzten Kaltzeit und schließlich Torf, mariner Klei sowie Muschelschalen aus dem Holozän. Diese Ablagerungen fanden bereits früh als Rohstoffe für die Bauwirtschaft Verwendung. Aus Ton und Klei, aber auch aus Geschiebemergel, lassen sich Ziegel brennen, und Sand wird dabei als Magerung genutzt. Weißtorf, der jüngere und deutlich schwächer zersetzte Torf aus den obersten
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
          Schichten des Hochmoors, war das bevorzugte Heizmaterial für die Ziegelöfen. Muschelschalen wurden bereits seit dem Mittelalter von den Muschelbänken gewonnen und als Rohstoff zur Kalkgewinnung gebraucht.  
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Um diese Stoffe zusammenbringen zu können, gewann ein weiteres Merkmal der ostfriesischen Landschaft an Bedeutung: Das Land ist nicht nur flach mit einem sehr gering ausgeprägten Relief, sondern wird auch von zahlreichen Wasserläufen durchzogen. Diese konnten für einen Transport mit kleinen Schiffen genutzt werden. Belege für den Transport von Waren über Wasser reichen bis in die Römische Kaiserzeit und das frühe Mittelalter zurück (Kegler/Thiemann, AiN 17, 2014, 121–124; Siegmüller/Kegler, AiN 26, 2023, 37–41). Bis zum 19. Jahrhundert hatte sich in den Ems-Häfen, den Sielhäfen und in den Fehnkolonien eine effektive Segelschifffahrt entwickelt, die den Transport von Rohstoffen innerhalb Ostfrieslands und über die Nordsee übernehmen konnte. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ab dem 12. Jahrhundert setzte sich nördlich der Alpen die Bauweise mit Backsteinen durch, und im 13. Jahrhundert folgte auch im steinarmen Ostfriesland die Herstellung und Verwendung von Backsteinen. In der Frühphase des Backsteinbaus fanden bevorzugt die oberflächennah anstehenden Tone bei der Errichtung von Kirchen und Steinhäusern (Burgen) Verwendung. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Einen starken  Aufschwung erlebte die regionale Herstellung von Backsteinen ab dem 
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           16. und besonders im 17. Jahrhundert durch die 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Übernahme von Verarbeitungstechniken für Klei (Hochflutlehme) aus den benachbarten Niederlanden. Aber eine wirkliche „Hochkonjunktur“ für Ziegelsteine und Dachziegel erfuhren die ländlichen Gebiete Ostfrieslands erst im ausgehenden 18. und im beginnenden 19. Jahrhundert. Der Grund hierfür lag vor allem in der hohen Qualität des aus Klei gebrannten Ziegels, der in Bremen, Hamburg und in den Ostseestädten begehrt war und sich als Ballast für die Schifffahrt aus einem Land eignete, das ansonsten nicht viel zu verkaufen hatte (Abb. 1).  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Produkte Kalk und Stein sind nur gemeinsam denkbar. Seit dem Hochmittelalter dienten die Muschelbänke der Nordsee als Ersatz für die in Ostfriesland fehlenden Kalkbrüche. Der sogenannte Schill konnte bei den ostfriesischen Inseln gewonnen und von den Schiffern auf dem Wasserweg an geliefert werden. Für die Kalkproduktion in den Meileröfen benötigte man außerdem den leichten Weißtorf. Kalk wurde aber nur ausnahmsweise ausgeführt. Ein Blick in die Statistiken der preußischen Zeit zeigt, dass sich die Kalkbrennerei insgesamt gleichmäßig auf alle ostfriesischen Ämter und hier vornehmlich auf Städte und größere Orte Küste verteilte. Offenbar wurde gebrannt und dann direkt vor Ort verkauft. Das Brennen von Muschelkalk in Meilern ging in Ostfriesland gegen Ende des 19. Jahrhunderts stark zurück. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          1877 gab es i
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           n Ostfriesland 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nur noch acht Muschelkalkbrennereien, aber bereits vier Steinkalkbrennereien. Gleichzeitig entwickelte sich aber noch einmal eine industrielle Muschelkalkgewinnung, die erst nach 1974 geschlossen wurde.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der als Brennmaterial für die Produktion von Backsteinen und Muschelkalk notwendige Weißtorf wurde in den Fehnkolonien gewonnen und konnte mit den Torfschiffen kostengünstig und energiearm transportiert werden. Während der Schwarztorf auf den Torfmärkten der Städte für den Hausgebrauch verkauft wurde, lieferte man den Weißtorf an die Ziegeleien und Kalkbrennereien. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           In den Fehnkolonien führten die schlechten Bodenqualitäten zu einem erhöhten Bedarf an 
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Düngestoffen. Zu diesen gehörte Stallmist und jede Form von Unrat aus den Städten, aber auch die Erde von Wurten, die seit dem 19. Jahrhundert gezielt abgegraben wurden. Die Düngestoffe konnten die Torfschiffe mit zurück auf ihr Fehn nehmen.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Für den Transport der Güter nutzte man Flachboden-Schwertboote. Dieser aus den Niederlanden stammende Segelschifftyp hatte einen geringen Tiefgang und verfügte über einen flachen Schiffsrumpf. Damit eignete er sich hervorragend für Fahrten im Watt und für flache Küsten- und Binnen gewässer. Der Transport der Ziegelsteine von den Ziegeleien in die Städte entlang der Nordseeküste wurde von größeren Segelschiffen wie den Tjalk-
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Booten übernommen, die auf den Fehnen und in den Sielhäfen beheimatet waren. Auch hier konnten auf dem Rückweg Sand oder Düngematerialien, die in den Fehnkolonien benötigt wurden, aufgenommen werden (Abb. 2).  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Hafen+Westeraccumersiel.jpg" alt="Abb. 2  
Verladen von  Klinkern aus Fulkum im Sielhafen 
von Westaccumersiel 1922 für den Bau des Chilehauses in Hamburg"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Damit entwickelte sich in Ostfriesland insbesondere in der vor- und frühindustriellen Zeit zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert ein Transportkreislauf an Massengütern, der nicht zuletzt durch die Ziegelproduktion zu einem wirtschaftl ichen Aufblühen der Region führte. Neben den Grundstoffen aus der Region handelte man auch mit ortsfremden Materialien, wie beispielsweise mit Bauholz und später auch mit Zement. Gleichfalls wurden Lebensmittel wie Getreide, Gemüse, Kartoffeln und Ähnliches zu den Märkten und Bauorten befördert. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zu den schriftlichen Quellen für den Materialtransport auf dem Wasserweg gehören Berichte über die Hafenumschläge der Ems- und Sielhäfen oder Schleusenlisten der Fehnkolonien. Letztere belegen für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts beispielsweise eine überproportional häufige Ausfuhr von Torf und Wiekenerde (vermutlich der Aushub der als Wieken bezeichneten Seitenkanäle). Bei der Einfuhr dominierten Dünger, Kleierde (vermutlich aus Wurten-Abgrabungen) und Muscheln (vermutlich in Form von Schill). 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Wrackfreilegung.jpg" alt="Abb. 3  
Freilegung des 
Wracks eines Plattbodenschiffes bei Ostbense durch Freiwillige.
"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Archäologische Belege für die Materialkreisläufe entlang der Nordseeküste finden sich im Wattenmeer und an Sandstränden der ostfriesischen Inseln. Dort werden bis heute immer wieder Wracks von Holzschiffen freigespült (Abb. 3). In einem Priel bei Butjadingen fanden sich Reste einer Ladung aus Backsteinen, die allerdings von der Friesischen Wehde stammten (J. Fries, AiN 14, 2011, 71–74). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Industriezeitalter führte zu starken Veränderungen innerhalb dieses Warenkreislaufes. Zum Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich Stahl als wichtigster Werkstoff im Schiffbau durch. Gleichzeitig wuchsen die Größen der Schiffe, so dass, von der Ems abgesehen, die Wasserläufe und Häfen nicht mehr befahrbar waren. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging der Bedarf an Torf als Brennstoff für die Ziegeleien stark zurück. Mit dem Aufkommen der Ringöfen wurde nun Kohle für den effektiven Brand importiert. Dennoch neigte sich das Ziegeleiwesen an der Ems in einem etwa 100 Jahre währenden Prozess langsam dem Ende entgegen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Ziegelproduktion in den abseits gelegenen ostfriesischen Regionen war nicht mehr konkurrenzfähig. Überdies verlor der Backstein als Handelsgut zunehmend an Wert. Ab dem frühen 20. Jahrhundert ging schließlich der inzwischen verstärkt zur Stromerzeugung genutzte Torf zur Neige. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dieser historische Güterkreislauf hat seine Spuren in der Landschaft hinterlassen. Das System der Wasserwege blieb weitgehend erhalten, da es in dieser flachen Landschaft vor allem weiter für die Entwässerung und Wasserwirtschaft benötigt wurde. Teilweise wird das Wasserwegenetz heute zusätzlich durch die Sportschifffahrt genutzt, wodurch sich die Wirtschaft des Landes in eine ganz andere Richtung entwickelt. Der Torfabbau hat mit den Fehnkolonien einen eigenen landschaftsprägenden Siedlungstyp geschaffen. Schließlich wurde der rot geb rannte Ziegel zum charakteristischen Baumaterial. Rote Klinker, Dachpfannen und Straßenpflastersteine prägen das Landschaftsbild der Nordseeküstenregion. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Spuren dieser Prozesse lassen sich auch mit archäologischen Untersuchungen aufspüren.  Ähnlich wie in den niederländischen Provinzen Friesland und Groningen – wenn auch in viel geringerem Maße – sind in Ostfriesland einige der küstennahen Wurten während des 19. oder frühen 20. Jahrhunderts teilweise abgegraben und die sehr fruchtbare Wurtenerde abtransportiert und verhandelt worden. Diese Naturdüngererde war sehr gefragt, da sie zur Bodenverbesserung auf die abgetorften, kargen Flächen im Fehn und im Moor aufgetragen wurden. Lübbert Eiken Lübbers beschreibt 1903 Torfschiffer, die: „…zur Melioration des Fehnuntergrundes für sein eigenes Besitztum oder zum Weiterverkauf Warferde,  Schliek oder Stalldünger …“ mitgenommen haben. Für solche Vorgänge liegen aus dem ostfriesischen Raum allerdings kaum schriftliche Belege vor, so dass nur die Betrachtung der Oberflächendaten Hinweise auf diese Ereignisse gibt. Das im 19. Jahrhundert in den nördlichen Niederlanden systematisch angewandte Prinzip der Düngung mit Wurtenerde war in Ostfriesland wegen des weniger gut ausgebauten Systems der Wasserwege problematisch, weil dadurch der Transport der Erde wesentlich erschwert und verteuert wurde. Dadurch blieb die Küste in Ostfriesland wesentlich besser erhalten als in den nördlichen Niederlanden. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/streufunde+Ostfriesland.jpg" alt="Abb. 4  
Streufunde frühmittelalterlicher 
Muschelgrusware aus Strackholt, Ldkr. Leer. 
"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In einigen ehemaligen Torfabbaugebieten wurden bei Flurbegehungen zahlreiche Keramikfunde aus einer Zeit entdeckt, in der an diesen Stellen noch ein Hochmoor existierte. Aus Aurich-Oldendorf, Ostgroßefehn, Strackholt (Abb. 4) und Wrisse, alle in der Gemeinde Großefehn, werden beispielsweise in der Niedersächsischen Fundchronik aus dem Jahr 1987 dreizehn Fundstellen mit Rand-, Wand- und Bodenscherben genannt, die in den Zeitraum zwischen der Römischen Kaiserzeit und der frühen Neuzeit datieren. An keiner der Fundstellen konnten bis heute Hinweise auf eine Siedlungstätigkeit innerhalb dieser Epochen nachgewiesen werden. Tatsächlich lassen sich diese Fundstücke mit den Transporten von Dünger und Erde aus der Marsch in die Fehnkolonien erklären. Das archäologische Material wurde also im Zuge der Rohstoffkreisläufe des 18. und 19. Jahrhunderts sekundär auf die Felder aufgebracht. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die großflächigen Veränderungen der Naturlandschaft Ostfrieslands in eine Kulturlandschaft wirken sich negativ auf den Erhalt des Bodenarchivs aus. Zwar sind von der ostfriesischen Halbinsel einige Moorleichen bekannt geworden, jedoch sind diese mit einer Ausnahme alle verloren. Mit der Industrialisierung des Torfabbaus stehen die Chancen auf weitere Funde eher schlecht. Vermutlich ist die Fundstelle eines potentiellen römischen Militärlagers an der Ems durch den großflächigen Abbau von Klei zur Ziegelherstellung bereits verloren gegangen. Auch auf die Umwelt hat der massive Abbau von Torf bis heute Einflüsse. So sind durch das Abgraben von meterdicken Torflagen und Kleiflächen an der Ems zahlreiche Flächen durch aufsteigendes Grundwasser und steigende Meeresspiegel überflutungsgefährdet und müssen durch aufwendige Schutzmaßnahmen bewahrt werden. 
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Literatur:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wurtenlandschaft als typische Kulturlandschaft 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           LÜBBERS, L. E.: Ostfrieslands Schiffahrt und Seefischerei. Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft. Ergänzungsheft VII. Tübingen 1903. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           WESSELS, P.: Ziegeleien an der Ems. Ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte Ostfrieslands. Abhandlungen und Vorträg e zur Geschichte Ostfrieslands 80. Aurich 2004. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           WIECHERS, K.-H.: …und fuhren weit übers Meer: zur Geschichte der ostfriesischen Segelschiffahrt. Teil 3: Die Fehne. Norden 1994.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 23 Oct 2024 10:13:33 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/hin-und-her</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ziegelei</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Dampfziegelei+Elise.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Dampfziegelei+Elise.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rekonstruiertes Stickmustertuch</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/rekonstruiertes-stickmustertuch</link>
      <description>„Die Kunst der Nadel: Entdecken Sie das rekonstruierte Stickmustertuch im Zwei-Siele-Museum. Erfahren Sie die Bedeutung der Motive und die Geschichte dahinter.“</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Christliche Seefahrt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Das Stickmustertuch von 1764 Rhauderfehn
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Sticktuch+ganz+%281%29.JPG" alt="Historisches Stickmustertuch K.-H.-Wiechers-Stiftung Zwei-Siele-Museum Westeraccumersiel"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Das Zwei-Siele-Museum Westeraccumersiel hatte aus einer Kapitänsfamilie aus Rhauderfehn ein Stickmustertuch aus dem Jahr 1764 erhalten. Dieses Stickmustertuch war mit typischen Symbolen der christlichen Seefahrt gestaltet. 
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ein Ehepaar aus Jever war von der Gestaltung und Machart fasziniert und hat das Tuch einer gründlichen Analyse unterzogen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das dargestellte Schiff ist ein großes, seegängiges Schiff in vollem Schmuck der Flaggen mit der Mannschaft in den Masten in Parade-Position. Hier wird eine glückliche Heimkehr von erfolgreicher Fahrt illustriert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im 17. Jhdt. gab es erste Kapitäne in Ostfriesland, die auf eigenen Schiffen und auf eigene Rechnung die Meere durchfuhren. Erfolg und Scheitern lagen nahe beieinander. Das Tuch gibt ein anrührendes Zeugnis vom tiefen Glauben an die Kraft der christlichen Symbolik als Fürbitte einer glücklichen Heimkehr des Schiffes und seiner Mannschaft und nicht zuletzt der damit verbundenen wirtschaftlichen Existenz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Glaube – Liebe – Hoffnung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , dieses christliche Lebensfundament findet sich symbolisch in der Abbildung des Schiffsankers wieder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anker
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist gleichwohl Symbol für Heimat und den schützenden Hafen und Symbol für Hoffnung und Zuversicht. Die kreuzförmige Ankerform ist – als Variante des Kreuzes – auch Sinnbild für den Tod Jesu Christi am Kreuz, aus dem für Christen Hoffnung auf Vollendung des irdischen Lebens und die Auferstehung erwächst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch die abgebildeten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Herzen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sind Symbole für
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Glaube – Liebe – Hoffnung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Adam und Eva
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            stehen für den Sündenfall und den Verlust des Paradieses.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Josua und Kaleb
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sind Figuren aus dem Alten Testament. Sie bringen eine Riesentrauben aus dem gelobten Land Kanaan. Die Traube war zunächst Sinnbild des Reichtums und des Überflusses, wurde im Mittelalter außerdem zum Symbol des Erlösers am Kreuz.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als ein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Symbol für Jesus Christus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            gehört der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Pelikan
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           zur christlichen Ikonographie. Nach einem frühchristlichen Tierkompendium öffnet sich der Pelikan mit dem Schnabel die eigene Brust, lässt sein Blut auf seine toten Jungen tropfen und holt sie so wieder ins Leben zurück.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Krone
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist ein Ewigkeitssymbol, auch „Krone des ewigen Lebens“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vögel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            gelten grundsätzlich als Mittler zwischen Himmel und Erde, als Verkörperung der Seele. Schon im frühen Christentum können Vögel als Symbole der geretteten Seelen stehen. Es gibt Darstellungen von Maria mit dem Kind, auf denen Jesus einen Vogel hält.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Blumen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sind christliche Symbole für ein verbliebenes Stück
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Paradies
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , für Fest und ewigen Frühling, sowie Schmuck der Unschuld und ein verbliebenes Stück des Paradieses. Die hier dargestellten Tulpen in den unteren Ecken waren zu der Zeit sehr kostbar und symbolisieren dadurch zusätzlich Wohlstand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit Blumen oder Früchten gefüllte
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Körbe
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            stehen für Fruchtbarkeit, Überfluss, Gesundheit und Glück.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nelkenvase
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist ein Glückssymbol.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Informationen zusammengetragen aus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.erzbistum-koeln.de/downloads" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.erzbistum-koeln.de/downloads" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           www.erzbistum-koeln.de/downloads
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und Permin of Copenhagen – Danish Art Needlework
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Rekonstruiertes+Tuch.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gelang das Stickmuster dieses einzigartigen Tuches zu rekonstruieren und verfügbar zu machen.  Das Original wird zusammen mit seiner Rekonstruktion und einer detaillierten der Symbolik  im Zwei-Siele-Museum gezeigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Stickmustertuch von 1764 ist im Original auf sehr feinem Leinen mit ca. 16 Fäden pro Zentimeter mit Seidengarn in 6 Farben gestickt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die vorliegende Replik wurde auf 12,6er Leinen mit zweifädigem Baumwollgarn in 6 Farben gestickt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Sie können das Stickmustertuch von 1764 nacharbeiten!
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein komplettes Stick-Set können Sie zum Preis von 79,- € incl. Porto und Verpackung bestellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Set besteht aus Stickvorlagen,  Stickleinen, Stickgarn, Sticknadel und Stickanleitung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bitte senden Sie einfach eine Mail an merklappen@gmx.de
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 24 Sep 2024 08:46:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/rekonstruiertes-stickmustertuch</guid>
      <g-custom:tags type="string">Stickmustertuch</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Rekonstruiertes+Tuch.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Rekonstruiertes+Tuch.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Brüder Kittel</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/die-brueder-kittel</link>
      <description>„Entdecken Sie das Leben und Werk der Brüder Ludwig und Georg Kittel. Die Dornumer Kunstmaler hielten die Geschichte der Zwei Siele in einzigartigen Gemälden fest. Jetzt mehr erfahren!“</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Unsere Dornumer Maler: Das künstlerische Erbe der Brüder Ludwig und Georg Kittel
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Das Zwei-Siele-Museum in Westeraccumersiel widmete im Jahr 2023 den Brüdern Ludwig und Georg Kittel aus Dornum eine besondere Sonderausstellung. Die beiden Söhne des Dornumer Apothekers fanden jeweils ihren eigenen Weg zur Malerei und hinterließen ein umfangreiches Werk, das heute als bedeutendes Zeitzeugnis der Region gilt. Da ihre Arbeiten nur selten öffentlich zu sehen sind, bewahrt das Museum dieses kulturelle Erbe mit besonderer Sorgfalt.
        &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Postkarte-Ludwig-Kittel-1920w.webp" alt="Vivat! Es lebe der Bär. Karte von Ludwig Kittel"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heimat als Motiv: Menschen und Landschaften Ostfrieslands
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die heimatliche Umgebung war der zentrale Schaffensbereich der Brüder. In ihren Bildern hielten sie die Menschen und die herbe Schönheit der 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           norddeutschen Küstenlandschaft
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fest. Auch im privaten Bereich nutzten sie ihre Kunst: So dokumentiert eine kunstvolle Geburtstagskarte von Ludwig Kittel für seinen Freund Carl-Friedrich Eucken (Landwirt auf dem Wilhelminenhof in Dornumergrode) ihre tiefe Verwurzelung in der lokalen Gemeinschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Talent in der Provinz: Herausforderungen und Wege
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war im frühen 20. Jahrhundert nicht einfach, in der Provinz ein besonderes Talent zu entfalten, da es oft an Anerkennung und Ausbildungsmöglichkeiten fehlte. Markante Beispiele aus der Nachbarstadt Esens zeigen, dass viele Talente die Heimat verlassen mussten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Theodor Thomas
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             gründete in Chicago ein Symphonieorchester.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Sara Oppenheimer
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             wurde gefeierte Opernsängerin in Frankfurt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Hinrich Fokken
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             zog nach Bremen, um sich dort der Malerei widmen zu können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Brüder Kittel hatten jedoch das Glück, in ein wohlhabendes Elternhaus hineingeboren zu sein. Da ihr ältester Bruder die väterliche Apotheke übernahm, konnten Ludwig und Georg ihre berufliche Laufbahn freier wählen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ludwig Kittel: Ingenieurgeist und Liebe zur Seefahrt
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ludwig fühlte sich zunächst den Ingenieurwissenschaften hingezogen, bis er sein Zeichentalent entdeckte. Reich wurde er in der Provinz mit der Kunst zwar nicht, doch er war finanziell nicht darauf angewiesen. Er blieb zeitlebens unverheiratet und lebte im Dornumer Elternhaus.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Neben seinem künstlerischen Schaffen gestaltete er grafisch den bekannten 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Oostfreesland – Kalender für Jedermann“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            im Soltau-Verlag und entwarf Denkmale für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Ein besonderes Highlight seines Wirkens ist das Logbuch des Segelkutzers LEONIE, das er zwischen 1910 und 1913 auf Fahrten mit seinem Freund Eucken mit humorvollen Zeichnungen illustrierte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Georg Kittel: Von der Musik zur akademischen Malerei
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der elf Jahre jüngere Bruder Georg schwankte zunächst zwischen Musik und Kunst. Auf einer Studienreise durch Italien entdeckte er seine Leidenschaft für die Malerei und absolvierte eine gründliche Ausbildung an verschiedenen Kunstakademien. Nach einer Zeit als freischaffender Künstler in Braunschweig wirkte er ab 1918 als Kunsterzieher in Neustettin (Pommern).
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Nach der Flucht im Jahr 1945, bei der er sein gesamtes bisheriges Werk zurücklassen musste, kehrte er nach Dornum zurück. Hier griff er die Malerei wieder auf und fand mit Ausstellungen in Aurich, Leer und Leer große regionale Anerkennung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/IMG_1972-1920w.webp" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 07 Mar 2024 19:13:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/die-brueder-kittel</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kittel</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Kittel1.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Kittel1.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Zwei-Siele-Museum in einem historischen Deichhaus</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/das-zwei-siele-museum-in-einem-historischen-deichhaus</link>
      <description>„Besuchen Sie das Zwei-Siele-Museum im historischen Deichhaus von 1696. Erleben Sie authentische ostfriesische Bauweise im denkmalgeschützten Wiechers-Huus.“</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Vortrag von Axel Heinze auf der Tagung der Hausforscher in Celle am 2.3. 2024 
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die K.-H.-Wiechers-Stiftung hatte den Auftrag, ein Haus für das „Zwei-Siele-Museum“ zu erwerben. Durch einen Zufall bekamen wir 2012 das Haus „Am alten Hafen 1“ angeboten, ein Haus unmittelbar an dem ehemaligen Hafen von Westeraccumersiel aus dem Jahr 1687, das als Ferienhaus genutzt wurde. 
        &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild1-616651e5.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Recherche ergab, dass dieses Haus 1696 errichtet wurde, also kurz nach dem Bau des
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hafens. Es wurde überwiegend von Segelschiffskapitänen bewohnt, hat die Sturmflutkatastrophen von 1717 und 1825 mit nur leichten Schäden überlebt und dokumentiert also die gesamte Geschichte des Hafens bis nach der Zerstörung 1965. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild2-050038a1.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild3ab.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2019, nach fünf Jahren Entrümpelung, Begutachtung und zwei Jahren professioneller Sanierung, konnten wir das Zwei-Siele-Museum mit neuer Konzeption eröffnen. Es war ein langer Weg. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Baugutachten zeigte die bauliche Entwicklung: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild4.png" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die fertig sanierten Räume waren bereits ein Museum! 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer Gruppenarbeit wurde ein Konzept für das Museum - angepasst an die baulichen Gegebenheiten - entwickelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schwerpunkt des Museums ist die Geschichte der Segelschifffahrt in Ostfriesland. Deren Dokumentation war die Aufgabe von K.-H.-Wiechers in den Büchern: „…und fuhren weit übers Meer“ Bd. 1 -3. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild11.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben der Ortsgeschichte wird dieser Schwerpunkt dargestellt, unter anderem mit der Darstellung de Wohnsituation eines Segelschiffs-Kapitäns im 19. Jahrhundert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild12.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darüber hinaus bietet das Haus Platz für die umfangreiche thematische Bibliothek von K.-H. Wiechers, sein Archiv und seine Materialsammlung zum Thema. Es ist damit ein kultureller Schwerpunkt an der ostfriesischen Küste. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 31 Dec 2023 14:54:33 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/das-zwei-siele-museum-in-einem-historischen-deichhaus</guid>
      <g-custom:tags type="string">Dornum Erlebnisse,Sehenswürdigkeiten Ostfriesland</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild1-616651e5.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild1-616651e5.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ein neuer Blickfang für das Museum</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/ein-neuer-blickfang-fuer-das-museum</link>
      <description>„Der Hafen Westeraccumersiel im Wandel der Zeit: Entdecken Sie Georg Kittels meisterhaftes Gemälde eines Fischkutters. Ein maritimes Zeitzeugnis im Zwei-Siele-Museum.“</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Ein Museum ist nie ganz fertig, es lebt und muss sich weiterentwickeln, sonst wird es ja langweilig für die Gäste und für die Mitarbeiter. Dies muss man als Museumleiter immer im Blick haben. Und ein solcher Blick wurde mir vor einigen Wochen gegönnt. 
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Bei einem Antiquitätenhändler hier in der Region wurde ein Bild von dem Dornumer Maler Georg Kittel angeboten, ich sollte es mir doch einmal anschauen. Wir hatten ja gerade erst eine Ausstellung zu den Brüdern Kittel gezeigt, was sollte da noch kommen?
        &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bild hat mich auf den ersten Blick völlig fasziniert. Es zeigt im Hafen von Westeraccumersiel einige Fischkutter und eine Gruppe von Fischergestalten in dem für Georg Kittel typischen expressionistischen Stil. Der Hafen, der seit 1965 Geschichte ist, der aber jahrhundertelang das Herz dieses Ortes war. Und unser Museum liegt direkt an diesem ehemaligen Hafen, dessen Kontouren man nur noch erahnen kann. Und die Geschichte dieses Hafens ist genau unser Thema. Und im Gegensatz zu den schönen Fotographien, die wir von diesem alten Hafen haben, schwingt hier die Sicht des Künstlers mit auf die einfachen Leute, die hier ihr Brot verdienten. Das Bild war genau der richtige Blickfang für unser Museum!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/IMG_7305.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da dieses Bild aber ein bedeutendes Kulturgut für unsere Region ist, habe ich einen Antrag beim Lions-Club Esens-Nordsee gestellt, diesen Ankauf für unser Museum zu finanzieren. Kulturförderung ist eine Aufgabe eines solchen Clubs und dieses Bild ist ein künstlerisch hochwertiges Objekt als Blickfang für unser Museum. Solche Punkte sind notwendig, um ein Museum für die Besucher attraktiv zu machen. Sie wollen sich in eine andere Zeit versetzen lassen, was dieses Bild hervorragend leistet. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin hat sich um die Reinigung und Sanierung des Werkes bemüht, dass jetzt einen angemessenen Platz erhalten hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ab Dezember 2023 ist das Bild als Blickfang im ersten großen Raum installiert, es lockt den Museumsbesucher in die Geschichte des Ortes, die ja Thema des Museums ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir danken dem Händler für diese schöne Überraschung so kurz vor Weihnachten und dem Lions-Club Esens-Nordsee für die Finanzierung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Axel Heinze
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 10 Dec 2023 18:50:56 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/ein-neuer-blickfang-fuer-das-museum</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kittel Gemälde</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Kittel+Ausschnitt.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Kittel+Ausschnitt.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ein Bodenfund mit Geschichte</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/ein-bodenfund-mit-geschichte</link>
      <description>„Historisches Petschaft (Bronze-Stempel) in Dornum: Einblick in die Kommunikationsgeschichte. Entdecken Sie dieses besondere Exponat in der Sammlung des Zwei-Siele-Museums.“</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Bei Helga Wiechers meldete sich 2023 ein Herr Weis, der dem Zwei-Siele-Museum ein besonderes Objekt übergeben wollte. 
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Er war als Flüchtlingskind kurz nach Kriegsende mit seinen Eltern nach Dornumersiel gekommen. Die Kinder haben damals gerne auf einer kleinen Müllkippe hinter dem Deich gespielt, wo manches zu finden war, was man vielleicht noch gebrauchen konnte oder zu Geld machen konnte.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dabei war ihm ein kleiner Gegenstand aufgefallen, dessen Bedeutung ihm damals vermutlich garnicht bewusst war, aber es war ein Bild und Buchstaben zu erkennen. Und der Gegenstand war aus einem schweren, nicht rostenden Metall. Der Junge hat ihn nicht zu Geld gemacht, dafür war er vielleicht zu klein. Aber er blieb sein Leben lang sein Talisman und ein Andenken an seine Jahre in Dornumersiel. Der Fund ist jetzt fast 80 Jahre her. Und da er für seine Erben mit keiner Erinnerung verbunden war, beschloss er, das Stück dem Museum zu übergeben. Es ist ja ein Stück Ortsgeschichte damit verbunden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es handelt sich bei dem Fundstück um ein Petschaft, ein kleiner Bronze-Stempel, mit dem vornehme Leute früher ihre Briefe versiegelten. Damit waren Briefe dagegen abgesichert, unbefugt geöffnet zu werden. Gleichzeitig verrät dieser Stempel-abdruck dem Empfänger den Absender des Briefes. Hier im Ort mit seiner Segelschiffs-Tradition muss man davon ausgehen, dass dieses Petschaft einmal einem Kapitän gehörte. Die Buchstaben F und I sind sicher die Initialen des früheren Besitzers, also die Anfangsbuchstaben seines Namens. Das Herz und die Palmwedel sind christliche Symbole, die man auch auf alten Grabsteinen finden kann. Und die Fahne spricht für die Seefahrt, denn jedes Schiff muss eine Fahne führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber damit waren noch nicht alle Rätsel gelöst. Wie alt war dieses Siegel? Da half eine Seite im Internet weiter
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://petschaften-archiv.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           http://petschaften-archiv.de/
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier werden zahlreiche Petschaften gezeigt, und die meisten sind datiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild1.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Petschaft hat einen Griff mit Löchern, und diese Form ist vor allem zwischen 1800 und 1850 einzuordnen. In dieser Zeit waren unsere Häfen noch bedeutende Segelschiff-Häfen und im Ort lebten die dazu gehörigen Seeleute und eben auch die Kapitäne. Als der Besitzer dieses Petschafts starb, konnte damit niemand noch etwas anfangen, weil ja die Buchstaben drauf waren. Und für einen Verkauf war es zu klein. Also wanderte es zusammen mit anderen Objekten beim Entrümpeln in den Müll, der damals noch nicht in Tonnen entsorgt wurde, sondern einfach irgendwo in ein Loch gekippt wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild2.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber für unseren Finder war es ein Leben lang eine Erinnerung an seine neue vorläufige Heimat, ein Sielhafen war für Kinder sicher etwas ganz Besonderes. Und jetzt ist es ein Bodenfund mit Geschichte für unseren früheren Segelschiff-Hafen. Er wurde beim Archäologischen Dienst in Aurich als Bodenfund registriert und hat jetzt einen markanten Platz in unserem Museum erhalten, weil er ein Andenken an die Segelschiff-Zeit ist und ein Andenken an die Jahre nach dem Krieg, wo viele hier eine neue Heimat gefunden haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Axel Heinze
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 10 Dec 2023 18:13:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/ein-bodenfund-mit-geschichte</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild2.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild2.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Beispiele von Warftenabgrabungen für Düngezwecke in Ostfriesland</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/beispiele-von-warftenabgrabungen-fuer-duengezwecke-in-ostfriesland</link>
      <description>„Warftenabgrabungen in Ostfriesland: Warum wertvoller Kleiboden als Dünger verkauft wurde. Entdecken Sie diese kuriose Episode der Agrargeschichte bei uns.“</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In den nördlichen Niederlanden wurden von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert hinein Warften massiv abgegraben zur Gewinnung von Düngermaterial. Mir wurde noch 1975 ein Pachtvertrag für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Bereich der Middelzee gezeigt, in dem der Pächter verpflichtet wurde, sein Land alle 6 Jahre mit „terpaarde“ zu düngen. Aus Ostfriesland sind solche Beispiele in der Literatur nicht bekannt. Allerdings sind mir hier im nördlichen Harlingerland zwei Fälle bekannt geworden, die recht eindeutig darauf hinweisen, dass diese Praxis auch hier bekannt war und genutzt wurde. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein Bewohner der Warft Oldendorf westlich von Bensersiel hatte seine ehemalige Landarbeiterstelle neben einem typischen Marschenhof von seinen Eltern geerbt. Seine Mutter hatte ihm berichtet, dass früher auf der Warft hinter ihrem Grundstück Erde als Dünger abgegraben und verkauft worden wäre.  Die Veränderung im Relief war noch gut wahrnehmbar, es kann sich aber nicht um eine große Menge gehandelt haben.  Von der Warft Oldendorf führt ein alter Weg nach Süden auf die naheliegende Geest zu der Geestrandsiedlung Utgast. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wesentlich später berichtet mir ein alter Landwirt in Utgast, dass er als Kind einmal einem Gespräch seines Großvaters mit einem Kollegen zugehört hätte. Er hat ihm berichtet, welche Flächen er mit Warftenerde aus Oldendorf gedüngt hätte. Es handelte sich hier um ehemalige Heideflächen, die noch auf der preußischen Uraufnahme 1:25 000 von 1892 als solche ausgewiesen waren. Nach dem Alter der handelnden Personen musst dies kurz nach 1900 geschehen sein. Einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Informationen kann ich nicht belegen, halte ihn aber doch für sehr wahrscheinlich. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild2-422f7159.jpg" alt="Ausschnitt der Preußischen Uraufnahme 1892 Blatt Esens"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein weiteres Beispiel ist nicht durch Aussagen belegt, sondern nur durch die Beobachtung von
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Reliefveränderung einer Warft. Die Warftensiedlung Middelsbur, Gemeinde Dornum, bildete mit den benachbarten Warften Westerbur und Osterbur eine typische Warftenreihe am Ostufer der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Dornumer Bucht“. Die Dornumer Bucht war im Mittelalter der Mündungsbereich der Accumer Ee
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (heute Dornumersieler Tief). Alleine die Höhe der Warften bezeugt, dass sie bereits vor dem Deichbau angelegt wurden. Archäologische Untersuchungen benachbarter Warften lassen vermuten, dass diese Warften sogar vor Christi Geburt angelegt wurden. Osterbur war eine Kirchwarft und wurde bei der 2. Allerheiligenflut 1532 vollständig zerstört (Behre S. 180). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild1-25a42135.jpg" alt="Mittelalterliche Deichlinie bis 1532"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Kirche wurde in Westerbur neu errichtet und steht dort heute noch. Bei der gleichen Sturmflut wurde der nordwestlich der Reihe verlaufende Deich offenbar weitgehend zerstört. Ebenfalls wurde das nördliche Drittel der Warft Middelsbur ein Opfer dieser Sturmflut. Die Deichlinie wurde dann bis an die Warft Middelsbur zurückgezogen und blieb bis 1965 Seedeichlinie (Hangen S. 319). Die Warftbasis lässt vor dem Deich noch durch Bohrung nachweisen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Allerdings hatte sich vor dieser Deichlinie bald wieder Vorland gebildet, das im Laufe des 18. Jahrhunderts durch Interessentenpolder eingedeicht wurde. Deren Deiche waren aber so gering bemessen, dass sie nicht als Seedeich anerkannt wurden. Erst 1965 nach der Hamburgsturmflut 1962 wurden diese Deiche erhöht und als Seedeich anerkannt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Relief der Warft Middelsbur findet sich an der NW-Flanke unmittelbar hinter dem Deich ein massiver Eingriff in das Relief der Warft. Auf eine Länge von 100 m und eine Breite von 30 m wurde hier der Warftkörper um maximal 3 m Höhe abgegraben. Dies entspricht eine Bodenmasse von etwa 5000 m³. Eine Befragung von älteren Bewohnern der Region ergab allerdings keine Erinnerungen an diese Abgrabungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild3-1eb46c54.jpg" alt="Nordwesthang der Warft Middelsbur"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild4-abc02fe0.jpg" alt="Höhenkarte Middelsbur        Axel Heinze"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild5-5c89c8e6.jpg" alt="Abgrabung                                    DGK5"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unmittelbar südlich der Warft verläuft das Pumptief, ein Wasserweg, auf dem sich der weiter südlich gelegene Geestrand bequem mit kleineren Wasserfahrzeugen erreichen lässt. Es ist also durchaus denkbar, dass diese Warftenerde an den Geestrand verhandelt wurde, um dort die wesentlich schlechteren Böden zu düngen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das in den nördlichen Niederlanden systematisch angewandte Prinzip der Düngung mit Warfterde im
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            19. Jahrhundert dürfte hier nicht unbekannt geblieben sein. Problematisch war das hier fehlende System an Wasserwegen, das in den Niederlanden hervorragend ausgebaut war und den Transport wesentlich verbilligte. Im Bereich von Oldendorf-Utgast muss der Transport auf dem Landweg erfolgt sein. Dies drückt sich auch in den geringen Mengen aus, die hier nur bewegt wurden. Von Middelsbur aus konnte der dicht besiedelte Geestrand von Holtgast bis Westerholt bequem auf dem Wasserweg erreicht werden, so dass hier wesentlich größere Mengen transportiert werden konnten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vermutlich gibt es auch in anderen Marschenregionen Ostfrieslands vergleichbare Spuren, die allerdings noch nie systematisch erfasst wurden. Bedingt durch die schlechteren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Transportbedingungen blieb unsere Warftenlandschaft als typische Kulturlandschaft der Küste wesentlich besser erhalten als in den nördlichen Niederlanden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Axel Heinze Museum Leben am Meer Esens/Ostfriesland axel.heinze@gmx.de
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Literatur:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Karl-Ernst Behre: Ostfriesland  Wilhelmshaven 2014
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ude Hangen: Handgemachtes Land Esens 2015 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 21 Apr 2023 08:48:49 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/beispiele-von-warftenabgrabungen-fuer-duengezwecke-in-ostfriesland</guid>
      <g-custom:tags type="string">,Warftenabgrabungen</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild1-38cd0f0b.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild1-38cd0f0b.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Johann de Bloom - Kapitän auf großer Fahrt</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/johann-de-bloom-kapitaen-auf-grosser-fahrt</link>
      <description>„Vom Jungen aus Dornumersiel zum Kapitän auf großer Fahrt: Erfahren Sie die faszinierende Lebensgeschichte von Johann de Bloom im Zwei-Siele-Museum.“</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Der Weg eines Jungen aus Dornumersiel zur See 
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Johann+de+Bloom+als+junger+Kapit%C3%A4n..jpg" alt="Historisches Porträt von Kapitän Johann de Bloom in Kapitänsuniform"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Dornumersiel und Westeraccumersiel, zwei ewig konkurrierende Sielhafendörfer an der ostfriesischen Nordseeküste, waren im 18. und 19. Jahrhundert eine Heimat der Schifffahrt im Zeitalter der Segelschiffe. Hier lebte seefahrendes Volk, Kapitäne und Seeleute, Händler, Schiffbauer und Reeder. 160 Schiffe waren in dieser Zeit in beiden Häfen beheimatet, von der Schaluppe über die Kuff und die Galiot bis zum Schoner. Aber im 19. Jahrhundert wuchs der internationale Handel, und die Schiffe wuchsen mit. Gleichzeitig war die Dampfmaschine für die Schifffahrt einsatzfähig geworden und verdrängte langsam die Segelschiffe. Diese beiden Faktoren raubten den kleinen Sielhäfen nach und nach ihre Funktion, ihre Aufgaben verlagerten sich zunehmend in die großen Flusshäfen an Ems, Weser und Elbe. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Was sich nicht so leicht verdrängen ließ, war die Seefahrertradition. Am Lebenslauf von Johann de Bloom läßt sich diese Entwicklung verfolgen. Johann Christoph de Bloom wurde am 13. August 1870 in Dornumersiel geboren.  Er stammte aus einer alten Seefahrerfamilie. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Sein Vater war Eppe Janssen de Bloom *1842, Ⴕ1928, Schiffer auf großer Fahrt, der selbst 
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schiffe hier in den Häfen liegen hatte, die RINA in Westeraccumersiel und danach die 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            SIEVERINE in Dornumersiel. Später übernahm er die Gaststätte im Hafen von Westeraccumersiel und war Vormann des hier stationierten Rettungsboote AUGUST GRASSOW.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Großvater war Heere Janssen de Bloom, Sägemüller in Westeraccumersiel, *1807, 
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ⴕ1850. Als Urgroßvater wird Hicke Janssen de Bloom genannt, Schiffskapitän in Westeraccumersiel und Sägemüller *1781, Ⴕ1852. Er umsegelte mit der Amsterdamer Fregatte DE HARMONIE Kap Hoorn und machte sich einen Namen als Westindienfahrer. Dessen Vater war Eppe Janssen de Bloom, der aus Dornum stammte und 1776 in Westerbur getraut wurde. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bis zum 14. Lebensjahr besuchte Johann die Schule in Dornumersiel. In den Sielhafenorten achtete man bereits bei der Auswahl der Lehrer besonders auf deren Fähigkeiten im Schreiben, Lesen und Rechnen, denn wer in der Schifffahrt etwas werden wollte, musste später die Seefahrtsschule besuchen. Die Ausbildung dort war anspruchsvoll, wie Schulhefte dieser Schulen eindrucksvoll belegen. Sie war vergleichbar mit der Qualität der heutigen Fachhochschulen, wobei die Schüler allerdings als Voraussetzung nur den Schulabschluss der achtjährigen Volksschule benötigten. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Der Einstieg in die Seefahrt 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bereits in jungen Jahren begleitete Johann de Bloom als Schiffsjunge seinen Vaters Eppe de Bloom auf der Galiot RINA, die in Westeraccumersiel beheimatet war. Danach wechselte er mit seinem Vater auf den Schoner SIEVERINE, der Dornumersiel als Heimathafen hatte. Diese Fahrten führten ihn nach Königsberg, Göteborg, Amsterdam, Aberdeen und Leith in 
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schottland. Damit hatte er also Nord- und Ostsee als Schifffahrtsrevier kennengelernt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Später wechselte er auch auf größere Segler in anderen Häfen. Zum Beispiel fuhr er auf dem Vollschiff (Bark) BREMERHAVEN unter Kapitän Barenborg nach New York. Über ein besonderes Weihnachts-Erlebnis auf dieser Fahrt berichtete er in einem Brief an seine Eltern: 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             „Das Wetter war einige Tage gut gewesen. Am Morgen aber gab es schon wieder 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Schneeböen. Am Nachmittag die Bramsegel bergen. Die Situation verschlechterte sich weiter. Abend erst Marssegel reffen. Dann auch schon die anderen Segel mit beiden Wachen reffen. Schließlich bei immer heftigeren Winden Obermarssegel und Klüver festmachen. Lagen jetzt beigedreht. Es war sehr kalt und naß.“ 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Es war eine Winterfahrt, die sich durch verschiedene widrige Umstände über das 
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Weihnachtsfest erstreckte. Die relativ nüchterne Aufzählung der verschiedenen Maßnahmen an Bord lassen nur erahnen, wie hart die Arbeit selbst an Heilig Abend war. Ohne maschinelle Hilfsmittel, unmittelbar Wind, Wetter und Wasser an Bord ausgesetzt, das jederzeit winkende Seemannsgrab direkt vor Augen. Doch dann wurde es ruhiger. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            De Bloom in seinem Brief:
            &#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              „Endlich so gegen 22 Uhr hieß es: Steuerbordwache in die Koje. Dazu gehörte auch ich. Also hinein ins kalte nasse Logis. Nun aber schnell unter die Decken.“ 
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wie selbstverständlich klingt unter diesen Umständen eine eher lapidare Feststellung des jungen Mannes:
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             „An Weihnachten und Heiligabend dachte kein Mensch.“ 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Aber in diesem Punkt irrte de Bloom, wie er selbst im weiteren Verlauf seines Briefes feststellte.
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             „Nun hatten wir aber einen Jungen an Bord aus H. Der machte seine erste Reise. Seine Mutter hatte ihm eine Kiste an Bord geschickt, die er erst am Heiligabend öffnen sollte.“
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Dieser Junge und seine Kiste sollten entscheidenden Einfluss auf den Verlauf der Nacht nehmen:
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             „Ich wollte eben in die Koje, da hielt er mir die Kiste entgegen. Er bat mich mit Tränen in den Augen, ich möchte ihm doch helfen, Weihnachten zu feiern. Alle anderen wollten nichts davon wissen. Sie hatten schon mit Stiefeln nach ihm geschmissen.“ 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Johann de Bloom konnte die Situation nicht einfach mit einem Stiefelwurf quittieren und sich aufs Ohr legen.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Jetzt wurde mir doch anders. Nun wollen wir mal sehen, was dir deine Mutter zu Weihnachten schickt,“
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           sagte er zu seinem Kameraden. Sie öffneten die Kiste und fanden obenauf einen Zettel:
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             “Für dich und deine Kameraden zum Weihnachtsfest von deiner Mutter.“
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           Natürlich packten die jungen Burschen zügig weiter aus und brachten einige Dinge zum Vorschein:
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             „Ein kleiner Tannenbaum mit 8 Lichtern daran, dann 20 Pakete mit allen möglichen Keksen, Nüsse, Kuchen, zwei Pfund Zucker und zwei Flaschen Rum. Zuletzt der neue Tannenbaum mit weißem Zettel des Weihnachtsevangeliums.“ 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als die Kiste erst einmal offen war, waren die Kameraden doch nicht mehr so gleichgültig, wie sie zunächst mit ihren Stiefeln handfest demonstriert hatten.
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             „Alle Mann kamen jetzt heran, jeder war neugierig, sogar die Freien“
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           , bezeugte der Ostfriese seiner Familie. Und plötzlich war Weihnachten an Bord. Keiner hatte daran gedacht, und doch waren sie von der Stimmung ergriffen. Der Schluß des Briefs:
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             „Der Tannenbaum wurde auf dem Tisch festgenagelt, die Lichter angezündet. Dann musste der Junge das Weihnachtsevangelium vorlesen. Alles war still. Dann stimmte einer an ‚Stille Nacht‘. Alle wurden wie die Kinder.“
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit anderen Seglern kam er weltweit, Indien, Australien, China und Japan waren in seiner 
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Erinnerung geblieben. Dieser Weg über den Schiffsjungen zum Matrosen war der übliche Berufsweg in der Segelschifffahrt. In den Jahren 1890 und 91 leistete er seinen Militärdienst ab. Vermutlich geschah dies bei der kaiserlichen Marine. Bereits 1891, also nach sieben Jahren Fahrenszeit, erwarb er das Steuermannspatent an der Seefahrtsschule in Timmel. Ein Jahr später hatte er die Berechtigung, Fischereifahrzeuge zu führen.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In den Jahren 1894/95 befehligte er den Fischdampfer PAUL der in Geestemünde neu gegründeten Reederei Wurthmann, dann wechselte er zur Reederei Julius Wieting. Für diese Reederei fuhr er nachweislich 1897 von Geestemünde aus mit der BUTJADINGEN bis nach Island auf Fischfang. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Am 28. Dez. 1897 erwarb er das Schifferpatent für große Fahrt an der Schifffahrtschule Stade und hatte damit die Berechtigung, beliebige zivile Schiffe auf der ganzen Welt zu befehligen. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild1-489013cb.jpg" alt="Schiffer Johann de Bloom  (Archiv K.-H.-Wiechers-Stiftung)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Teilnahme an der OLGA-Expedition
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er erhielt er ein Angebot vom Deutschen Seefischerei-Verein (DSV), an einer Expeditionsfahrt ins Nordpolargebiet als erfahrener Fischereikapitän teilzunehmen. Dieses Angebot verdankte er vermutlich Reederei Wurthmann, denn dort charterte der DSV die Expeditionsschiffe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der SMS OLGA unter Kapitän von Dassel fuhr die Expedition am 22. Juni 1898 von WHV aus zur Bäreninsel und nach Spitzbergen, um dort die Gewässer und die Fischereimöglichkeiten zu untersuchen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Insgesamt waren 157 Mann Besatzung an Bord sowie eine Kommission des Deutschen Seefischerei-Vereins mit sechs Personen. Dazu gehörten Richard Dittmer, Kaiserlicher Kapitän z. See a.D. als Expeditionsleiter, Prof. Dr. Hartlaub von der biologischen Station auf Helgoland, der Fischdampferkapitän Johann de Bloom, Schiffer auf großer Fahrt, dem Fischmeister Lornsen von der biologischen Station auf Helgoland, dem Photographen und Architekten Bubenzer aus Hannover und dem norwegischen Angelfischer Thorwald Hansen aus Tromsø. Diese Kommission war für die wissenschaftliche Auswertung der Forschungsreise zuständig. Kapitän Dittmer dokumentierte die Ergebnisse in seinem Buch „Das Nordpolarmeer“, das von dem Deutschen Seefischerei-Verein 1901 in Hannover herausgegeben wurde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Allerdings hatte die Expedition einen geheimen Auftrag aus Berlin, eine mögliche Aneignung der Bäreninsel für das deutsche Kaiserreich zu untersuchen und vorzubereiten. Die wissenschaftliche Kommission war darüber nicht informiert. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch, da der deutsche Journalist Theodor Lerner kurz vorher einen ähnlichen Versuch unternommen hatte und damit massive diplomatische Komplikationen mit Russland und Norwegen auslöste. Die Bäreninsel war damals noch staatenlos nach internationalem Recht, war aber für die Fischerei und für die Gewinnung von Bodenschätzen ein begehrtes Ziel. Dieser Geheimauftrag dürfte der Grund gewesen sein, warum die Regierung in Berlin die Expedition als Tarnung mit bedeutenden finanziellen Mitteln gefördert hatte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf dieser Fahrt wurden bestehende Karten ergänzt und korrigiert, die Eisverhältnisse in der Region erkundet, die Wassertiefen in der Umgebung der Inseln gelotet und Fischereiversuche mit vielen verschiedenen Techniken durchgeführt und ausgewertet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die Bäreninsel-Expeditionen 1898 und 1899 verausgabte der Deutsche SeefischereiVerein kalligraphisch hochwertig gestaltete Teilnehmer-Diplome. Hier das Ehren-Zeugnis für Kapitän J. de Bloom von der „Olga“, unterzeichnet von Walther Herwig, (Ausschnitt;
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Walfangsammlung Dedecke).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Das Diplom für Johann de Bloom enthielt folgenden Wortlaut: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die zweite Expedition im Jahr 1899
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für das folgenden Jahr 1899 war von Anfang eine weitere Expedition geplant, auf der die Bodenschatzvorkommen auf der Bäreninsel erkundet und gezielte Fischfangversuche in der Umgebung der Inseln durchgeführt werden sollten, um ein weiteres Fangrevier für die deutsche Hochseefischerei zu erschließen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Nachfrage nach Fisch im Deutschen Reich war derart gestiegen, dass die bisher genutzten Fanggründe nicht mehr ausreichten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diese Expedition wurde mit drei verschieden Schiffen durchgeführt. Fischdampfer AUGUST aus Geestemünde mit 12 Mann Besatzung als Fischfänger (33,74m lang) unter dem Kommando von Johann de Bloom sollte mit verschiedenen Methoden Probefischungen vornehmen. Fischdampfer ELMA (32,1m lang) aus Bremerhaven unter dem Kommando von P. Peters – einem Schwager von Johann de Bloom - aus Nordenham mit 9 Mann Besatzung und 2 norwegischen Walfängern war für den Walfang ausgerüstet. Der Dreimastschoner VIGILANT (45,72m) aus Kiel war mit Besatzung für Transport von Kohlen und Materialien angeheuert worden. Auf dem Rückweg war er für den Transport der Fischerei-Erträge gedacht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf der Bäreninsel sollte eine Landstation mit 7 Mann Besatzung eingerichtet werden, um die Insel sorgfältig zu erkunden. Expeditionsleiter für das gesamte Unternehmen war der Hafenmeister F. Duge aus Geestemünde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Am 29. April 1899 lichteten die Schiffe ihre Anker mit dem Ziel Bäreninsel, aber die Fahrt gestaltete sich wesentlich schwieriger als geplant. Wegen widriger Winde musste die VIGILANT auf weiten Strecken durch die Fischdampfer geschleppt werden. Dadurch wurden die Kohlenvorräte derart in Anspruch genommen, dass in Hammerfest am 8. Mai nachgebunkert werden musste. Aber der Aufenthalt in Hammerfest zog sich in die Länge.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Erst am 18. Juni konnte die Bäreninsel erreicht werden, da sie bis dahin vom Eis blockiert war.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als geeigneter Anlegeplatz war bereits auf der OLGA-Expedition eine Bucht an der Nordseite der Insel ausgewählt, die auf den Namen Herwig-Hafen getauft wurde. Dr. Herwig war damals der Präsident des Deutschen Seefischerei-Vereins. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild3-05b953ce.jpg" alt="Karte des Herwigshafens"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild4.jpg" alt="Geh. Regierungsrat Dr. h.c. Walther Herwig (1838-1912),   Mitgründer und Präsident des Deutschen Seefischerei-  Vereins."/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die Forschungsstation auf der Bäreninsel waren ein Blockhaus von 20 x 6 m, eine kleine Dampfbarkasse sowie einige Boote mitgenommen worden. 7 Personen sollten als Erkundungsgruppe während der Expedition fest auf der Bäreninsel stationiert werden. Als Gezeitenhub wurde 0,8 – 1,2 m ermittelt, das Wetter war sehr oft von Nebel bestimmt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf der Bäreninsel wurde am Herwig-Hafen das Blockhaus aufgebaut und eine FischereiStation mit Trockenapparaten eingerichtet. Für die Walfangstation wurde eine Transiederei installiert. Für Transporte über Land war ein Lokomobil mitgeführt worden, das nur mit großer Mühe an Land gebracht werden konnte. Es verblieb auf der Insel für weitere Aktivitäten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als die Expedition die Station am 7. August verließ, wurde die Blockhütte mit Notproviant ausgestattet und die technischen Geräte gesichert zurückgelassen. Die Expeditionsleitung rechnete wohl mit einer Fortsetzung der Aktion im nächsten Jahr. Aber nach der Rückkehr in Hamburg am 20. August 1899 stand fest, dass es keine Fortsetzung geben würde. Offenbar war die finanzielle Unterstützung durch die Reichsregierung in Berlin eingestellt worden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Johann de Bloom wurde für seine Leistung bei dieser Expedition wiederum mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet, aber mit dem Ende dieser Fahrt war er freigestellt, denn eine Fortsetzung der Erkundungen war nicht geplant. Er war inzwischen 29 Jahre alt und musste seinen weiteren Lebensweg planen. An dieser Stelle kommt sein Heimatort wieder ins Bild. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild5.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ehren – Zeugnis
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Herrn Schiffskapitän J. de Bloom aus Westeraccumersiel sagen wir für seine erfolgreiche Theilnahme an unserer Expedition zur Bäreninsel 1899 unseren besten Dank.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Berlin im Dezember 1899 „Deutscher Seefischerei-Verein“   gez. Herwig 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In festen Bahnen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 27. Dezember 1899 heiratet er Brunhilde Fokken, Tochter von der Domäne Friedland im Westerburer Neuland, nur wenige hundert Meter südöstlich von Westeraccumersiel. Dies belegt, dass er immer Kontakt mit seinem Geburtsort gehalten hatte. Ein Foto aus seinem Nachlass zeigt ihn vermutlich mit seinem Vater vor dessen Wohnung am alten Hafen von Westeraccumersiel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild6-0c1f9e68.jpg" alt="Vater und Sohn de Bloom am alten Hafen von Westerraccumersiel (Archiv K.-H.-Wiechers-Stiftung)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild7.jpg" alt="Hochzeitsbild von Johann und Brunhilde de Bloom geb. Fokken  (Archiv K.-H.-Wiechers-Stiftung)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 1. März 1901 tritt er eine Stelle als Teilhaber und Kapitän bei der Dampfschiffs-Rhederei Norden an. Zunächst fährt er von Norddeich aus mit der OSTFRIESLAND nach Norderney, Juist und Langeoog und später mit dem Raddampfer FRISIA IV auf diesen Strecken. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für einen Kapitän auf großer Fahrt sicher nicht das schönste Schiff, aber es bot den Vorteil, dass er jeden Tag zuhause bei seiner Frau verbringen konnte, für einen Kapitän die Ausnahme.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Jahr 1908 erbaute er sich ein Wohnhaus in Norddeich an der Hauptstraße 55, heute Norddeicher Straße 255. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild8-69e61147.jpg" alt="Der Raddampfer FRISIA IV im Jahr 1920     (Archiv K.-H.-Wiechers-Stiftung)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild9-7b07d34a.jpg" alt="Ehepaar de Bloom (Archiv K.-H.-Wiechers-Stiftung)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 31.12.1937 hatte er sein Rentenalter erreicht, aber er diente der Frisia-Reederei noch bis zum 1. August 1948 als Betriebsinspektor. Am Stapellauf der neuen FRISIA IV nahm er als Ehrengast teil und ein Bild dieses Schiffes zierte auch seine Wohnung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dazu gehörte natürlich auch das in Öl gemalte „Kapitänsbild“ ‚seines‘ Raddampfers, er knüpfte also an die Tradition seiner Vorfahren an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Norder Kurier widmete ihm und seiner Frau am am 24. Dezember 1959 zu ihrer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diamantenen Hochzeit einen ausführlichen Artikel. Johann de Bloom starb Anfang November 1960, am 4.11.1960 finden wir im Norder Kurier seinen Nachruf. Seine Frau ist kurz nach ihm verstorben, die Ehe war kinderlos geblieben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ostfriesland und der Ruf der See
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute ist Ostfriesland bekannt als Land der Fischer und Bauern am Ende der Welt. Hier kann man gut Fisch essen, die Ruhe und das Meer genießen, also das ideale Urlaubsland. Die Geschichte von Johann den Bloom zeigt, dass dieses Land noch einen anderen Hintergrund hat: Ein Land der Segelschiffe, der Seemänner, der Kapitäne, die ihre Schiffe in ferne Gewässer führten und sicher wieder nach Hause brachten in ihre geliebte Heimat, die sie nicht loslassen konnten oder die sie nicht losließ. Als Kapitän auf großer Fahrt war hier kein Einkommen mehr zu erzielen, dafür aber im Fährverkehr zu den Inseln. Auch damit blieb man dem Meer nahe und leistete seiner Heimat einen Dienst. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild10.jpg" alt="Foto des Raddampfers von Johann de Bloom"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/20220207_152834-2-047a0763.jpg" alt="Gemälde des Raddampfers von Johann de Bloom"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="/blick-ins-buch-de-bloom"&gt;&#xD;
      
           Blick ins Buch →
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Layout+1.jpg" alt="Buch Johann de Bloom - Kapitän auf großer Fahrt"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Johann de Bloom -
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kapitän auf großer Fahrt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Weg eines Jungen aus Dornumersiel zur Seefahrt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           von Axel Heinze und Helga Wiechers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Broschiert
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           36 Seiten, reich bebildert
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Während der Öffnungszeiten im Museum oder auf
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/mitglied-werden"&gt;&#xD;
      
           Anfrage
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            erhältlich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Johann+de+Bloom+als+junger+Kapit%C3%A4n..jpg" length="290531" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 19 Jan 2023 22:20:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/johann-de-bloom-kapitaen-auf-grosser-fahrt</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Johann+de+Bloom+als+junger+Kapit%C3%A4n..jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Johann+de+Bloom+als+junger+Kapit%C3%A4n..jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bedeutender Zugewinn</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/bedeutender-zugewinn</link>
      <description>„Das Gesicht der Nordsee: Johannes Bietz' Porträt eines Fischers als ausdrucksstarke Kohlezeichnung. Jetzt mehr über diesen Neuzugang in Dornum erfahren.“</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Bedeutender Zugewinn für das Zwei-Siele-Museum
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    
          Johannes Bietz: Portrait eines Fischers
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Johann+Georg+Bietz+Fischer+Kohlezeichnung+sw-79bed4c1.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein in Aurich geborener Kunstsammler hat dem Zwei-Siele-Museum ein Bild des
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ostfriesischen Malers Johannes Georg Bietz geschenkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Bild gehört nach seiner Auffassung nach Ostfriesland und in die Öffentlichkeit. Es passt in die Thematik des Zwei-Siele-Museums und hat damit eine neue Heimat gefunden.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Es handelt sich um ein Portrait eines alten Fischers, eine Kohlezeichnung des Malers
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Johannes Georg Bietz. Er wurde 1913 in Ihrhove geboren und machte nach der Volksschule zunächst eine Mechanikerausbildung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Danach widmete er sich zunächst autodidaktisch der Malerei. Erst spät konnte er ein Studium an der Nordischen Kunsthochschule in Bremen aufnehmen, das er 1941 abschloss. Zumeist malte er Landschaften und Portraits seiner Umgebung in vielen verschiedenen Techniken, die oft in Naturalien bezahlt wurden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die meisten seiner Bilder sind im Familienbesitz geblieben oder waren Auftragsarbeiten für kanadische Soldaten, die heute in Kanada zu finden sind. Bietz starb krankheitsbedingt 1948 in Leer und wurde auch dort begraben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Die Fischerei ist eines der Themen des Zwei-Siele-Museums.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach dem Verschwinden der Segelschifffahrt aus den Sielhäfen wurde sie hier zum wesentlichen Broterwerb, bevor sich der Fremdenverkehr entwickelte. Das Portrait einer markanten Fischerfigur ergänzt diese Thematik im künstlerischen Bereich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Das Museum dankt dem Spender für diesen wertvollen Zugewinn.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Johann+Georg+Bietz+Fischer+Kohlezeichnung+sw.jpg" length="174493" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 20 Dec 2022 20:29:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/bedeutender-zugewinn</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Johann+Georg+Bietz+Fischer+Kohlezeichnung+sw.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Homm</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/ein-mittelalterliches-juristisches-problem-und-seine-loesung-in-der-neuzeit</link>
      <description>„Was verraten Flurnamen über unsere Vergangenheit? Entdecken Sie das Rätsel um den ‚Homm‘ bei Westeraccum – ein Stück ungeschriebene Geschichte im Zwei-Siele-Museum.“</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
  - ein mittelalterliches juristisches Problem und seine Lösung in der Neuzeit

                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    
                    
    
  
    
  
         Axel Heinze – Zwei-Siele-Museum Westeracumersiel
         
  
    
  
    
                    &#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
      
    
      
    
          Flurnamen verraten viel über unsere Geschichte, selbst aus den Zeiten des Mittelalters, aus denen uns kaum historische Zeugnisse überliefert sind. Ein Beispiel dafür ist der „Homm“, ein sonderbarer Flurbereich nördlich von Westeraccum, der sich einer Namensdeutung bislang weitgehend widersetzt hat.[1]
         
  
    
  
    
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Landschaftsentwicklung
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Der „Homm“ ist ein Flurbereich, der zum Teil in der Gemarkung von Westeraccum liegt, zum
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Teil in der Gemarkung von Dornumergrode. Bereits die Zugehörigkeit zu zwei verschiedenen
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Gemarkungen, die zudem noch zu zwei verschiedenen mittelalterlichen politischen
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Territorien gehören, lassen Böses vermuten. Dornumergrode gehört zur
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Häuptlingsherrschaft bzw. Herrlichkeit Dornum und damit zum ostfriesischen
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Herrschaftsgebiet, während Westeraccum Bestandteil des Harlingerlandes war, das erst
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           1599 zu Ostfriesland stieß. Die Grenze zwischen beiden Ländern war hier schon immer die Accumer Ee – heute Dornumersieler Tief genannt –, ein altes Marschengewässer aus der Zeit vor der Eindeichung.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
                        
        
        
          
        
             
           
      
        
      
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="file:///D:/Downloads/Heinze_Der%20Homm_PW.pdf#_ftnref1" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           [1]
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
            Die Deutung des Flurnamens „Homm“ stellt ein großes Problem dar, denn der Naturraum mit der leicht erhöhten Lage des Ackerlands, das bereits mit der ersten Eindeichung hinter dem Deich lag, passt nicht zu der üblichen Deutung von "Hamm" als tief liegendes Klei- oder Weideland. (Vgl. Ham, hom … ten Doornkaat, Bd. 2, S. 19 -22; Remmers, S. 259-260). Deshalb soll dieses Problem in dem vorliegenden Beitrag ausgeklammert bleiben und nur die historisch-juristische Problemstellung eingehender behandelt werden.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Auf der Höhenkarte wird sichtbar, dass der „Homm“ eine etwas erhöhte Halbinsel in einer ehemaligen Flussschlinge ist und damit eindeutig östlich der Accumer Ee gelegen hat. Deshalb muss er zum Harlingerland gehört haben. Die rekonstruierte Höhenkarte aus der Zeit vor dem Deichbau zeigt den „Homm“ in seiner ursprünglichen Lage. 
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           [1] Die Deutung des Flurnamens „Homm“ stellt ein großes Problem dar, denn der Naturraum mit der leicht erhöhten Lage des Ackerlands, das bereits mit der ersten Eindeichung hinter dem Deich lag, passt nicht zu der üblichen Deutung von "Hamm" als tief liegendes Klei- oder Weideland. (Vgl. Ham, hom … ten Doornkaat, Bd. 2, S. 19 -22; Remmers, S. 259-260). Deshalb soll dieses Problem in dem vorliegenden Beitrag ausgeklammert bleiben und nur die historisch-juristische Problemstellung eingehender behandelt werden. 
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Wasserwirtschaftliche Maßnahmen
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Mit Hilfe eines kurzen Kanals als Durchstich durch den Hals des „Homm“ wurde der
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Wasserabfluss im Tief wesentlich verbessert. Der Weg des Wassers wurde kürzer und das Gefälle verstärkte sich. Dieser Kanal wurde vermutlich nach 1362 angelegt. In diesem Jahr wurde das alte Accumer Siel bei der Sturmflut „Große Manndränke“ zerstört. Um die Lücke wieder zu schließen, musste der Abfluss verringert werden. Das wurde mit diesem Bypass erreicht. 
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Allerdings geriet der „Homm“ dadurch auf die Westseite der Ee und lag damit im Territorium Ostfrieslands. Wem gehörte nun dieses Land? Marschenland [?aus den Ausführungen oben könnte man schließen, dass es sich um höher liegendes Sandland handeln muss] war unermesslich fruchtbar und brachte damit hohe Gewinne bei der landwirtschaftlichen Nutzung und damit für den Landesherrn hohe Erträge an Abgaben. Andererseits konnten die Besitzer dieser Flächen aus dem Harlingerland ihre Flurstücke nur noch mühsam erreichen. Entweder mussten sie sich eines Boots bedienen oder große Umwege in Kauf nehmen.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Offenbar hat man sich hier auf einen Kompromiss geeinigt. Die Regemortsche Flur-Karte von 1674 bildet die Flurgrenzen quer durch den „Homm“ ab, weist aber nur die Flurstücke mit ihren Besitzern aus, die zum Harlingerland gehörten. Die westliche Flurgrenze war damit die Landesgrenze. 
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Der östliche Teil war im Besitz des Harlingerlandes geblieben, während der westliche Teil der Herrlichkeit Dornum zugeschlagen wurde. 
          
    
      
    
    
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
        
          
        
            Anders wurde die Situation durch den Bau einer zweiten Laufverkürzung, die auch den südlichen Mäanderbogen mit dem Namen „Papenland“ abschnitt. Damit wurde die Abflussleistung noch einmal wesentlich verbessert. Erst jetzt konnten die benachbarten Parteien sich daran machen, die Deichlücke wieder zu schließen. Man errichtete jeweils westlich und östlich der alten Sielbruchstelle ein neues Sielbauwerk (auf der Karte rot markiert). Damit wurde es 1449 möglich, den alten Sielbruch mit einem Abschlußdeich zu sichern. Nur die Frage des Landbesitzes war damit noch nicht geklärt.
           
      
        
      
      
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      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Aber in diesem Fall waren die Besitzverhältnisse anders gelagert. Der Flurname „Papenland“ verrät, dass dieses Land kirchlicher Besitz war. Dafür brauchten keine Abgaben an den Staat entrichtet zu werden, und dies galt auch noch 1674, als die regemortsche Karte erstellt wurde. Die Kirche von Westeraccum wollte ihr Land natürlich weiter nutzen. Es brauchte nicht geteilt zu werden und gehörte weiterhin zum Harlingerland, auch wenn es genau wie der „Homm“ die „Seiten gewechselt“ hatte. Die Grenze blieb hier der vormalige Flusslauf, der jetzt zu einem Graben degradiert war. Die Regemortsche Karte belegt dies. 
          
    
      
    
    
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Jüngere Entwicklung
          
    
      
    
      
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      &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Auf der Campschen Karte von 1806 wird aber der heutige Wasserlauf des Dornumer Sieltiefs als Grenze angegeben, ebenso verhält es sich im Papenschen Atlas von 1843. Offenbar war die auf der Regemortschen Karte festgelegte Grenze in Vergessenheit geraten. 
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                          
          
        
          
        
            Dahingegen zeigt die Urkatasterkarte von Westeraccum, dass das „Papenland“ und der
           
      
        
      
        
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        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                          
          
        
          
        
            „Homm“ im Jahr 1871 wieder weitgehend dem Harlingerland zugeordnet sind. Auf dieser
           
      
        
      
        
                        &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                          
          
        
          
        
            Karte wird eine Grenze zwischen beiden Gemarkungen angegeben, auf die sich die beiden
           
      
        
      
        
                        &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Parteien Dornumergrode und Westeraccum am 3. Mai 1877 geeinigt haben (NLA AU Rep. 15 Nr. 1245). Vorrausgegangen war ein jahrlanger Streit zwischen den beiden Gemeinden, weil sich herausgestellt hatte, dass die Hypothekenbücher und die Grundbücher bei den Gerichten nicht mit der Grenzziehung durch den Wasserlauf übereinstimmten. Die alte Grenzziehung auf der Regemortschen Karte wurde nicht zurate gezogen, es wurden vor allem Grundstücksbesitzer auf dem Homm aus beiden Gemeinden befragt und Ortstermine vorgenommen. Die Auseinandersetzung zwischen Dornumergrode und Westeraccum dauerte von 1871 bis 1877. Eine dabei immer wieder zitierte handgezeichnete Kartenskizze ist leider nicht mehr erhalten. 
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Diese neue Grenze auf dem „Homm“ liegt schließllich etwas weiter östlich als 1674 von Regemort eingezeichnet. Die Gemarkungsgrenzen der späteren Gemeinden orientierten sich an dieser Festsetzung, wie man auf der Flurnamenseite beobachten kann. Auffällig ist die Streifenflur des „Homm“, die doch lange Zeit gehandhabt blieb. Es könnte sich um die Spur einer mittelalterlichen Streifenflur handeln, die hier bedingt durch die umstrittenen Grenzverläufe lange Zeit unverändert erhalten blieb und schließlich als Grenzlinie gewählt wurde. 
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Fazit
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
        
          
        
            Wasserwirtschaftliche Maßnahmen können also durchaus rechtliche Probleme nach sich ziehen. Wasserläufe stellten in unserem Land schon seit frühester Zeit Grenzen dar. Hier hatten die Herrschenden sich bereits im Mittelalter auf einen Kompromiss geeinigt, wie die Regemortsche Karte zeigt. Dieser war wohl eine zeitlang in Vergessenheit geraten, hat sich aber dann schließlich in der Festlegung der Gemarkungen wieder durchgesetzt. Damit ist der Name „Homm“ abe immer noch nicht erklärt. Es handelt sich mit Sicherheit um eine mittelalterliche Benennung, da dieseer Bereich bereits nach der ersten Bedeichung kultiviert werden konnte. Die übliche Deutung für "Hamm" kommt nicht in Betracht, da es sich um einen hochliegenden und hochwertigen ackerfähigen Bereich handelt. Eine Deutung nach einem Familiennamen erscheint auch nicht sinnvoll, da die alten Karten auf eine Streifenflur hinweisen, die normalerweise unterschiedliche Besitzer hatten, im Gegensatz zum "Papenland", das noch bei Regemort als ehemaliger Kirchenbesitz gekennzeichnet ist. Immerhin wurde der "Homm" zu einem Zeugnis einer uralten rechtlichen Auseinandersetzung, die sich bis in unsere Zeit hin ausgewirkt hat.
           
      
        
      
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
            
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                          
          
        
          
        
            Quellen:
           
      
        
      
        
                        &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                          
          
        
          
        
            Niedersächsisches Landesarchiv NLA AU Rep. 15 Nr. 1245 Die Regulierung der Grenze zwischen den Ämtern Norden und Esens im Bereich zwischen Dornumergrode und Westeraccum 1871 – 1877
           
      
        
      
        
                        &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                          
          
        
          
        
            Wiard Hinrichs Die Grundstücke des Amtes Esens 1670 nach der Vermessung von Regemort, verzeichnet in der Reihenfolge der Parzellennummern. Digitale Bibliothek der Ostfriesischen Landschaft.
           
      
        
      
        
                        &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                          
          
        
          
        
            Niedersächsisches Landesarchiv NLA AU Rep. 244 C 2822 Regemortsche Karte der Vogtei Westeraccum von 1674
           
      
        
      
        
                        &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                          
          
        
          
        
            ﻿
           
      
        
      
        
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        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild1-68d65b25.jpg" length="19805" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 20 Dec 2022 19:59:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/ein-mittelalterliches-juristisches-problem-und-seine-loesung-in-der-neuzeit</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild1-68d65b25.jpg">
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>„Wir sind noch einmal davongekommen!“</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/wir-sind-noch-einmal-davongekommen</link>
      <description>„‚Wir sind nochmal davongekommen‘ – Die Sturmflut 1962 in Dornumersiel. Erleben Sie packende Zeitzeugenberichte und historische Aufnahmen im Zwei-Siele-Museum.“</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Die Auswirkungen der Hamburg-Sturmflut 1962 im Harlingerland  
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           von Axel Heinze 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild23a-adcb60a9.jpg" alt="Fotografie vom Hafen in Dornumersiel nach der Sturmflut 1962. "/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    
          Jede Sturmflut hat genau an einer Stelle ihre stärksten Auswirkungen: Dort, wo die größte Anzahl ungünstiger Faktoren zusammenkommt. Bei der Februar-Sturmflut 1962 war es offenbar Hamburg, weshalb diese Sturmflut auch Hamburg-Sturmflut genannt wird. Zu den Faktoren gehören der Zeitpunkt des Hochwassers, die Stärke und Richtung des Windes, der Stand von Mond und Sonne zueinander, der Abstand des Mondes von der Erde und viele andere Faktoren. 
          &#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Sturmflut hatte 340 Tote zur Folge, davon 315 alleine in Hamburg. Aber natürlich gab es auch Auswirkungen in einem weiten Umfeld. Wie sah es damals hier im Harlingerland aus? 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auch in Ostfriesland war ein Deich gebrochen. Der Völlener Deich an der Ems nördlich von Papenburg war zerstört und der Polder unter Wasser gelaufen. Aber es hat hier keine Todesopfer gegeben. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Insgesamt waren hier an der Küste 3000 ha Land überspült, aber nicht durch Deichbruch, sondern durch überlaufendes Wasser an den Deichen, weil diese eine viel zu geringe Höhe hatten. Es waren aber in aller Regel nicht die Seedeiche, sondern die flacheren Deiche vorgelagerter Polder wie zum Beispiel der Dammspolder östlich von Westeraccumersiel und Westerburer Polder zwischen Westerbur und Bensersiel. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Westeraccumersiel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im alten Hafen von Westeraccumersiel stand das Wasser wenige Zentimeter unter der Deichkrone. Es erreichte eine Höhe von 3,30 m über Mittelhochwasser. Wäre der Deich hier gebrochen, dann wäre das gesamte Harlingerland unter Wasser gelaufen und der Bahnhof in Dornum wäre noch überflutet worden. Nur die Häuser auf den alten Warften wären in Sicherheit gewesen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Schwiegereltern von Helga Wiechers berichteten, dass in Westeraccumersiel in der Nacht ein Bus bereit stand für die älteren Gemeindemitglieder, um sie in sichere Bereiche zu evakuieren. Er kam nicht mehr zum Einsatz, weil das Wasser nicht weiter stieg. Das Hochwasser war am 17.2.62 für Bensersiel vorausberechnet für 11 Uhr 09, erreichte aber bereits 2 Stunden 20 Minuten vorher um 8 Uhr 49 seinen höchsten Punkt und stieg dann nicht weiter. Offenbar hatte die Sturmflut ihren Zenit überschritten. Der Westeraccumersiel war, anders als 1717 und 1825, vor einer Zerstörung bewahrt geblieben.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             An den Sielen gab es keine Schäden, da alle Sturmtüren rechtzeitig geschlossen wurden. In die Deichscharten waren die Bohlen eingelegt und die Zwischenräume dann mit Sand gefüllt worden. Zudem ist dieser Hafen nach Nordosten ausgerichtet, so dass die Sturmflut hier nicht so stark angreifen konnte. In dem Edenschen Hause hinter dem Westeraccumersieler Rettungsschuppen, und damit damals außendeichs, stand das Wasser bis an die Fensterbänke. Es wird erzählt, dass Frau Eden bei Sturmfluten immer auf dem Tisch saß, weil sie nicht aus dem Haus wollte.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Allerdings wird berichtet, dass sich beim höchsten Wasserstand zahlreiche Fischkutter im Hafen losgerissen hatten. Mehrere Männer bestiegen ein Boot und vertäuten die Schiffe an Telefonmasten, Zaunpfählen und anderen geeigneten Objekten. Losgerissene Schiffe können riesige Schäden an den Deichen verursachen, wenn sie von der Brandung immer wieder gegen den Deich geworfen werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gründeich und Westerburer Polder
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Westerburer Polder wurde ein Deichbruch befürchtet, deshalb sollten die beiden Höfe geräumt werden. Aber bevor dies vorbereitet war, stand das Wasser schon kniehoch im Polder. Das Vieh konnte nicht mehr weggebracht werden, nur die Bewohner wurden hinter den Seedeich gebracht. Allerdings stieg das Wasser nicht weiter, so dass der Deich gesichert werden konnte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Landwirt und Obersielrichter a.D. Gerd Wessels aus Gründeich berichtet, dass er seine Frau mit den Kindern bereits nach Fulkum auf die Geest in Sicherheit gebracht hatte. Er selbst musste vor Ort bleiben, weil er einen der wenigen Telefonanschlüsse hinter dem Deich hatte.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Kolk im Gründeich vor ihrem Hof war durch den Deichbruch 1825 entstanden und 1962 konnte man von ihrem Hof aus bereits die Wellenköpfe vor dem Polder über dem Deich sehen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Hermann Zeiger wohnte damals mit seiner Mutter am Strengeweg und arbeitete als Landarbeiter.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Er kann sich noch gut an die Ereignisse im Westerburer Polder erinnern. Unmittelbar beim Hof Deters, dem östlichen Hof im Polder, war der Deich massiv geschädigt, ein 10 m breites Loch war in den Deich gerissen und der Polder stand unter Wasser. Der Polderdeich war damals niedriger als der Gründeich, der auch als Seedeich gewidmet war. Es gab noch keinen Deichverteidigungsweg, so dass die Kühe vom Hof durch das Wasser zum Gründeich geleitet werden mussten. Diese Arbeit leistete eine Bundeswehreinheit, die hier zum Deichschutz eingesetzt war. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Hamburg-Sturmflut+mit+Bildern-2.jpg" alt="Blick in den Westerburer Polder nach der Sturmflut 1962"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf dem Hof Janssen waren die Kühe im Stall geblieben und standen dort bis zum Euter im Wasser, haben dies aber gut überstanden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schaulustige behinderten die Deichsicherungsmaßnahmen massiv. Ihre Autos mussten zunächst an die Seite geschafft werden, die Neugierigen wurden von der Polizei verpflichtet, beim Füllen und Tragen von Sandsäcken mitzuhelfen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild22-240fbbdc.jpg" alt="Fotografie von Pferdekutschen, die Gips zum Polder liefern, der nach der Sturmflut 1962 in den Boden eingearbeitet werden musste"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Polderboden war durch das Salzwasser massiv geschädigt. Nach der Sturmflut wurden große Mengen Gips in den Polder geliefert, der in den Boden eingearbeitet werden musste.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bensersiel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das gemauerte Sielbauwerk in Bensersiel hatte dem Angriff der Sturmflut getrotzt. Aber es war deutlich geworden, dass auch hier eine Deicherhöhung und ein neues Siel erforderlich wurde. Allerdings hatte der Deich westlich von Bensersiel keinen Schlafdeich mehr hinter sich, weil der Deich bereits früher zurückgezogen wurde. Wäre es hier zu einem Deichbruch gekommen, hätte das Wasser wie 1825 unmittelbar vor der Stadt Esens gestanden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In Esens wurde am Freitag, den 16. Februar um 21.30 Uhr Katastrophenalarm ausgelöst. Im Bensersieler Hafen sah es am Morgen des 17. Februar beängstigend aus. Das Wasser war zwar inzwischen etwas gefallen, überflutete aber noch immer das gesamte Hafengelände. Die große schwimmende Granatdarre, die normalerweise am westlichen Hafeneingang lag, war vom Sturm losgerissen und weggeschwemmt worden. Aber die Zeit der Darren war sowieso abgelaufen, ihre Geruchsentwicklung vertrug sich nicht mit dem zunehmenden Fremdenverkehr. In den Darren wurde Granat getrocknet, um ihn als Hühnerfutterzuschlag zu nutzen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild23-a8f03eb2.jpg" alt="Fotografie vom Hafen in Dornumersiel nach der Sturmflut 1962. "/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Wohnwagen einer Baufirma trieb in der Nähe des Siels im Wasser, auch umfangreiches anderes Treibgut. Bei der damaligen Badeanstalt, dem Meerwasserschwimmbecken, lief die See bis hoch an den Deich. Die Strandhalle und andere Gebäude standen alle unter Wasser. Am Abend des 16.2. lief abends noch das Passagierschiff „Mecki“ von Langeoog ein, allerdings konnten die Fahrgäste nicht an Land kommen und mussten einige Stunden auf dem Motorschiff ausharren. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild24-17b16568.jpg" alt="Alte Fotografie von Hafen Neuharlingersiel nach der Sturmflut 1962"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neuharlingersiel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hier erreichte der Pegel 9,15 m über Pegelnull und damit 3,25 m über Normal. Das Wasser stand bis nach Mitternacht noch immer bis an die damals kurz vorher errichtete Schutzmauer. Diese Mauer hat 1962 den Ort gerettet. Sie wurde in den 80-er Jahren durch aufgesetzte Planken erhöht, aber auch dieses Maß bietet heute keine Sicherheit mehr.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zwei Baubuden im Hafen waren zusammengefallen und abgetrieben. Das Spiekerooger Fährschiff war im Neuharlingersieler Hafen festgemacht, weil es an dem damaligen Inselanleger am Westende der Insel zu sehr gefährdet gewesen wäre.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Östlich von Neuharlingersiel, wo früher auch eine Darre stand, war der Deich stark angegriffen. Unmittelbar vor der Kappe an der Außenseite klaffte ein großes Loch, in dem die Wogen unablässig wühlten. Feuerwehrleute und Männer des Siels standen mitunter bis zum Hals im eisigen Wasser, um die Gefahrenstelle mit Pfählen, Buschwerk und Sandsäcken zu sichern. Auch in Richtung Harlesiel hatte der Deich des Friedrichsgroden in der Umgebung von Dreihausen mehrere Schwachstellen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild25.jpg" alt="Altes Foto der Deichanlagen von Harlesiel, die die Sturmflut 1962 gut überstanden."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Harlesiel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hafen und Deichanlagen von Harlesiel waren erst wenige Jahre zuvor völlig neu erbaut worden und haben ihre Feuertaufe in dieser Sturmflut gut überstanden. Der Pegel erreichte hier mit 9,10 m um 18.50 Uhr seinen Höchststand. Wäre dieses Siel nicht gewesen, hätte die alte Friedrichschleuse sicherlich Probleme bereitet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Langeoog
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei dem orkanartigen Sturm brach die Flut tief in die Dünen Langeoogs ein. Die Flut drang in den
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Großen Sloop, das Wasser lief in eine Wohnbaracke im Pirola-Tal. Die Bewohner wurden von den Wellen überrascht, konnten sich aber retten. Die Wohnung wurde noch in der Nacht von der Inselfeuerwehr geräumt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Randdünen waren an der Nordwestecke bei Rathmann auf 180 m bis zu 20 m in der Tiefe verschwunden. Die „Kajüte“ wurde von den Fluten umspült, die Gewächshäuser in der Nähe überflutet. Vom neuen Flinthörndeich waren 250 m fortgespült, der Rest sehr beschädigt. Feuerwehrleute und Schüler waren über Stunden damit beschäftigt, Sandsäcke zu füllen, um damit weitere Dünenabbrüche zu verhindern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Allerdings befand der Dünenmeister Gerdes, dass die Insel verhältnismäßig wenig gelitten hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Spiekeroog
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Insel Spiekeroog hatte viel stärker gelitten. Die Deiche am Bahnhof und auf dem Heller wurden überflutet und 90 % der Häuser wurden in Mitleidenschaft gezogen. Im Bahnhof stand das Wasser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1,5 m hoch. Theodor Janssen von Spiekeroog berichtete, dass die Giftbude vollständig verschwunden war, nur ein paar Mauern von einem Neubau standen noch. Auf dem Strand lag nur noch ein Trümmerfeld. Die Düne, die Promenade und auch die schräg gemauerte Schutzmauer waren vollständig zerstört. Die Stromversorgung war schon frühzeitig ausgefallen, zeitweise gab es kein Trinkwasser und die Telefonverbindungen waren ausgefallen. Hubschrauber der Bundeswehr versorgten die Insel mit dem Notwendigsten und brachten zwei werdende Mütter ins Krankenhaus nach Wittmund. Menschenleben waren auf Spiekeroog nicht zu beklagen, aber viel Kleinvieh war in den Fluten umgekommen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fazit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch hier im Harlingerland war man nicht optimal vorbereitet auf solche Katastrophen. Wie in Hamburg musste auch hier die Bundeswehr helfend einspringen. Die Feuerwehrleute waren für solche Einsätze völlig unzureichend ausgerüstet. Deichsicherheitswege waren in weiten Bereichen nicht vorhanden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild26-5f7a5dd4.jpg" alt="Ein roter VW-Käfer steht nach der Sturmflut 1962 auf dem Deich. Zu sehen sind Schaulustige. Vor dem Deich Männer von Hilfsorganisationen und Bundeswehr. "/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Regierungspräsident Eiben erließ einen Aufruf, in dem es unter anderem hieß: „Die Arbeiten am Deich werden außerordentlich behindert durch Schaulustige, die mit ihren Kraftwagen die Zufahrtsstraßen verstopfen. Von den Hilfsorganisationen, insbesondere von den Männern der Bundeswehr, kann nicht erwartet werden, sich in pausenlosem Einsatz aufzuopfern, während die, zu deren Sicherheit der Deich dient, die Katastrophe zum Anlass nehmen, einen Ausflug mit ihren Familien an den Deich zu machen. Es ist mir berichtet worden, dass arbeitsfähige Männer mit den
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Händen in den Taschen den Bemühungen der Hilfsmannschaften zugeschaut haben. Ein solches
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verhalten ist gewissenlos! … Neben jedem Mann der Bundeswehr muss ein Ostfriese stehen! Wir Ostfriesen wollen uns nicht nachsagen lassen, dass wir, anders als unsere Väter, in der Stunde der Gefahr versagt hätten.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Bildmaterial wurde dankenswerterweise von der Deichacht Harlingerland zur Verfügung gestellt, die sachlichen Informationen stammen von Zeitzeugen oder aus den Materialien der K.-H.Wiechers-Stiftung in Dornumersiel. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 18 Dec 2022 16:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/wir-sind-noch-einmal-davongekommen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Sturmflut</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild23a-47880600.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Bild23a-47880600.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Dornumer Bucht</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/die-dornumer-bucht</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
  Wir bieten Radtouren rund um die östliche und westliche Dornumer Bucht an!

                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Wo liegt überhaupt die Bucht und was ist die Dornumer Bucht?
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Gegen eine kleine Gebühr von 5 Euro für das Museum beantworten wir diese Fragen im Rahmen eindrucksvoller Radtouren.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           (Für Vereinsmitglieder ist die Führung kostenlos)
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Auf Anfrage organisieren wir gerne die Touren zu einem Wunschtermin.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Tourenübersicht
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Die westliche Dornumer Bucht
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                          
          
        
          
        
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                        &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Die Radtour startet am Zwei-Siele-Museum am alten Hafen in Westeraccumersiel und hat eine Fahrstrecke von rund 19 km. Dafür müssen mindestens zwei Stunden gerechnet werden, da es unterwegs viel zu sehen gibt.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Der ehemalige Hafen von Westeraccumersiel (1) wurde 1687 neu erbaut und war bis 1965 als Sielhafen aktiv. Nach der Sturmflut von 1962 wurde der neue Accumersiel errichtet.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Die Route führt über die Straße „Oll Deep“ Richtung Westeraccum. Nach etwa 1 km liegt auf der rechten Seite der Hof Altensiel (2). Hier kreuzte die mittelalterliche Deichlinie den Wasserlauf mit Hilfe eines Sielbauwerkes, das etwa 200 m weiter westlich lag. Wenn man den Hof rechts umrundet, sieht man weiter westlich die Mulde des alten Wasserlaufes. Dieser Siel wurde bei der Sturmflut 1362 zerstört. Erst 1449 gelang es, die Lücke wieder zu schließen durch zwei Sielbauwerke, den Westeraccumersiel hier im Bereich der Brücke und ein Dornumesiel 400 m weiter westlich. Der Wasserlauf bildete die Grenze zwischen der Herrlichkleit Dornum und dem Harlingerland.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Etwa nach 1,5 km biegt rechts ein landwirtschaftlicher Weg ab, der zu der Papenbrücke (3) führt. Dieser Wasserlauf wurde bereits im Mittelalter als Abkürzung für einen riesigen Mäanderbogen gegraben, um den Wasserabfluss zu verbessern. Der Name stammt vom ehemaligen kirchlichen Landbesitz in diesem Bereich. „Mäander“ sind natürliche Flussschleifen. Wenn Sie dem Feldweg noch etwa 200 m folgen, blicken sie in den ehemaligen Verlauf des Tiefs, dem „Alten Tief“ (4).
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Sie folgen der Straße noch etwa 700 m bis nach Westeraccum und biegen dort rechts in den Sielweg ein. Nach einer scharfen Linkskurve erreichen sie die auf einer hohen Warft errichtete Westeraccumer Kirche (5).
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Die Warft wurde bereits um Christi Geburt auf einer natürlichen Geestinsel errichtet, die Kirche vermutlich erst im 9. Jahrhundert zunächst als Holzkirche und und in der Zeit der Romanik durch die Steinkirche ersetzt. Auf dem Friedhof finden sich zahlreiche Kapitänsgräber vom 18. Jahrhundert bis in die heutige Zeit, die durch ihre Schiffsdarstellung erkennbar sind.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Folgen sie der „Accumer Riege“ nach Dornum und durchqueren sie dort den Dornumer Schloßpark bis an die Schatthauser Straße. Nach etwa 800 m sehen Sie links der Straße einen stillgelegten Mäanderbogen (6) des Neubrücker Tiefs aus der Zeit vor dem Deichbau.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Hinter der Brücke rechts führt ein Weg zum Hof Eiland (7). Kurz vor dem Hof gibt es rechts einen wunderbaren Einblick in die stillgelegten Mäander aus der Zeit vor dem Deichbau.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
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           Auf der Hauptstraße zweigt nach 800 m links die Straße „Am alten Vorwerk“ ab, der Sie etwa 400 m folgen.
          
    
      
    
    
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    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Auf hohen Warften aus der Zeit vor dem Deichbau liegen hier in Neßmergrode (8) einzelne Höfe, darunter war auch ein Vorwerk des Klosters Ihlow. Dies ist die älteste Form der Marschbesiedlung.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Folgen Sie weiter der Hauptstraße bis zur Störtebeckerstraße und biegen Sie dort rechts ab nach Dornumergrode. Nach 750 m biegt links der Münsterpolderweg ab, auf dem sie die Warftenreihe Dornumergrode (9) queren.
          
    
      
    
    
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    &lt;span&gt;&#xD;
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           Nördlich der Reihe biegt rechts der Ondelweg ab, dem Sie folgen und schließlich die Störtebeckerstraße queren zum Deichstrich (10). Der Name verrät dies als älteste Deichlinie aus dem Mittelalter, die heute mit Wohnhäusern bebaut ist.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Sie können dem Weg folgen bis an die Dammswarf (11), eine heute unbewohnte Warft, die nach ihrer Besitzerfamilie benannt wurde. Der alte Dornumersiel lag wenig östllich hiervon. Auch hier blicken Sie wieder in die ehemaligen Mäanader.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Die Tour folgt weiter der Hauptstraße bis zum Wilhelminenhof, wo Sie links durch den Deichschart den Münsterpolder (12) von 1839 queren. Der Polder wurde nach der damalige Besitzerfamilie der Herrlichkeit Dornum benannt.
          
    
      
    
    
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Entlang des Seedeiches gelangen Sie zum Malbusen (13) des Schöpfwerkes Accumersiel. Der See dient als Sammelbecken für das Schöpfwerk, um immer genug Wasser für die Pumpen zu haben. Über das Siel- und Schöpfwerk Accumersiel (14) von 1965 gelangen Sie wieder zum Museum am alten Hafen.
          
    
      
    
    
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  &lt;p&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
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      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Die östliche Dornumer Bucht
          
    
      
    
      
                      &#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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           Fahren Sie vom Museum am alten Hafen aus über die Störtebeckerstraße Richtung Bensersiel (Radweg!). Die Straße verläuft entlang des Deiches von 1610, mit dem das Westerburer Neuland eingedeicht wurde. Nach etwa 600 m steht links vor dem Deich eine Gebüschgruppe. Eine Tafel am Radweg (1) informiert sie über den Hintergrund. Hier war der Deich 1825 bei einer Sturmflut gebrochen und die Marsch stand bis an die Geest unter Wasser. Dieser Deichbruch musste bogenförmig umdeicht werden.
          
    
      
    
    
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           Dreihundert Meter weiter sehen sie links wieder eine solche Bucht in dem Deich (2). Hier brach der Deich bereits 1625 und ein großer Kolk entstand, der auf der Karte noch zu sehen ist. (Kolk = ausgespültes Gewässer)
          
    
      
    
    
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           Sie queren mit dem Radweg die Straßeneinmündung der Pumpsieler Straße von Westerbur (3).
          
    
      
    
    
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           Diese Straße verläuft auf der ältesten, im Mittelalter errichteten Deichlinie der Dornumer Bucht. Der Deich führte von hier aus in nordöstlicher Richtung bis nach Bensersiel und wurde weiter draußen 1530 vollständig zerstört.
          
    
      
    
    
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           Kurz dahinter queren Sie den Wasserlauf des Pumptiefs. Das sonderbare Häuschen auf dem Deich kennzeichnet das Pumpsiel (4) – ein Wasserdurchlass unter dem Deich durch, der bei Sturmflut verschlossen werden konnte. Dieses Siel wurde hier nach 1625 errichtet, vorher lag es weiter östlich.
          
    
      
    
    
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           Der Radweg nähert sich der Warft Westerbur (5), ein künstlicher Hügel aus der Zeit vor dem Deichbau, den die Bewohner ab Christi Geburt als Schutz vor den Sturmfluten errichtet haben. Der nordwestliche Teil des Hügels wurde im 19. Jahrhundert abgegraben und auf die Geest als Dünger verkauft. Er konnte von hier aus auf dem Kahn bis an den Geestrand gebracht werden.
          
    
      
    
    
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           Stellen Sie ihr Rad bitte am Middelsburer Padd ab und folgen Sie dem Fußweg bis oben auf die Warft (6). Hier lag in der alten Marschenlandschaft eine Reihe von vier alten Warften: Südenburg, Westerbur, Middelsbur und die Kirch-warft Osterbur (Vier rote Kreise).
          
    
      
    
    
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           Auf der Karte sind noch die ersten drei sichtbar. Ostbur wurde 1530 zerstört und Middelsbur wurde zu einem Drittel angefressen. Der Deich wurde bis an die Warft Middelsbur zurückgezogen und die Kirche in Westerbur neu errichtet.
          
    
      
    
    
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           Der Middelsburer Padd ist ein mittelalterlicher Fußweg, auf dem Sie mit dem Rad Westerbur (7) erreichen. Die Kirche wurde hier südlich an die Warft angebaut und steht nicht auf dem höchsten Punkt. Sie muss nach 1530 entstanden sein.
          
    
      
    
    
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           Folgen Sie der Pumpsieler Straße in nordwestlicher Richtung und biegen Sie links ab in die Straße „Crimbershörn“. Die Querstraße „An der Mühle“, auf die sie stoßen, ist wieder die alte Deichlinie der Dornumer Bucht aus dem Mittelalter (8).
          
    
      
    
    
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           Links ab folgen Sie dieser alten Deichlinie, wobei die Straße schließlich in einen Radweg übergeht. Nach etwa 200 m knickt der Radweg rechts ab. Sie verlassen damit die alte Deichlinie und kommen dann am Südenburger Wasserzug an die Deichlinie der ersten Landgewinnung (9). Dieser Deichbau war notwendig geworden, weil der alte Deich bei einer Sturmflut gebrochen war. Der Kolk ist auf der Höhenkarte noch schwach sichtbar. Anstatt den Deich zu reparieren, hat man hier einen kleinen Polder davor gelegt und damit gleichzeitig wertvolles neues Ackerland gewonnen. Vermutlich gehörte dieses Land dem Südenburger Buschghaus.
          
    
      
    
    
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           Der Radweg führt Sie wieder zur alten Deichlinie (8) zurück und schließlich bis zu dem Hof Friedland, der auf dem alten Deich errichtet wurde. Über den Friedländer Weg durchqueren Sie dann den Polder Westerburer Neuland. Eine kleine Brücke führt unterwegs über ein kurvig verlaufendes Gewässer (10), ein früherer Priel in dem noch nicht eingedeichten Vorland. Solche Strukturen werden bei einer Eindeichung gerne beibehalten. Auf der Störtebeckerstraße links ab gelangen Sie wieder zum Museum am alten Hafen.
          
    
      
    
    
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      <pubDate>Wed, 14 Dec 2022 13:42:00 GMT</pubDate>
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      <title>Das Land um die Accumer Ee</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
  Die Geschichte einer typischen ostfriesischen Kulturlandschaft

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          Die Accumer Ee ist ein alter Wasserlauf in der nördlichen ostfriesischen Seemarsch. Marsch ist eine Landschaft, die an der Küste von Gezeitenmeeren entsteht. Das Wort Marsch bedeutet ursprünglich Sumpf, vielleicht verwandt mit unserem heute noch bekannten Wort Matsch. Das war eine natürliche Landschaft, bevor der Mensch daraus eine Kulturlandschaft schuf, die er wirtschaftlich nutzen konnte. 
         
  
    
  
    
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              Naturlandschaft
             
          
            
          
            
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           Diese Naturlandschaft war menschenfeindlich, denn sie wurde bei jeder Sturmflut bis an den Geestrand vom salzigen Meerwasser überflutet. Es gab kein Trinkwasser, denn Brackwasser war für Menschen ungenießbar. Es gab kaum Höhen, auf die man sich bei Überflutungen retten konnte. Es gab keine Wege, nur ein endloses Gewirr von Wasserläufen, die zudem viermal am Tag im Rhythmus der Gezeiten ihre Richtung änderten. Bäume und Sträucher gab es auch nicht, denn die vertrugen das Salzwasser nicht, nur ein endloses Meer von Schilf, das Menschen kaum überblicken konnten. Weitab von der Küste gab es Lagunen mit brackigem Wasser, für Vögel und Insekten geeignet, aber nicht für den Menschen. 
          
    
      
    
      
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    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Die Menschen lebten damals auf den Geestrand, da waren sie vor den Sturmfluten sicher. Dort konnten sie Ackerbau betreiben und ihr Vieh weiden, vielleicht konnten Sie sogar in den Randbereichen der Marsch Heu gewinnen, um ihr Vieh durch den Winter zu bringen, oder dort jagen und Fische fangen. Und sie waren weitgehend sicher vor räuberischen Überfällen, denn südlich von ihnen dehnten sich Moore aus, die unpassierbar waren; und nördlich von ihnen erstreckte sich die menschenfeindliche Marsch. Die Römer haben böse Erfahrungen mit beidem gemacht, als sie versuchten, dieses unwirtliche Land zu erobern. 
          
    
      
    
      
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           Die Eroberung der Marsch
          
    
      
    
      
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Aber die Moore dehnten sich immer weiter aus und schränkten die Nutzung des Landes ein. Was tun? Die Marsch um die Accumer Ee bot Möglichkeiten, auch hier eine Nutzung zu versuchen. Es gab mehrere Geestinseln, Kuppen der älteren eiszeitlichen Geestlandschaft, die die Marsch durchragten und auf denen man vor Sturmfluten sicher war. Das gilt für Dornum und Westeraccum, aber auch für Mariannenwarf, Resterhafe, Schwittersum, Westerbur und Roggenstede. Leider fehlen hier weitgehend archäologische Untersuchungen, aber wir können davon ausgehen, dass dort die ältesten Nutzungsspuren der Marsch zu finden sind. Es gibt in diesem Land immer noch viel zu erforschen. Auf Höhenkarten werden diese Geestdurchragungen auch heute noch sichtbar, auch geologische Untersuchungen würden dies bestätigen. 
          
    
      
    
    
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           In einer natürlichen Marschenlandschaft gibt es noch andere höhere Bereiche, die eine gewisse Sicherheit boten. Entlang einer Marschenküste gibt es oft küstenparallele flache weitgespannte Rücken, die durch die Sturmfluten entstehen. Wenn das Wasser sich über die
          
    
      
    
    
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           Marsch ausbreitet, wird es ruhiger als auf dem Watt wegen der geringen Tiefe. Dann werden zunächst die gröberen feinsandigen Schwebstoffe abgelagert und es bilden sich im Laufe der Zeit solch ein Küstenrücken. Ein schönes Beispiel dafür ist Dornumergrode. 
          
    
      
    
    
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Wie eine Perlenkette wurden auf diesem Rücken mit einer herausragenden Bodenqualität einzelne Hauswarften angelegt, um sich gegen höhere Sturmfluten zu schützen. Leider fehlen auch hier detaillierte archäologische Untersuchungen.
          
    
      
    
    
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           Diese frühen Besiedlungsansätze konnten noch durch eine frühe temporäre Besiedlung der Marsch ergänzt werden, wie es im Watt nördlich von Bensersiel nachweisbar war. Unsere Vorfahren haben ihre Umwelt sehr genau beobachtet. Es war ihnen sicher bekannt, dass Sturmfluten nur im Winterhalbjahr auftraten. Vom Frühjahr bis zum Herbst konnte man ungefährdet in der Marsch leben und wirtschaften. Also zogen die Bewohner der Geest mit ihrem Vieh im Frühjahr in die Marsch und errichteten sich eine Unterkunft auf einem etwas höheren Uferwall, der Sicherheit bei Springtiden bot. Der fruchtbare Boden erbrachte reichlich Futter für das Vieh und als Trinkwasser sammelte man Regenwasser. Zudem bot das nahe Watt reichlich Nahrung an Fisch und Muscheln. Im Herbst zog man wieder zurück auf die sichere Geest. In den Alpen wird so etwas heute noch gemacht mit den Almen. 
          
    
      
    
    
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           Warftenbau
          
    
      
    
      
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Nachdem unsere Vorfahren gelernt hatten, mit den Gefahren der Marsch umzugehen, entwickelten sie Methoden, sich diesen Lebensraum vollständig zu erschließen. Sie errichteten Hügel aus Mist und Kleiboden in solcher Höhe, dass sie auf dem Hügel die Sturmfluten ungefährdet überstehen konnten. Diese Hügel nennt man Warften, in anderen Landschaften auch Wurten oder Wierden. Der Klei für die Hügel wurde vermutlich bei der Anlage von Grabensystemen gewonnen, denn ohne eine sinnvolle Entwässerung konnte man auf diesen Marschenflächen nicht wirtschaften. Bei Sturmfluten saßen die Bewohner auf einer Insel und wenn das Wasser wieder abgelaufen war, war die Weidefläche ihrer Tiere wieder frisch gedüngt. Auf den Halligen in Schleswig-Holstein funktioniert das heute noch so. Als Trinkwasser für Mensch und Tier wurde das Regenwasser von den Dächern gesammelt. Problem war der Anbau von Getreide oder anderen Ackerfrüchten, aber der konnte zum Teil auch an den Rändern der Warft geleistet werden.
          
    
      
    
    
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           Im Umkreis der Accumer Ee gibt es zahlreiche solcher Warften. Sie finden sich auf den oben genannten Geestdurchragungen, da deren Höhe auf die Dauer nicht reichte als Schutz gegen die Sturmfluten. Aber sie finden sich auch in der Marsch ohne diese Voraussetzungen wie zum Beispiel Nesse, Middelsbur und Südenburg, Großkipphausen, Neßmergrode und Hooge Weert südwestlich von Resterhafe. Diese alten Warften sind an ihrer Höhe erkennbar, sie mussten ja in jedem Winter Schutz vor den Sturmfluten bieten.
          
    
      
    
    
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           Nicht alle dieser Warften sind heute noch bewohnt. Sie haben auch den Nach
          
    
      
    
    
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           teil, dass die Häuser auf diesen Höhen in der sonst völlig flachen Landschaft sehr stark blitzgefährdet sind. Zudem waren sie auf einen Wasserlauf als Verkehrsweg angewiesen, da die Landwege in der Marsch in der meisten Zeit des Jahres nicht nutzbar waren. 
          
    
      
    
    
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           Deichbau
          
    
      
    
      
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Mehr als tausend Jahre haben Menschen mit diesen Methoden die Marsch genutzt ohne den Schutz von Deichen. Damit wirtschafteten sie in diesem Raum, ohne die wesentlichen Prozesse der Marsch gravierend zu stören. Ihr Haupterwerb war sicher die Viehzucht mit Schafen und Rindern, da der Ackerbau durch die Überflutung mit Salzwasser massiv gestört wurde. Aber auch dagegen gab es Abhilfe. Geeignete Flächen wurden mit einem Deich umgeben und durch einen kleinen Siel entwässert, damit hier Ackerbau möglich wurde, wenn dieser Polder im Winter nicht von Salzwasser überflutet wurde. Man spricht dann von einem Ringdeich. Ackerspuren im Watt vor Bensersiel aus dieser Zeit bezeugen diese Methode.
          
    
      
    
    
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           Die Erträge auf diesem extrem fruchtbaren Boden müssen enorm gewesen sein. Im hohen Mittelalter bildeten sich die Städte, die einen großen Bedarf an Lebensmitteln hatten, da sie selbst so etwas ja nicht herstellen konnten. Die Marsch hatte die Böden dafür und mit dem Wasser den geeigneten Verkehrsweg, so dass der Ackerbau in der Marsch sehr lukrativ wurde. Aber Ackerbau war nur möglich im Schutz von Deichen. Vermutlich im 12. Jahrhundert wurde der Beschluss gefasst, das ganze Land mit Deichen zu umschließen. Damit wurde auf weiten Flächen Ackerbau möglich. Historische Dokumente über diesen Prozess gibt es leider nicht, aber für die Accumer Ee können wir sicher sein, dass der älteste Siel bei Altensiel gelegen hat. Der Verlauf der Deichlinie lässt sich heute noch auf den Höhenkarten verfolgen und auch die Flurnamen verraten deren Verlauf.
          
    
      
    
    
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           In der gesamten Marsch wurden die Gewässer ausgebaut und auf die Siele hingelenkt, um die Trockenlegung der Landschaft in den Sommermonaten zu ermöglichen. Alte natürliche Wasserläufe lassen sich an ihrem gekrümmten Verlauf erkennen. Neu angelegte Tiefs sind immer geradlinig. Im Winterhalbjahr standen die tiefer gelegenen Bereiche der Marsch in aller Regel blank.
          
    
      
    
    
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            Ein Problem dieser Methode war, dass alle natürlichen Prozesse der Marsch unterbrochen wurden. Das Land wuchs nicht mehr
           
      
        
      
      
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           mit dem ansteigenden Meeresspiegel und der Boden wurde nicht mehr durch den Schlickfall gedüngt. Allerdings waren die wirtschaftlichen Vorteile bei weitem überwiegend. 
          
    
      
    
    
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  &lt;p&gt;&#xD;
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           Kirchenbau
          
    
      
    
      
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           Noch ein ganz anderer Prozess hat unsere Kulturlandschaft geprägt. Im frühen Mittelalter wurde Ostfriesland von irischen Mönchen missioniert und christianisiert. Zum christlichen Glauben gehören Kirchen, deren Gestaltung sich an den Vorschriften des alten Testamentes für den Bau des Tempels Salomons orientierten. 
          
    
      
    
    
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           Dort wurde vorgeschrieben, dass der Tempel immer auf dem höchsten Berg in der Umgebung errichtet werden sollte. Da dies in Ostfriesland nicht möglich war, wurde immer zunächst ein künstlicher Kirchhügel errichtet, damit dieses Bauwerk alle anderen Gebäude überragte. Auch auf Warften wurde solch ein Hügel errichtet, wenn dort noch ein geeigneter Platz vorhanden war. War dies nicht der Fall, wurde unmittelbar neben der Warft eine eigene Kirchwarft erbaut, die aber die alte Warft überragte. Dies ist bei Dornum, Roggenstede und Westeraccum noch gut zu beobachten. Auch auf der Geest, die völlig sturmflutsicher war, entstanden zunächst ebenfalls solche künstlichen Hügel, wie bei Arle, Westerholt und Ochtersum hervorragend zu beobachten ist. Insgesamt wurden in der Umgebung der Accumer Ee 10 frühe Kirchenbauwerke errichtet. 
          
    
      
    
    
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           Neben Dornum und Westeraccum entstanden Kirchen in Resterhafe, Nesse, Arle, Westerholt, Ochtersum, Fulkum, Roggenstede und Osterbur. Zunächst dürften es alles hölzerne Bauwerke mit Schilfdächern gewesen sein, da Steine hier in unserem Land als Baumaterial unbekannt waren.
          
    
      
    
    
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           Durch den Deichbau und den dadurch möglichen Export von Ackerbauprodukten kam so viel Kapital ins Land, dass die hölzernen Bauwerke durch solche aus Stein ersetzt werden konnten, wie es ebenfalls im alten Testament vorgeschrieben war. 
          
    
      
    
    
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    &lt;/span&gt;&#xD;
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           Zunächst wurden dazu Tuffsteine aus der Eifel importiert, wie es in Nesse und Arle zu beobachten ist und vermutlich auch in Ostbur der Fall war.
          
    
      
    
    
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           Aber wenig später entstanden auch Klöster in unserer Region, die die Kunst des Ziegelbrennens mitbrachten. Dann wurden die Kirchen aus diesem Material erbaut, immer noch streng nach den Vorschriften des alten Testamentes. Diesen S
          
    
      
    
    
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    &lt;/span&gt;&#xD;
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           til nennt man heute „romanisch“, da er sich an den Bautraditionen der Römer orientierte. Allerdings wurden diese Bauwerke durch spätere Um- und Anbauten oft verändert, so dass die ursprüngliche Form nicht immer sofort zu erkennen ist. 
          
    
      
    
    
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  &lt;p&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Die Warftsiedlung Osterbur wurde im 17. Jahrhundert durch eine Sturmflut vollständig zerstört, so dass eine frühere Kapelle in Westerbur zur Kirche aufgewertet wurde. 
          
    
      
    
    
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  &lt;p&gt;&#xD;
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    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Sturmfluten und ihre Folgen
          
    
      
    
      
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           In die ursprüngliche Deichlinie war bei Altensiel ein Siel gelegt worden, der bei der ‚Großen Manndränke‘ im 14. Jahrhundert vollständig zerstört wurde. Erst 90 Jahre später gelang es, diese Lücke in dem „Goldenen Reif“ wieder zu schließen.
          
    
      
    
    
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    &lt;/span&gt;&#xD;
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            ﻿Inzwischen hatte sich
           
      
        
      
      
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           aber die Accumer Ee zu einer politischen Grenze zwischen Ostfriesland und dem Harlingerland entwickelt, so dass jede Seite einen eigenen Hafen haben wollte. Dies führte zu der technisch günstigen Lösung, dass westliche und östlich der alten Sielstelle jeweils ein eigener Siel errichtet wurde. Danach konnte dann die Lücke der alten Sielstelle überdeicht werden. 
          
    
      
    
    
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  &lt;p&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Der Name der Accumer Ee rührte daher, dass Westeraccum das erste Dorf war, welches über dieses Gewässer erreicht wurde. Da Dornum später Häuptlingssitz wurde und damit die Region dominierte, wurde die Ee in ‚Dornumersieler Tief‘ umbenannt.
          
    
      
    
    
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           Bedingt durch die immer weitere Verlandung der Dornumer Bucht wurde zunächst bei Westerbur ein kleiner Polder eingedeicht. Im frühen 17. Jahrhundert wurde dann das gesamte deichreife Vorland von Dornumergrode bis nach Middelsbur eingedeicht und die Accumer Ee mit einem Sielbauwerk gesichert. Die neuen Polder hießen „Dammsland“ auf der Westseite und Westerburer Neuland auf der Ostseite der Ee. Wenig später wurde aber der Deich von Middelsbur bis nach Bensersiel vollständig zerstört und dabei die Kirchdörfer Osterbur und Oldendorf zerstört. Auch die Warft Middelsbur wurde zu einem Drittel ein Opfer dieser Sturmflut, so dass der Deich von Bensersiel bis nach Middelsbur weit zurückgezogen werden musste.
          
    
      
    
    
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           Auch das Accumersiel wurde dabei gründlich zerstört, so dass etwas weiter südlich neue Sielbauwerke errichtet werden mussten, diesmal wieder zwei getrennte Siele in 50 m Abstand. 
          
    
      
    
    
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Bei einer Sturmflut im Jahr 1686 wurde der Westeraccumersiel so gründlich zerstört, dass ein Neubau an gleicher Stelle unmöglich war. Deshalb wurde 1687 wenig weiter östlich ein völlig neuer Sielhafen angelegt, der dann bis 1965 Bestand hatte.
          
    
      
    
    
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      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Nach 1744 wurde östlich des Siels zunächst der Dammspolder gewonnen und kurz danach der Westerburer Polder. An der Westseite entstand der Münsterpolder, benannt nach dem damaligen Dornumer Häuptling.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           In den Jahren 1717 und 1825 wurden beide Sielorte durch Sturmfluten massiv zerstört, aber die Sielbauwerke blieben jedesmal erhalten. Nur einige wenige Häuser hatten diese Sturmfluten überstanden. Es können nur die Häuser auf den Deichen gewesen sein. Sie hatten zwar auch Schäden, waren aber noch zu reparieren. Jedes Mal hatte der Schwerpunkt der Flut hier im Bereich der Dornumer Bucht gelegen. 1717 hatte es eine große Anzahl an Toten gegeben, 1825 war nur wenige Menschenleben zu beklagen. Die Bewohner brachten sich zumeist auf den im Hafen liegenden Schiffen in Sicherheit. Trotz des ungeheuren Risikos wurden die Orte sehr schnell wieder besiedelt. Der Deich von 1687 war durch einen kleinen Deich vor den Häusern von etwa 1 m Höhe verstärkt worden, wie man am Utkiek noch sehr schön beobachten kann.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
                        
        
        
          
        
            1815 war das hölzerne Sielbauwerk in Westeraccumersiel durch ein gemauertes Bauwerk
           
      
        
      
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           ersetzt worden. In Dornumersiel wurde in den 1920er Jahren das hölzerne Bauwerk durch ein Hebersiel ersetzt, das aber kaum sinnvoll funktionierte. Bei der Sturmflut 1962 stand das Wasser nur wenige Zentimeter unter der Deichkrone. Deshalb wurde bis 1965 der Rest der Dornumer Bucht mit einen neuen Seedeich und dem Schöpf- und Sielbauwerk Accumersiel verschlossen. Danach wurde das alte Westeraccumersiel zerstört. 
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Handel und Wandel
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Bereits im 14. Jahrhundert wird in einem Hamburger Dokument belegt, dass die Siele auch die Funktion von Handelshäfen hatten. Für das 18. und 19. Jahrhundert konnte Karl-Heinz Wiechers nachweisen, dass in diesem Zeitraum in beiden Häfen an der Accumer Ee 162 Segelschiffe beheimatet waren.
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Für die Produkte der Marsch waren diese Häfen damals der einfachste Handelsweg, gleichzeitig mußten Holz, Steine und andere Materialien importiert werden, weil sie in der Marsch nicht vorhanden waren.
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Dementsprechend waren die Gewerbe im Sielhafenort Handel, Schiffbau und die dazu gehörigen Handwerke. Der größte Teil der Bewohner waren Seeleute, vom Schiffsjungen bis zum Kapitän. Auch Reeder hatten hier ihren Sitz. Damit gab es große Unterschiede zu den umliegenden Dörfern, die überwiegend durch die intensive Landwirtschaft der Marsch geprägt waren.
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wuchsen mit dem Industriezeitalter die Schiffsgrößen und kam die Dampfschifffahrt auf, so dass alle Funktionen des Sielhafens mehr und mehr in die Mündungshäfen der Flüsse verlegt wurden. Damit wanderten auch die Seeleute langsam dorthin ab. Hier an der Küste blieb im wesentlichen nur die Fischerei als Erwerbsquelle. Aber auch sie hatte Absatzprobleme und konzentrierte sich zunächst auf die Produktion von getrockneten Krabben als Hühnerfutterzuschlag.
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Auf den Ostfriesischen Inseln hatte sich bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ein Bade- und Erholungsbetrieb entwickelt, der durch den Ausbau des Eisenbahnnetzes einträglich wurde. Die Sielorte an der Küste kamen erst ab der Mitte des 20. Jahrhundert durch den zunehmenden Erholungstourismus aus dem Ruhrgebiet in eine neue wirtschaftliche Entwicklung. Es wurden künstliche Sandstrände aufgespült und Campingplätze errichtet. Die Vermietung von Gästezimmern und später von Ferienwohnungen brachten ein gesichertes Einkommen in die Sielhafenorte. Es entwickelte sich eine angemessene Gastronomie und andere touristische Aktivitäten, die Arbeitsplätze boten, allerdings war es ein sehr saisonabhängiges Gewerbe. Ab den 80-er Jahren des 20 Jahrhunderts kam ein neuer Trend auf. Zahlreiche Rentner aus dem gesamten Bundesgebiet entschieden sich dafür, ihren Wohnsitz an die Küste zu verlegen. Sie kannten die Orte durch frühere Ferien, sie hatten hier alle notwendige Infrastruktur in einer klimatisch und landschaftlich reizvollen und stressarmen Umgebung. Frühere Ferienwohnungen wurden in Dauerwohnsitze umgewandelt. Die Struktur der Geschäftswelt orientierte sich weitgehend an den Bedürfnissen dieser veränderten Bevölkerungsstruktur.
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Aus dem uralten Hafen- und Handelsort hatte sich über die Notlösung des Fischereihafens ein Tourismusort entwickelt, der als zweites Standbein den Lebensraum für Senioren dazu gewann. Die Fischerei hat für das Image der Sielhäfen eine große Bedeutung. Der Tourismus garantiert eine hochwertige Nachfrage nach den Produkten der Fischerei und verhindert für den Hafenort den Eindruck eines reinen Tourismusortes, was ihn wiederum als Wohnort für Senioren attraktiv macht.
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
      
        
      
           Axel Heinze 
          
    
      
    
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 10 Sep 2021 19:57:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/das-land-um-die-accumer-ee</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
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    </item>
    <item>
      <title>Wie hebe ich einen Schatz?</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/wie-hebe-ich-einen-schatz</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Uns war klar, dass wir uns mit diesem Haus ein Problem an den Hals gehängt haben: Unendlich viel Arbeit und unendlich viel Geld ist nötig, solche Aufgabe zu meistern. 
            Aber Schatzsuche ist immer spannend.
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    
          Der ganze junge Müll musste erst einmal rausgeschafft werden, der alte Müll sichergestellt werden. 
          &#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Viele fleißige Hände haben geholfen, und es wurde von Tag zu Tag spannender, was da alles sichtbar wurde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man kann nicht alles selber machen! Gutachten waren notwendig und wurden erstellt, jedes mal wussten wir etwas mehr. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit wurde der Denkmalschutz möglich und damit konnten wir an die großen Fördertöpfe kommen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Haus hat überzeugt! Und auch unser Konzept hat überzeugt, hier mit dem Museum (unterhalten durch den Museumsverein Dornumersiel), der Bibliothek und dem Archiv von Karl Heinz Wiechers mitten im Ort ein sehenswertes kulturelles Zentrum zu schaffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben Handwerker gefunden, die diese Aufgabe mit Begeisterung angegangen sind. So langsam wurde sichtbar, was davon werden kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Manche haben wir erst überzeugt, als das Haus fertig war. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber damit war es noch kein Museum. Zwar standen uns hier nur noch sehr beschränkte finanzielle Mittel zur Verfügung, aber eine arbeitswütige und kreative Gruppe, allesamt Mitglieder des Museumsvereins Dornumersiel, die dieses Wagnis angehen wollte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben es geschafft! 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rechtzeitig zum Beginn der Osterferien 2019 konnten wir die Türen öffnen. Zwar war noch nicht alles fertig – ein Museum ist nie fertig, es muss lebendig sein und sich entwickeln – aber das merken die Gäste ja nicht oder sie geben Anregung, wo noch etwas fehlt. Schatzsuchen macht Spaß – schauen Sie sich an, was wir gefunden haben!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir freuen uns auf Sie im Zwei-Siele-Museum!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Liste von Handwerkern und Ingenieuren:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bauvorhaben: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Restaurierung eines ehemaligen Kapitänshauses, 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am Alten Hafen 1, Westeraccumersiel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bekanntgabe der Bauaufträge
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auftraggeber:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           K.-H. Wiechers-Stiftung, Kapitänstr. 9, 26553 Dornumersiel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auftragnehmer:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Rahmen beschränkter Ausschreibungen nach VOB wurden die folgenden Gewerke wie folgt vergeben:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1) Fa. Wedelich, Rastede – Zimmer-/Holzarbeiten, 21.08.2017
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2) Fa. Wedelich, Rastede – Dachdecker-/Klempnerarbeiten, 14.08.2017
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3) Fa. Tamme, Dunum – Bauhauptarbeiten, 13.08.2017
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4) Fa. Kruse, Dornum – Elektroarbeiten, 03.09.2018
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           5) Fa. Matulla, Esens – Heizungs-/Sanitärarbeiten, 01.05.2018
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6) Fa. Mirja Harms, Aurich – Restauratorin, 26.04.2018
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           7) Fa. Helmut Heyer, Wittmund – Malerarbeiten, 22.09.2018
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           8) Fa. Detlef Böttcher, Aurich – Statik, 16.02.2016
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abgeschlossen wurden die Maßnahmen am 15.10.2018
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für dieses Vorhaben ist eine Zuwendung von 100.000,- € aus Mitteln der LEADER-Region „Nordseemarschen“ bewilligt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sat, 10 Jul 2021 19:58:00 GMT</pubDate>
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      <title>Die Kirchen rund um die Accumer Ee</title>
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         Ostfriesland ist reich an mittelalterlichen Kirchen! Alleine im Einzugsbereich der Accumer Ee gab es elf mittelalterliche Kirchenbauten. Eine – die Kirche von Osterbur – wurde ein Opfer der Sturmfluten, aber der Rest kann sich durchaus sehen lassen. Gönnen Sie sich diese Augenweide mittelalterlicher Baukunst. 
        

  

  
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            Ostfriesland wurde im 8. Jahrhundert christianisiert durch die Missionsarbeit irischer Mönche. Die Kirchen wurden zunächst aus Holz errichtet, da es in diesem Land keine passenden Steine gab. Dabei richteten sich die Baumeister nach den Vorschriften des Alten Testamentes für den Bau des Tempels Salomons. Die Kirche musste rechteckig sein, Türen auf den Nord- (für die Frauen) und Südseiten (für die Männer), kleine Fenster, kein Fenster im Osten, kein Turm, kein Gewölbe. Und sie musste immer auf dem höchsten Hügel in der Umgebung stehen. Das Haus von Gott musste alle anderen überragen.
           
      
        
      
      
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           Diese letzte Bedingung war in unserer flachen Landschaft das größte Problem. Natürlich gab es schon lange die Warften, die künstlichen Hügel zum Schutz gegen die Sturmfluten. Aber die waren zumeist dicht vollgebaut. Deshalb wurde in aller Regel in der Marsch für die Kirche ein Hügel neben die Warft gebaut, aber deutlich höher als die alten Warften. Auf einer Höhenkarte wird dies am Beispiel von Dornum deutlich sichtbar. 
          
    
      
    
    
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            Auch die Kirchen auf der Geest wurden auf solchen mächtigen Kirchhügeln errichtet. An den Beispielen von Arle, Fulkum, Westerholt und Westochtersum ist dies deutlich zu sehen.
           
      
        
      
      
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            Durch den Deichbau im 12. Jahrhundert wurde der fruchtbare Boden der Marsch ackerfähig.
           
      
        
      
      
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           Mit dem Gewinn aus dem Ackerbau konnten die Ostfriesen Steine für ihre Kirchen kaufen. Man kaufte zunächst Tuffstein aus dem Brohltal in der Eifel, der auf dem Wasserweg geliefert wurde. Die Kirchen in Arle, Nesse und in Osterbur wurden aus diesem Stein errichtet. Wenig später kamen Mönche in unserer Region. Die wussten, wie man Ziegel brennen konnte. Das war mit dem Klei der Marsch möglich und auf der Geest mit dem Lauenburger Ton, der heute noch den roten Farbton unserer Häuser bestimmt. 
          
    
      
    
    
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           Natürlich wurden die Kirchenbauten nach der jeweils herrschenden Mode immer wieder umgebaut. Sie erhielten einen Glockenturm, die Türen wanderten an die Westseite, für den Altar wurde im Osten ein Chor angebaut, jetzt auch mit Fenstern nach Osten. Manche Kirchen erhielten Gewölbe, die Fenster wurden vergrößert, damit mehr Licht in die Kirche fiel. Nach der Reformation verschwanden zunächst die Bilder aus den Kirchen, die Altäre wurden mit Bibeltexten gestaltet. Geblieben sind oft die romanischen Taufsteine, manchmal aus einem Findling gehauen oder aus dem Münsterland in Sandstein importiert. Damals musste der Täufling völlig im Weihwasser untergetaucht werden, nach der Reformation reichte ein wenig Wasser auf dem Kopf, so dass die Taufbecken kleiner werden konnten. 
          
    
      
    
    
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            Wohlhabende Gemeindemitglieder stifteten Ausstattungsstücke für ihre Kirche. Das ging über Kronleuchter aus Messing, Votivschiffe für die Schiffer, die Kanzel für die Predigt und die Altargestaltungen bis hin zu ganzen Orgeln. Offenbar wetteiferte man regelrecht darum und beauftragte die größten Künstler aus der jeweiligen Zeit. In jeder Kirche finden Sie eine Beschreibung der sichtbaren Kunstwerke, auf die wir heute noch stolz sind.
           
      
        
      
      
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           Die Accumer Ee war lange Zeit die politische Grenze zwischen Ostfriesland und dem Harlingerland, und in der Kirchenwelt existiert diese Grenze heute noch zwischen den Kirchenkreisen Harlingerland und Norden. 
          
    
      
    
    
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            Besonderheiten sind die barocken Kapitänsgrabsteine am Kirchturm in Westeraccum und die
           
      
        
      
      
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            dort gut erhaltenen Melonengewölbe, die herrschaftliche Ausstattung der
           
      
        
      
      
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            Herrlichkeitskirche in Dornum mit der grandiosen Holy-Orgel und der begehbaren
           
      
        
      
      
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           Häuptlingsgruft, das Findlingstaufbecken in Fulkum genauso wie die Taufen aus Baumberger Sandstein in Nesse und in Ochtersum. In Arle überwältigt der mächtige Tuffsteinbau auf einem extrem hohen Kirchhügel, der sich 4 Meter über dem Umland erhebt. Genauso hoch ist der Kirchhügel von Westerholt.
          
    
      
    
    
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            Die Kirche in Roggenstede hat noch einen gewaltigen Wortaltar aus der Reformationszeit, der ursprünglich in Dornum stand, aber hierher abgegeben wurde, als man dort wieder zu einem Bildaltar zurückkehrte. In Arle findet man noch einen romanischen Taufstein aus Bentheimer Sandstein und einen geschnitzten gotischen Bildaltar, der die Reformation überlebt hat.
           
      
        
      
      
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            Sowohl in Ochtersum wie in Roggenstede sind noch die Spuren von ehemaligen Gewölben zu beobachten, aber die Balkendecken zeigen eher den ursprünglichen Charakter dieser Kirchenräume. In Resterhafe war nie ein Gewölbe, hier ist noch die ursprüngliche RechteckEinraumkirche zu erkennen.
           
      
        
      
      
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           Leider sind nicht alle Kircheninnenräume problemlos zu besichtigen. Über das Internet sind Informationen zu erhalten, ob es möglich ist außerhalb der Gottesdienste. Gehen Sie auf Entdeckungsreise ins Mittelalter, hier rings um die Accumer Ee ist das möglich. 
          
    
      
    
    
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           Axel Heinze
          
    
      
    
    
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      <pubDate>Fri, 11 Jun 2021 16:30:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Marsch</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/die-marsch</link>
      <description>Wenn Sie über die A29 nach Ostfriesland kommen, sehen Sie am rechten Straßenrand eine der jetzt modernen braunen Hinweistafeln, die auf landschaftliche Besonderheiten hinweisen. Da steht mit großen Lettern: „Niedersächsische Marschenlandschaft“.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Wenn Sie über die A29 nach Ostfriesland kommen, sehen Sie am rechten Straßenrand eine der jetzt modernen braunen Hinweistafeln, die auf landschaftliche Besonderheiten hinweisen. Da steht mit großen Lettern: „Niedersächsische Marschenlandschaft“. Ich freue mich über diese Tafeln, weil sie Aufmerksamkeit erregen für etwas, was sonst kaum beachtet wird. Aber für mich ist dieses Schild mal wieder typisch ostfriesisch, obwohl es im Landkreis Friesland steht, der bekanntlich nicht zu Ostfriesland gehört.
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          Die Tafel steht nämlich auf der Geest mit deren typischen Merkmalen, die Marsch kommt erst einige Kilometer später. Offenbar wussten die Planer dieser Tafel auch nicht so genau, was Marsch ist. Aber wenn Sie dann die Abfahrt Zetel passiert haben, erleben Sie, was Marsch ist. Marsch ist flach, schrecklich flach, erschreckend flach. Das gilt in jedem Fall für alle Nicht-Ostfriesen, die daran gewohnt sind, dass zu einer Landschaft ein Relief gehört. Ostfriesen sind das nicht gewohnt, für die ist das völlig normal.
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           Erschrecken Sie bitte auch nicht, wenn ich Ihnen sage, was ‚Marsch‘ bedeutet, Sie können es schlicht und einfach im englischen Wörterbuch nachschlagen, es heißt einfach „Sumpf“. Aber keine Bange, sie landen hier nicht im Sumpf. Das ist lange her, als es hier kaum Menschen gab, keine Deiche und keine Autobahnen mit Hinweistafeln.
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           Unser Land sinkt ab. Nur ganz langsam, also kein Grund zum Umkehren. Aber Berge haben hier wenig Chancen. Und dann haben wir Sturmfluten. Heute halten wir die mit Deichen weitgehend draußen. Früher haben die sich weit über das Land hergemacht. Dabei brachten sie Schlick mit, und der blieb zurück, als das Wasser wieder verschwand. So kam Schicht auf Schicht, natürlich völlig flach. Und so entstand die „Marsch“. Das dies natürlich ganz schön sumpfig war, können Sie sich sicher vorstellen.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber es hatte auch Vorteile. Jedes Kind weiß heute, dass der Meeresspiegel steigt. Und die Marsch wuchs durch ihre Schlickschichten mit. Durch den Deichbau haben wir diesen Sumpf trockengelegt und heute lässt sich da ganz gut leben und Urlaub machen. Und wir haben davon einen sehr fruchtbaren Boden, da freuen sich die Landwirte drüber. Weil der Boden sehr klebrig ist, wird er Klei genannt; Kleie ist ein anderes Wort für Kleber. Daran gewöhnt man sich. Wenn jemand einmal über einen frisch gepflügten Acker gelaufen ist, weiß er, was es bedeutet. Klei klebt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Marsch gibt es nur da, wo Sturmfluten hingelangen konnten; hier bei uns an der Küste und in den Flussmündungen. Nur da gibt es diese scheinbar völlig flache Landschaft, einzigartig in unserem Land. Und sie hat auch Vorteile. Der Himmel ist hier größer, so groß können Sie ihn nur auf Alpengipfeln wahrnehmen, und die sind wesentlich mühsamer zu erreichen als Ostfriesland über die A29. Und noch etwas: Sie können zwei Stunden vorher sehen, wer zum Tee kommt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf nach Ostfriesland!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings sollte man die Tafel an die richtige Stelle stellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    
           
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Axel Heinze
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/911416b703c547cea94c4fe190716244/dms3rep/multi/Marsch-2d83548a.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 07 Jun 2021 13:12:00 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Upcycling im Museum</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/upcycling-im-museum</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Friedhelm Koch und Axel Heinze haben alte Vertäfelungsbretter aus noch nicht renovierten Räumlichkeiten des Zwei-Siele-Museums wiederverwendet!
          Entstanden sind Ablageregale für Bilder und Gemälde.
        &#xD;
&lt;/h3&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 28 May 2021 21:04:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Ein Siel? – Was ist das denn?</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/ein-siel-was-ist-das-denn</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
  Wenn Urlauber sich als Ziel Ostfriesland ausgesucht haben, landen sie zumeist in einem Sielhafenort. Und immer wieder kommt die Frage: „Ein Siel? Was ist das denn?“ Vor allem ist in Westeraccumersiel nicht mehr viel davon zu sehen. Ein Blick auf die Landkarte zeigt viele Sielhafenorte; aber oft ist da nicht mehr zu erkennen, warum der Ort so genannt wurde mit diesem sonderbaren Wort. Zudem hat das Wort in Hamburg eine ganz andere Bedeutung. Aber bleiben wir in Ostfriesland.

                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    
                    
    
  
    
  
         Bekanntlich ist Ostfriesland mit Deichen gegen die Gewalt des Meeres geschützt. Diese grünen endlosen mächtigen Wälle kennt jeder. Sie halten das salzige Nordseewasser draußen, vor allem bei Stürmen, aber auch bei normaler Ebbe und Flut. Aber Deiche haben auch eine andere Wirkungen. Sie halten das Regenwasser drinnen, es kann ja nicht über den Deich klettern.
         
  
    
  
    
                    &#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
      
    
      
    
          Wenn Menschen einen Deich bauen, müssen sie etwas bedenken, um das – manchmal reichliche –- Regenwasser ins Meer zu schaffen. Und diese Einrichtung nennt man „Siel“.  Zu Anfang des Deichbaus war das eine hölzerne Röhre durch den Deich. Außen war eine Klappe davor. Bei Niedrigwasser konnte das Wasser die Klappe selbst aufdrücken und frei abfließen. Kam draußen die Flut, drückte sie die Klappe zu. Dann musste das Salzwasser draußen bleiben.
         
  
    
  
    
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
        
        
          
        
            ﻿
           
      
        
      
      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Natürlich hat sich die Technik im Laufe der Jahrhunderte verbessert. Die Siele mussten leistungsfähiger werden, weil man immer mehr Land so schützen musste. Die Klappe wurde durch zwei Stemmtore ersetzt. Das sind zwei Tore, die nach außen in einem stumpfen Winkel gegeneinander stoßen. Die konnte die Flut nicht eindrücken. Und der Abfluss funktionierte genau wie vorher. Und für die Sturmfluten kam noch zwei extra hohe Tore dazu.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Aber die Entwicklung ging weiter. Im Sommer regnet es hier oft zu wenig, dann wollten wir das süße Wasser festhalten. Dazu benötigten wir innen ein zweites Stemmtor in umgekehrter Richtung. Das musste der Sielwärter dann schließen, wenn Süßwasser knapp wurde.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Schließlich ging die Technik noch weiter. Die Stemmtore wurden durch Hubtore ersetzt. Die werden hydraulisch bewegt und durch Computer gesteuert und man sieht kaum noch etwas davon, nur noch ein großes Haus über einem Wasserlauf. In den Computer kann keiner reinschauen und Sielwärter gibt es kaum noch.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
      
      
        
      
           Aber in unserem Zwei-Siele-Museum können Sie an einem Modell sehen, wie es früher mal war. Und ihren Kindern erklären, wie das funktioniert hat. Westeraccumersiel hatte ein wunderschönes gemauertes Sielbauwerk. Aber nach dem Bau von Accumersiel wurde es leider zerstört, es war ja überflüssig geworden, und der Unterhalt von einem alten Gemäuer kostet viel Geld. Nur in der Straße können Sie an der Pflasterung noch sehen, wo es mal gestanden hat. Und der alte Fischerhafen ist auch nicht mehr da, die Kutter mussten auch raus vor den Deich. Aber sie können noch erahnen, wo er mal gelegen hat. Im Museum erfahren Sie noch viel mehr darüber.
          
    
      
    
    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 25 May 2021 16:54:00 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Theorie über die Entwicklung der Marschenlandschaft im Harlingerland</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/theorie-ueber-die-entwicklung-der-marschenlandschaft-im-harlingerland</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein interessanter Aufsatz, den Axel Heinze als Festschrift anlässlich der Verabschiedung von Dr.Bärenfänger (Landschaftsdirektor) verfasste.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auslöser dieser Überlegungen ist das vielfach geäußerte Interesse von Einwohnern des Harlingerlandes an der Weihnachtsflut von 1717 und den Auswirkungen dieser Sturmflut in diesem Gebiet, denn diese Katastrophe hatte wohl hier ihren Schwerpunkt. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Augenzeugenberichte, die auch sehr detaillierte Aussagen über das Ausmaß der Schäden erlauben. Trotz der nahezu völligen Zerstörung vieler Siedlungen in der Marsch wurden sie sehr schnell wiederhergestellt und bewohnt, obwohl sich solche Ereignisse doch jederzeit wiederholen konnten.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daraus folgt unmittelbar die Frage: Warum haben Menschen diesen lebensgefährlichen Raum überhaupt erschlossen und welche Fehler haben sie vielleicht bei der Erschließung gemacht?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Marsch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter „Marsch“ wird hier die fast flache Landschaft an einer Gezeitenküste verstanden, die bei normaler Flut nicht überflutet wird, aber bei Sturmfluten – also windbedingt erhöhten Wasserständen – mehrfach im Laufe eines Winters mehr oder weniger vom Wasser überdeckt wird. Handelt es sich um den Küstenbereich eines Meeres, so wird sie von Salzwasser überflutet (Küstenmarsch). In den Ästuarien wird das Wasser zunehmend brackisch bis schließlich ganz süß (Flussmarsch). Dieser Faktor ist entscheidend für die Pflanzengesellschaften, die sich hier entwickeln. Zudem ist die Sedimentation unterschiedlich, aber die Prozesse sind weitgehend vergleichbar (Zur Entstehung des Naturraumes siehe Behre 2008; 2014).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiterer notwendiger Faktor ist ein langsames Anwachsen des Meeresspiegels gegenüber der Landeshöhe. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Meeresspiegel wirklich steigt oder der Boden sinkt, die Auswirkung bleibt gleich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürliche Höhenunterschiede ergeben sich zum Beispiel durch Uferwälle an Wasserläufen, wo vor allem oberhalb von Prallhängen relativ grobes Material abgelagert wird. Je nach Größe des Gewässerlaufes können solche Wälle Höhen von mehr als einem Meter erreichen, sind aber in ihrer Längenausdehnung immer beschränkt. Anders ist die Entwicklung parallel zur Küstenlinie. Auch hier wird bei Überflutungen gröberes Material in einigem Abstand von der Küstenlinie weitflächig abgelagert und bildet einen flacheren, aber wesentlich breiteren und oft sehr langen küstenparallelen Wall. Für dieses Phänomen wird in der niederländischen Geologie der Begriff „Kwelderwall“ benutzt, der sich als „Küstenwall“ übersetzen lässt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bäume sind in der natürlichen Küstenmarsch kaum zu erwarten, da unsere Baumarten keinen Salzgehalt im
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Wasser vertragen. Die dominierende Pflanzenart ist das Schilf (Phragmitis) mit einer recht guten Salzresistenz und einer sehr guten Wasserverträglichkeit. Zudem stellt es keine besonderen Ansprüche an die Bodenart, solange genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Bodenarten sind in der Marsch sehr unterschiedlich. An Korngrößen stehen nur Sand, Ablagerung, da Überflutungswasser hier oft lange Zeit steht und so auch Tonmineralien zur Ablagerung kommen, während Sand hier nicht mehr hingelangt und der Schluff-Anteil immer geringer wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schlick entsteht vor allem in der Übergangszone von Salz- und Süßwasser durch Ausfällung und biologische Prozesse, so dass er in der Flussmarsch dominiert und Schluff und Tonmineralien zur Verfügung. Auf den „Wällen“ dominieren Sand und Schluff, eventuell noch begleitet von einzelnen Muschelschalen, da hier die Wasserbewegung für feinere Sedimente zu groß ist. Weiter entfernt von Küste und Wasserläufen gelangt nur Schluff mit unterschiedlich hohen Tonanteilen zur mit zunehmendem Abstand von Fließrinnen fast nur noch als Ton mit einem geringen Schluff-Anteil abgelagert wird. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lebensraum
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Raum ist also eine Landschaft mit nur ganz geringem Relief, durchzogen von einem Gewirr von Wasserläufen, die bedingt durch Ebbe und Flut viermal täglich ihre Fließrichtung ändern. Ihr Salzgehalt ist stark wechselnd. Die Landflächen sind von einem „Schilfsumpf“ bedeckt, nur unmittelbar an der Küstenlinie dominieren salzresistente Gräser. Bei Sturmfluten im Winterhalbjahr wird die gesamte Landschaft von Wasser bedeckt, je nach Höhe der Flut bleiben nur kleine Stellen trocken. Tiere können hier nur leben, wenn sie an diese Bedingungen angepasst sind. Sie müssen mit dem wechselnden Salzgehalt fertig werden und die Überflutungen überstehen können. Es gibt Fischarten, Muscheln und Insekten, die dies schaffen und damit hier einen nährstoffreichen Lebensraum haben. Vögel haben kein Problem damit, weil sie vor Hochwasserständen bequem ausweichen können. Säugetiere können durch die winterlichen Überflutungen massiv gefährdet werden und haben daher nur im Sommerhalbjahr eine Chance, diesen Raum zu nutzen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Menschliche Nutzung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Menschen war diese Landschaft extrem gefährlich. Vor allem die winterlichen Überflutungen waren fatal, da kaum Fluchtpunkte gegeben waren. Daher war an eine dauerhafte Besiedlung kaum zu denken. Es kann sein, dass dieser Raum von den Randlandschaften aus zur Jagd genutzt wurde, eine dauerhafte Besiedlung war ausgeschlossen. Allein die Versorgung mit süßem Trinkwasser war eine kaum lösbare Problematik.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon lange lebten Menschen auf dem Geestrand, dem sturmflutsicheren Raum im Anschluss an die Marsch. Hier war Ackerbau möglich, die randlichen Flächen der Marsch konnten als Weideflächen, zur Gewinnung von Winterfutter oder als Jagdrevier genutzt werden. Dieser Raum hatte allerdings auch seine Begrenzungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ursprünglich waren die weiten Flächen der Geest bewaldet und bedingt durch einen tieferen Stand des Meeresspiegels mit einer guten Entwässerung versehen. Im Laufe der Zeit jedoch führte der ständige Anstieg des Meeresspiegels zu einem Anstieg des Grundwassers und zu einer Verringerung des natürlichen Abflusses, so dass Moore zunächst in natürlichen Mulden wie den zahlreichen Pingo-Ruinen entstehen konnten und sich schließlich auch über die Flächen ausdehnten: Niedermoore an den Rändern der Geest und in Talmulden, Hochmoore auf den Flächen, die mit mageren Sandböden keinen hohen Nährstoffgehalt zu bieten hatten. Die Funde von zahllosen Mooreichenstämmen unter den Torfschichten der Moore weisen darauf hin (Abb. 1).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Moorausdehnungen engten den Nutzungsraum der Geestrandbewohner immer weiter ein. Zeugnis dafür liefern die frühgeschichtlichen Funde unter Mooren, die in Ostfriesland zahlreich belegt sind. P. Vos hat das Ausmaß der Vermoorungen in den letzten zweieinhalb Jahrtausenden sehr überzeugend nachgewiesen (Abb. 2, Vos 2015).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Bewohner des Geestrandes mussten also eine andere Möglichkeit der Nahrungsbeschaffung suchen. Für die Bronzezeit ist an unserer Küste noch keine Nutzung der Seemarsch nachgewiesen. Aber in der Vorrömischen Eisenzeit drängten offenbar massiv Menschen in die Marsch des Harlingerlandes, wie K. Niederhöfer aufgezeigt hat (Niederhöfer 2016). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vorrömische Eisenzeit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die älteste hier nachgewiesene Besiedlung ist eine kleine Hütte auf ebener Erde auf Klei aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. (Abb. 3). Die Hütte von 4 x 6 Metern Größe mit Klei-Soden-Wällen war sicher nicht geeignet, für Vieh ein Unterdach zu bieten, zudem hätte sie eine winterliche Sturmflut kaum überstanden. Sie lässt sich also nur als temporäre Wohnung während des Sommerhalbjahres deuten (Niederhöfer 2016, 238–240).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Nähe auf gleichem Niveau konnten einmalige Pflugspuren dokumentiert werden (Abb. 4, Niederhöfer 2016, 242–245). Die Bewohner der Hütte haben offenbar versucht, hier Ackerbau zu betreiben, dies dürfte aber in Anbetracht des Salzgehaltes kaum Erfolg gehabt haben. Dies spricht auch dafür, dass keine Erfahrungen im Umgang mit diesem Boden vorlagen. Die Einmaligkeit der Bodenbearbeitung spricht ebenfalls für eine nur temporäre sommerliche Nutzung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Menschen können eigentlich nur von der recht nahen Geest bei Esens gekommen sein und haben sich im Herbst auch wieder dorthin zurückgezogen, falls sie nicht einer Sturmflut zum Opfer gefallen sind. Für die Herkunft spricht auch, dass die Pfosten der Hütte aus gespaltenem Eichenholz bestanden, das in der Marsch nicht zu gewinnen war. Die Kleisoden für die Wälle wurden rings um die Behausung ausgegraben und konnten so Regenwasser ableiten, während das Dach sicher mit Schilf gedeckt war, das in der Umgebung im Frühjahr zur Genüge zur Verfügung stand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Besiedlung um 210 v. Chr. war nur wenig weiter südlich nachweisbar (Niederhöfer 2016, 248). Hier waren Häuser auf einem Mistpodest von 25 m Durchmesser errichtet. Das Mistpodest war unmittelbar auf einer Torfschicht aufgeschüttet, es müssen also zuvor Menschen auch auf ebener Erde gewohnt haben. Sie waren hier auf einer weit in die Marsch hinausreichenden Moorschicht bis dicht an die Kleigrenze gegangen. (vgl. Abb. 2). Die Häuser hatten massive senkrechte Eichenholzpfosten, von denen einige dendrochronologisch auf 210 v. Chr. datiert werden konnten. Außerdem wurde Keramik der Vorrömischen Eisenzeit sowie eine Grube mit Knochenabfällen nachgewiesen. Neben den Knochen der üblichen Haustiere waren auch in geringem Umfang solche von Reh und Hirsch in den Küchenabfällen zu finden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Siedlung war offensichtlich ganzjährig bewohnt, wurde aber nach und nach vom Klei eingeschlossen. Die Sturmfluten haben sich also langsam nach Errichtung dieser Siedlung weiter über die Torfschicht ausgedehnt. Wie lange diese Siedlung bewohnt war, ist noch nicht untersucht, allerdings war keine Keramik der Römischen Kaiserzeit zu finden, so dass höchstens ein Zeitraum von 150 Jahren in Betracht kommt. Auch wurde die Basis nie erhöht; das spricht eher dafür, dass die Siedlung nach einer Zerstörung durch eine Sturmflut aufgegeben wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Siedlungsraum wurde aber nicht aufgegeben. Nur wenig nördlich fand sich ein Müllplatz, der später als Ackerfläche genutzt wurde. Dadurch war die Keramik in sehr kleine Stücke zerpflügt, die aber dennoch eine recht genaue Datierung erlaubten. Eine Analyse zeigte hier, dass dieser Platz von 300 v. Chr. bis 300 n. Chr. als Müllplatz genutzt wurde (mündliche Mitteilung von Rainer Halpaap, Wilhelmshaven). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben der Keramik fanden sich auch zahlreiche Knochensplitter sowie mürbe Bruchstücke von Miesmuschelschalen, deren Inhalt wohl damals bereits auf dem Speiseplan stand. Intakte Fundstücke waren nur ein aus Ton gebranntes Garnröllchen (Abb. 5) und eine Netznadel aus Knochen. Weiterhin war die Fundstelle gekennzeichnet durch zahlreiche zu Spielsteinen abgeschliffene Keramikscherben (Abb. 6, Niederhöfer 2016, 242–245). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nachhaltige Nutzung von der Römischen Kaiserzeit bis zum frühen Mittelalter
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Da hier keine mittelalterlichen Funde auftraten, muss man davon ausgehen, dass die Beackerung – durch einen ausgeprägten Pflughorizont als längerfristig nachgewiesen – bereits vor dem Mittelalter erfolgte, also zwischen 300 und 600 n. Chr. Allerdings ist ein Ackerbau in diesem Milieu ohne Deichbau auszuschließen, so dass diese Fläche auch bereits durch eine niedrige Kade gegen winterliche Überflutungen geschützt gewesen sein muss. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Weiterhin zeigten die meisten Fundstellen der Umgebung Keramikränder der Vorrömischen Eisenzeit, so dass die Folgerung erlaubt ist, dass der gesamte Raum bereits vor 50 v. Chr. dicht besiedelt war. Die Gunst des Raumes war den Menschen durch die frühen Besiedlungsversuche bewusst geworden und wurde genutzt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ebenerdige dauerhafte Siedlungen in dieser Marsch dürften nur kurzfristigen Bestand gehabt haben. Sie werden die natürlichen Höhen der Marsch genutzt haben. Auch in diesem Bereich der Küste muss ein langgestreckter Küstenwall gelegen haben, denn größere Entwässerungsrinnen zeichnen sich auch in dem Höhenrelief hinter der heutigen Deichlinie kaum ab. Diese Siedlungen mussten dann bald künstlich aufgehöht werden, hier entstand eine Wurtenreihe. Ein vergleichbares Bild ist heute noch in Dornumergrode zu beobachten. Anders als dort sind hier aber bald größere Wurten entstanden, wie die Analyse von Niederhöfer erbracht hat. Bis zum Mittelalter wurden diese Siedlungen nahezu ununterbrochen genutzt. Selbst vier Kirchen hatten sich hier entwickelt, wie das Stader Copiar nachweist (Niederhöfer 2016). 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dieser Zustand hielt sich über tausend Jahre mit einer schrittweisen Erhöhung der Wurten. Die Wurtenreihe von Nordwerdum über Großholum bis nach Kleinholum mag hier als Beispiel dienen. Die archäologischen Funde im Watt bezeugen eine florierende Wirtschaft auch ohne Deichbau für diese Periode. Nur kleine Flächen wurden durch Kaden vor Überflutungen geschützt; waren die Häuser dort durch eine Sturmflut zerstört, musste überlegt werden, ob man sie an gleicher Stelle wiedererrichtete oder eine bessere Stelle fand, die bereits höher aufgeschlickt war. Verkehrswege waren die Priele, auf denen man die Geest im Hinterland ebenso erreichen konnte wie auch das offene Watt oder selbst die Nordsee. Funde von Fischgräten von Hochseefischen zeigen, dass auch die offene Nordsee zur Nahrungsbeschaffung genutzt wurde. Die Besiedlung blieb auf den Wurten und war daher bei Sturmfluten weitgehend geschützt. Die Halligen in Nordfriesland als Reste einer offenen Marschenlandschaft zeigen heute noch ein vergleichbares Bild. Die Marschenlandschaft konnte nach wie vor durch die Schlickablagerungen bei Sturmfluten in die Höhe wachsen und wurde auch weiterhin gedüngt. Diese Lebensweise war an die natürlichen Mechanismen der Marsch vollständig angepasst, ohne deren Prozesse zu stören. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürlich mussten die Bewohner in einer solchen geologisch aktiven Landschaft mit Veränderungen rechnen. Es gab sicher Küstenabbrüche, die durch den steigenden Meeresspiegel verursacht wurden, oder Wanderbewegungen der Priele, gleichzeitig verlagerte sich aber die Marsch dann insgesamt weiter nach Süden. Wurden Nutzungsareale an der Küstenlinie zu stark reduziert, mussten die Bewohner weiter südlich neue Wurten errichten und neue Flächen kultivieren. Hier kamen sie kaum in Konflikt mit den Bewohnern des Geestrandes, die nur die Ränder dieser Flächen als Wiesen nutzten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Der Spruch: „Kein Deich – kein Land – kein Leben“ lässt sich für diese Landschaft auf jeden Fall nicht belegen, er stammt aus einer viel späteren Zeit. Die Nutzung der Marsch erfolgte in einer weitgehend an die naturräumlichen Bedingungen angepassten Art, die deren Mechanismen nicht störte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Bereich des späteren Dorfes Ostbense fand der Verfasser 1993 bei einer Begehung der Fundstellen ein menschliches Skelett in einer typischen vorchristlichen Bestattungslage. Da nicht viel Zeit bis zur Flut zur Verfügung stand, wurde das Skelett nur fotografisch dokumentiert und dann geborgen, da ein Wiederauffinden in diesen Bedingungen ohne die heute üblichen GPS-Geräte kaum möglich war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Archäologischen Dienst in Aurich empfing der Jubilar, der seine Stelle als zuständiger Archäologe für die Landkreise Leer und Wittmund gerade angetreten hatte, den Fund mit den Worten: „Herr Heinze, keine Skelettbergung mehr ohne mich!“ Später wurde die bestattete Person als 40 bis 50jährige Frau aus der Völkerwanderungszeit identifiziert, die mit zwei Fibeln als Grabbeigaben beigesetzt worden war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Jahr später meldete ein anderer ehrenamtlicher Denkmalpfleger eine weitere Bestattung in diesem Raum. Nach der Weitergabe der Meldung an den Archäologischen Dienst rückte der Jubilar mit vollem Equipment an (Abb. 7). Geborgen wurde dann eine ebenfalls völkerwanderungszeitliche Säuglingsbestattung, die in einem Holztrog beigesetzt worden war (Bärenfänger 1997). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im hohen Mittelalter wird alles anders
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Durch den Sachsenspiegel wird für Ostfriesland eine geschlossene Deichlinie um 1300 belegt. Was hat die Marschenbevölkerung dazu gebracht, von ihrem erprobten und bewährten Nutzungsschema abzuweichen? Ackerbauprodukte waren natürlich in der nichteingedeichten Seemarsch nur in begrenztem Maße vorhanden, aber für die lokale Bevölkerung wird die Produktion dank der hohen Bodenfruchtbarkeit völlig ausgereicht haben. Im hohen Mittelalter wuchsen die Städte, die vor allem entlang der Flüsse lagen. Die Stadtkultur mit Handel und Handwerk boomte, einzigartige Bauwerke in Form von Kirchen und Domen wurden errichtet. Für die Ernährung dieser Bevölkerungskonzentrationen wurde Getreide benötigt, und die Marsch konnte es liefern, sofern sie die Salzwasserüberflutungen ihrer Nutzflächen verhindern konnte. Dass dies auf kleinen Flächen funktionierte, war hinlänglich bekannt. Ein weiterer Vorteil der Marsch war der Wasserweg, der einen sehr preiswerten Transport mit Segelschiffen in die Flüsse ermöglichte. Um die nötigen Flächen für den Getreideanbau zu gewinnen, war ein großräumiger Küstenschutz unabdingbar. Hierzu wurden die bereits seit dem 11. Jahrhundert vorhandenen Ringdeiche, die kleinere Flächen und einzelne Höfe schützten, nach und nach zu größeren Deichlinien ausgebaut.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Allerdings ist für solch ein gemeinsames Werk eine Koordination erforderlich, und heute ist nicht mehr nachvollziehbar, welche Macht diese Koordination geleistet hat. Eine geschlossene weltliche Macht ist für diesen Zeitraum für unsere Küste nicht nachweisbar. Auch die Treffen am Upstalsboom geben keinen Hinweis auf diesen Fragenkreis. Ein anderer Faktor könnten die Klöster sein, die sich hier im Küstenraum ausbreiteten und die mit Sicherheit ein umfangreiches Wissen in ihren Mauern bargen, auch im Bereich der Wasserwirtschaft. Zudem waren sie auf relativ schlechten Standorten auf eine ökonomische Selbstversorgung angewiesen, die durch den Deichbau und den darauf folgenden Ackerbau und Handel begünstigt wurde. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mord an der Marsch?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine geschlossene Deichlinie bedeutete das Unterbinden aller natürlichen Prozesse der Marschenlandschaft. Aus ständig strömenden Prielen wurden zumeist stehende Wasserläufe mit extrem anderen Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen. Aus einem fließenden und stark schwankenden Übergang von salzigem zu süßem Milieu wurde ein harter Übergang, der nur bei Öffnung der Siele möglich war. Die ständige Düngung der Flächen durch den Schlickfall des Nordseewassers blieb einfach weg. Dadurch und durch die Absenkung des Grundwasserspiegels veränderte sich der Boden vollständig. Aus einem ständig gedüngten „Auenboden“ wurde ein Gley und schließlich eine Braunerde mit der typischen Verlagerung von Tonmineralien, die diesen Boden langsam verschlechterte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dies dauert natürlich seine Zeit und war nicht immer negativ. Aber es war auch ein gewaltiger Eingriff in das natürliche Ökosystem. Schlimmer noch war die fehlende Ablagerung von Schlick, die diese Landschaft bisher mit dem steigenden Meeresspiegel hat mitwachsen lassen. Die Absenkung des Grundwasserspiegels führte zu einem Sacken der Bodenoberfläche und vergrößerte damit noch den Abstand zum steigenden Meeresspiegel.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf der anderen Seite standen natürlich auch gewaltige Vorteile für die Bewohner dieser Landschaft. Riesige Flächen optimaler Böden wurden intensiv landwirtschaftlich nutzbar. Wege konnten angelegt werden und der Verkehr verlagerte sich vom Wasser aufs Land. Die Verkehrsgunst des Raumes ließ Schiffbau und Schifffahrt aufblühen und schuf damit die Basis für umfangreiches Gewerbe und Handel. Natürlich verursachten der Deichbau und Unterhalt enorme Kosten, die aber durch die Gewinne aus der Landnutzung leicht erbracht werden konnten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber die scheinbare Sicherheit hinter den Deichen verführte die Bewohner auch dazu, auf die erprobte Sicherheit durch die Wurten zu verzichten. Häuser wurden in zunehmendem Maße in der ebenen Marsch errichtet, vor allem die ärmeren Schichten der Bevölkerung konnten sich den Aufbau von Wurten für ihre Wohnungen nicht mehr erlauben, sie hielten ihn auch nicht mehr für erforderlich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Natürlich wurden Deiche und Küstenschutzbauwerke jeder Art nach den Erfahrungen früherer Sturmfluten errichtet, heute sogar berechnet unter der Nutzung aller möglichen Sicherheitsmargen. Aber der Meeresspiegel steigt immer noch und Sturmfluten rennen jeden Winter gegen unsere Deiche an. Sturmfluten neigen dazu, immer an einem Punkt mit maximaler Kraft zuzuschlagen; wo das jeweils stattfindet, lässt sich kaum vorhersagen, weil hier jeweils mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen müssen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass etwa in jedem Jahrhundert einmal diese Schutzmaßnahmen nicht gereicht haben, 1962 in Hamburg und 1953 in den Niederlanden, 1825 in weiten Bereichen der Küste, 1717 fast in der gesamten Deutschen Bucht mit dem Schwerpunkt in Groningen und Ostfriesland, und diese Liste kann man bequem weiter zurückverfolgen bis zum Anfang des Deichbaus. Ohne Deiche waren solche Katastrophen kaum möglich. In der Zeit vor dem Deichbau wagte niemand, große Investitionen in der Marsch auf ebener Erde vorzunehmen, weil jede Sturmflut verdeutlichte, dass hier Naturkräfte wirksam sind, die nicht zu beeinflussen waren. 1962 war hier in Ostfriesland die Erinnerung an 1825 noch lebendig, aber heute ist sie weitgehend verblasst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Marsch ist eine reizvolle und reiche Landschaft, die aber mit den Sturmfluten und dem Deichbau ein großes Risiko birgt. Mag ein Risiko auch rechnerisch noch so gering sein, es bleibt in jedem Fall bestehen. Wir sollten uns bewusst sein, dass wir dieses Risiko eingehen, vor allem, weil wir die natürlichen Prozesse der Marsch rigoros unterbunden haben. Die Natur bleibt am Ende immer die stärkere Kraft, es wäre besser, mit ihr zu leben und sich an ihr zu orientieren statt sie überwinden zu wollen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neue Wege?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unter diesem Aspekt sollte man den Küstenschutz neu überdenken. Die wirtschaftliche Struktur der Marsch hat sich verändert. Der Schwerpunkt liegt im Harlingerland im Küstentourismus, also in der scheinbaren Naturnähe der Landschaft und ihrem Erholungswert. Beides kollidiert aber mit einer intensiven Landwirtschaft und auch mit der intensiven Gewinnung von elektrischer Energie mit Hilfe von Windenergieanlagen. Ein Nationalpark Wattenmeer und ein Weltnaturerbe waren schon Schritte in eine sinnvolle Richtung, die sich auch ganz langsam im Bewusstsein der Bevölkerung widerspiegeln. Aber für einen steigenden Meeresspiegel reicht dies noch nicht aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die wissenschaftlichen Ergebnisse über diese Region, an denen der Jubilar wesentlich beteiligt war, zeigen auf, dass die Kultivierung und Nutzung dieser Landschaft durchaus auch ohne Deichbau möglich war. Es sollte stärker darüber nachgedacht werden, ob wir wieder zu anderen Prinzipien des Küstenschutzes zurückkehren sollten, damit das Leben in dieser Region eine nachhaltige Zukunft hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;h3&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Literatur
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bärenfänger 1997: R. Bärenfänger, Zwei völkerwanderungszeitliche Körpergräber aus dem ostfriesischen Wattenmeer bei Ostbense, Ldkr. Wittmund, Niedersachsen – archäologischer, anthropologischer, paläopathologischer und paläoethnobotanischer Befund. Studien zur Sachsenforschung 10, 1997,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1–47. (Mit A. Burkhardt, P. Carli-Thiele, H. Freund,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            S. Grefen-Peters u. M. Schultz) 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Behre 2008: K.-E. Behre, Landschaftsgeschichte Norddeutschlands (Neumünster 2008).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Behre 2014: Ostfriesland. Die Geschichte seiner Landschaft und ihrer Besiedlung (Wilhelmshaven 2014). Leuschner u.a. 1986: H.-H. Leuschner/A. Delorme/J. Tüxen/H.-Chr. Höfle, Über Eichenwaldhorizonte in küstennahen Mooren Ostfrieslands. TELMA 16, 1986, 61–82.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Niederhöfer 2016: K. Niederhöfer, Archäologische Fundstellen im ostfriesischen Wattenmeer. Siedlungsgeschichte einer untergegangenen Landschaft. Beiträge zur Archäologie in Niedersachsen 18 (Rahden/Westf. 2016).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vos 2015: P. Vos, Origin of the Dutch coastal landscape. Long-term landscape evolution of the Netherlands during the Holocene, described and visualized in national, regional and local palaeogeographical map series (Groningen 2015).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 25 Feb 2021 20:22:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/theorie-ueber-die-entwicklung-der-marschenlandschaft-im-harlingerland</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Restauratorin Mirja Harms im Zwei-Siele-Museum</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/die-restauratorin-mirja-harms-im-zwei-siele-museum</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Ein Schatz wird freigelegt!
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    
          Auf diesem Foto hat Mirja Harms noch gut 300 Arbeitsstunden und zwölf Wochen vor sich! (Bild: Handwerkskammer)
          &#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mittlerweile ist die Wand freigelegt und strahlt im alten Glanz.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im folgenden Bereicht, der am 03.09.20 im Anzeiger für Harlingerland erschien, erfahren Sie neben den Informationen zur Wandfreilegung auch etwas über Mirja Harms und ihren überaus interessanten Beruf als Restauratorin.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 04 Sep 2020 21:25:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/die-restauratorin-mirja-harms-im-zwei-siele-museum</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Der verborgene Schatz</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/der-verborgene-schatz</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         25. Mai 2020: Er kommt so langsam zum Vorschein!
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://cdn.website-editor.net/762c0e9aa2294af283a4f78529f3a66a/files/uploaded/Presse%2520Mirja%2520Harms%25201.jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/762c0e9aa2294af283a4f78529f3a66a/files/uploaded/Presse%2520Mirja%2520Harms%25201.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 24 May 2020 22:09:00 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Denkmalschutz kontra Naturschutz?</title>
      <link>https://www.zwei-siele-museum.de/denkmalschutz-kontra-naturschutz</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Mit etwas gutem Willen gibt es immer kreative Lösungen!
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    
          Wir hatten das Haus „Am alten Hafen 1“ in Westeraccumersiel erworben, um es zu sanieren und dort das „Zwei-Siele-Museum“ und die K.-H.-Wiechers-Stiftung unterzubringen. Aber bei genauerer Besichtigung des Gebäudes ergab sich ein Hindernis, mit dem wir zunächst nicht gerechnet hatten.
          &#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Haus war immer unbeheizt gewesen, da es nur im Sommer genutzt wurde. Gleichzeitig war der Keller oder besser das ‚Niederhaus‘ durch mangelnde Drainage immer etwas feucht. Zudem fiel durch die Fenster in nordwestlicher Richtung immer ein dämmriges Licht in diese Räume.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Genau das sind die Lebensbedingungen, welche die Hirschzunge (Asplenium scolopendrium) bevorzugt; ein geschützter Farn unserer Region, den man sonst nur in Gebirgsschluchten findet. Hier aber wuchs er im Keller eines denkmalgeschützten Hauses dicht an der Küste.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen ähnlichen Konflikt hatte ich bereits im Landkreis Wittmund erlebt, wo eine geschützte und für Ostfriesland ausgestorbene Pflanze in den Fugen eines mit Lehm gemauerten Hauses wucherte. Dort wurde damals brachial entschieden: „Unkrautex!“, das Denkmal hat Vorrang. Genutzt hat es nichts, das Kraut ist heute noch da, die Natur ist zumeist stärker.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir mussten aber den Keller trocken legen, dass hätte der Farn nicht überlebt. Aber hier im Landkreis Aurich hatte die Naturschutzbehörde den Denkmalschützern keinen Freibrief gegeben. Sie verlangten eine sinnvolle Lösung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Claudia Koch hatte die rettende Idee. Sie nahm Kontakt mit dem Botanischen Garten der Uni Oldenburg auf. Dort hies es: „Wenn es ihnen gelingt, den Farn mit etwas Wurzelmaterial zu bergen, können wir den wieder aufpäppeln!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gelang! Der Farn wurde mühsam aus den Mauerritzen gekratzt und nach Oldenburg gebracht, dort ziert er jetzt den botanischen Garten. Denkmalschutzbehörde und Naturschutzbehörde waren zufrieden mit der Lösung und wir konnten und problemlos an die Haussanierung machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Axel Heinze
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 22 Aug 2019 14:41:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.zwei-siele-museum.de/denkmalschutz-kontra-naturschutz</guid>
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