Die Sammlung Johann und Anna Weyerts: Eine Zeitreise durch Dornumersiel und Westeraccumersiel

Claudia Koch • 20. Januar 2026

Die Sammlung Weyerts als Leihgabe im Zwei-Siele-Museum

Filmstill Am Siel Peter Nestler nachcoloriert Zwei-Siele-Museum 2026

Screenshot aus dem Film 'Am Siel' (1962) von Peter Nestler. Rechte: Deutsche Kinemathek. Dieses Standbild wurde für die Sonderausstellung 2026 digital  ausgeschnitten.

In der Mitte das Weyerts-Haus in der Kapitänsstraße


Ein Dorf lebt durch seine Geschichten und durch die Menschen, die diese für nachfolgende Generationen bewahren.

Ab dem 29. März 2026 dürfen wir Ihnen im Zwei-Siele-Museum einen ganz besonderen Schatz präsentieren: Eine umfassende Fotosammlung aus dem Nachlass der Familie Weyerts, die uns zeigt, wie Dornumersiel und Westeraccumersiel früher aussahen. Diese wertvollen Zeitzeugnisse wurden dem Museum von Ina Weyerts als Leihgabe für das Jahr 2026 zur Verfügung gestellt.


Historisches Schild Bäckerei Biermann Dornumersiel

Ein Haus mit Tradition: Die Kapitänsstraße 5

Die Geschichte hinter den Bildern ist eng mit einem markanten Gebäude in Dornumersiel verknüpft. Um 1890 kaufte Dirk Biermann, der Urgroßvater von Ina Weyerts, das Haus in der Kapitänsstraße 5.


Familie Biermann vor dem Wohnhaus mit Bäckerei in Dornumersiel um 1900


Als erster Bäcker der Familie betrieb er sein Handwerk in diesem Haus, dem späteren Elternhaus von Anna Weyerts (geb. Biermann), der Mutter von Ina.

Zusammen mit ihrem Mann Johann (beide Jahrgang 1936) führte sie dort lange Zeit ein Lebensmittelgeschäft. Nach dessen Ende und Zwischenstationen wie einer Schlecker-Filiale und einem Vermietungsservice, begann im Jahr 2006 der Umbau zum privaten Museum.


Post, Proviant und Historie

Das Haus war über Jahrzehnte ein Herzstück des Dorflebens. Parallel zum Museum betrieb Inas Mutter einen kleinen Laden für den täglichen Bedarf: Frühstücksbrötchen, Tee, Zeitschriften und frisches Obst.

Als Postagentur war das Geschäft zudem ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für Einheimische und Gäste. Wer sich für die Geschichte der Sielorte interessierte, war bei den Weyerts genau richtig – nach Absprache oder bei Gelegenheit führten sie interessierte Besucher gerne durch ihre stetig wachsende Sammlung.


Historische Ladeneinrichtung Bäckerei Weyerts Dornumersiel

Die Entstehung der Sammlung

Die Leidenschaft für die Fotografie und die Dokumentation der Heimat begann bereits in den 1970er Jahren. Viele Aufnahmen stammen ursprünglich von dem Fotografen Rose aus Hannover, der in den 60er Jahren seinen Urlaub hier verbrachte.

Über die Jahre kamen eigene Familienfotos und Aufnahmen von Freunden hinzu, die das Archiv der Weyerts zu einer einzigartigen Chronik anwachsen ließen.

Der Fotograf Rose in den 60er Jahren in Dornumersiel
Museumsleiter Axel Heinze bei der Sichtung seltener Fotografien aus Dornumersiel(Foto: Claudia Koch/Zwei-Siele-Museum)

Sonderausstellung 2026: Ein Blick zurück


Ina Weyerts leiht dem Museum diesen besonderen Nachlass ihrer bereits verstorbenen Eltern, um die Erinnerung an das „alte“ Dornumersiel und Westeraccumersiel lebendig zu halten.


Wir haben die beeindruckendsten Motive ausgewählt und präsentieren sie Ihnen in einer exklusiven Sonderausstellung.



  • Eröffnung: 29. März 2026 (zum Saisonstart nach der Winterpause)
  • Ort: Zwei-Siele-Museum
  • Zeitraum: Die Sonderausstellung ist während der gesamten Saison 2026 zu sehen.



"Die gezeigten Fotografien stammen aus der Sammlung der Familie Weyerts. Sie umfassen Aufnahmen des Fotografen Rose (Hannover), private Familienaufnahmen sowie Bilder aus dem Freundeskreis. Eine eindeutige Einzelzuordnung ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht mehr möglich."


von Axel Heinze 4. Januar 2026
Das Westerburer Neuland ist die Marschenlandschaft östlich von Westeraccumersiel. Wenn wir vom Siel aus Richtung Pumpsiel fahren, erstreckt sich rechts der Straße eine flache Marschenlandschaft. Auf der linken Seite folgt die Straße einem alten Seedeich. Hier wurde also offenbar ein früheres Deichvorland durch einen Deich in einen Polder verwandelt. Auffällig ist die Flureinteilung. Im Bereich des Westerburer Neulandes sind es sechs weitgehend parallele Nord-Süd-Streifen, in denen jeweils an der Straße ein landwirtschaftlicher Betrieb zu finden war.
Erste Deichlinie mit Siel im Mittelalter. Deiche hat man seit dem 12. Jahrhundert hier gebaut.
von Axel Heinze 15. Oktober 2025
„Wie entstanden Dornumersiel und Westeraccumersiel? Erfahren Sie die bewegte Geschichte der Sielhäfen, den Kampf gegen das Meer und die Bedeutung der Schifffahrt.“
Die bemalten, historischen Türen im Wiechers-Hus
von Axel Heinze 25. Mai 2025
„Bestaunen Sie die kunstvoll bemalten Türen im historischen Wiechers-Huus. Erfahren Sie die Geheimnisse hinter den Motiven und die Geschichte dieser Handwerkskunst.“
Logbuch des Kutters Leonie
von Axel Heinze 25. Mai 2025
Es gelang dem Museumsverein Dornumersiel, das „Logbuch des Kutters LEONIE“ im Originaltext mit über 100 Zeichnungen des Dornumer Künstlers Ludwig Kittel als gebundenes Buch im Rahmen seiner Publikationsreihe ‚Rund um die Accumer Ee‘ herauszugeben.
von Claudia Koch 16. Mai 2025
„Erleben Sie Dornumersiel 1962: Der Dokumentarfilm ‚Am Siel‘ von Peter Nestler zeigt das authentische Leben an der Küste. Ein filmisches Meisterwerk bei uns entdecken.“
Modell einer Segelyacht
von Axel Heinze 16. Mai 2025
„Präzision im Detail: Entdecken Sie unser neues Modell einer historischen Segelyacht im Zwei-Siele-Museum. Erfahren Sie alles über Bauweise und Segelgeschichte.“
Rohkreisläufe an der ostfriesischen Nordseeküste
von von Jan F. Kegler, Axel Heinze und Paul Weßels 23. Oktober 2024
Rohkreisläufe an der ostfriesischen Nordseeküste
Rekonstruiertes Stickmustertuch
24. September 2024
„Die Kunst der Nadel: Entdecken Sie das rekonstruierte Stickmustertuch im Zwei-Siele-Museum. Erfahren Sie die Bedeutung der Motive und die Geschichte dahinter.“
Zeichnung von der Wilters Werft in Dornumersiel. Künstler: Kittel
von Axel Heinze 7. März 2024
„Entdecken Sie das Leben und Werk der Brüder Ludwig und Georg Kittel. Die Dornumer Kunstmaler hielten die Geschichte der Zwei Siele in einzigartigen Gemälden fest. Jetzt mehr erfahren!“
Ansicht des Wicher-Huus vor der Restaurierung
von Axel Heinze 31. Dezember 2023
„Besuchen Sie das Zwei-Siele-Museum im historischen Deichhaus von 1696. Erleben Sie authentische ostfriesische Bauweise im denkmalgeschützten Wiechers-Huus.“
Gemälde von dem Dornumer Maler Georg Kittel, Hafen Westeraccumersiel mit Fischkutter
10. Dezember 2023
„Der Hafen Westeraccumersiel im Wandel der Zeit: Entdecken Sie Georg Kittels meisterhaftes Gemälde eines Fischkutters. Ein maritimes Zeitzeugnis im Zwei-Siele-Museum.“
Nahaufnahme eines historischen Petschafts aus Bronze, ein kleiner verzierter Stempel zum Versiegeln
von Axel Heinze 10. Dezember 2023
„Historisches Petschaft (Bronze-Stempel) in Dornum: Einblick in die Kommunikationsgeschichte. Entdecken Sie dieses besondere Exponat in der Sammlung des Zwei-Siele-Museums.“
Ausschnitt der preußischen Uraufnahme 1892 Blatt Esens
von Axel Heinze 21. April 2023
„Warftenabgrabungen in Ostfriesland: Warum wertvoller Kleiboden als Dünger verkauft wurde. Entdecken Sie diese kuriose Episode der Agrargeschichte bei uns.“
Historisches Porträt von Kapitän Johann de Bloom in Kapitänsuniform
19. Januar 2023
„Vom Jungen aus Dornumersiel zum Kapitän auf großer Fahrt: Erfahren Sie die faszinierende Lebensgeschichte von Johann de Bloom im Zwei-Siele-Museum.“
Maler Johannes Bietz. Kohlezeichnung:  Portrait eines Fischers
20. Dezember 2022
„Das Gesicht der Nordsee: Johannes Bietz' Porträt eines Fischers als ausdrucksstarke Kohlezeichnung. Jetzt mehr über diesen Neuzugang in Dornum erfahren.“
Höhenkarte
von Axel Heinze 20. Dezember 2022
„Was verraten Flurnamen über unsere Vergangenheit? Entdecken Sie das Rätsel um den ‚Homm‘ bei Westeraccum – ein Stück ungeschriebene Geschichte im Zwei-Siele-Museum.“
Sturmflut 1962 in Dornumersiel. Bild der Auswirkungen im Hafen nach der Sturmflut
18. Dezember 2022
„‚Wir sind nochmal davongekommen‘ – Die Sturmflut 1962 in Dornumersiel. Erleben Sie packende Zeitzeugenberichte und historische Aufnahmen im Zwei-Siele-Museum.“
14. Dezember 2022
Wo liegt überhaupt die Bucht und was ist die Dornumer Bucht? Gegen eine kleine Gebühr von 5 Euro für das Museum beantworten wir diese Fragen im Rahmen eindrucksvoller Radtouren. (Für Vereinsmitglieder ist die Führung kostenlos) Auf Anfrage organisieren wir gerne die Touren zu einem Wunschtermin.
10. September 2021
Die Accumer Ee ist ein alter Wasserlauf in der nördlichen ostfriesischen Seemarsch. Marsch ist eine Landschaft, die an der Küste von Gezeitenmeeren entsteht. Das Wort Marsch bedeutet ursprünglich Sumpf, vielleicht verwandt mit unserem heute noch bekannten Wort Matsch. Das war eine natürliche Landschaft, bevor der Mensch daraus eine Kulturlandschaft schuf, die er wirtschaftlich nutzen konnte. Naturlandschaft Diese Naturlandschaft war menschenfeindlich, denn sie wurde bei jeder Sturmflut bis an den Geestrand vom salzigen Meerwasser überflutet. Es gab kein Trinkwasser, denn Brackwasser war für Menschen ungenießbar. Es gab kaum Höhen, auf die man sich bei Überflutungen retten konnte. Es gab keine Wege, nur ein endloses Gewirr von Wasserläufen, die zudem viermal am Tag im Rhythmus der Gezeiten ihre Richtung änderten. Bäume und Sträucher gab es auch nicht, denn die vertrugen das Salzwasser nicht, nur ein endloses Meer von Schilf, das Menschen kaum überblicken konnten. Weitab von der Küste gab es Lagunen mit brackigem Wasser, für Vögel und Insekten geeignet, aber nicht für den Menschen.
Schatzsuche im Zwei-Siele-Museum
10. Juli 2021
Der ganze junge Müll musste erst einmal rausgeschafft werden, der alte Müll sichergestellt werden. Viele fleißige Hände haben geholfen, und es wurde von Tag zu Tag spannender, was da alles sichtbar wurde.
11. Juni 2021
Ostfriesland ist reich an mittelalterlichen Kirchen! Alleine im Einzugsbereich der Accumer Ee gab es elf mittelalterliche Kirchenbauten. Eine – die Kirche von Osterbur – wurde ein Opfer der Sturmfluten, aber der Rest kann sich durchaus sehen lassen. Gönnen Sie sich diese Augenweide mittelalterlicher Baukunst.
7. Juni 2021
Wenn Sie über die A29 nach Ostfriesland kommen, sehen Sie am rechten Straßenrand eine der jetzt modernen braunen Hinweistafeln, die auf landschaftliche Besonderheiten hinweisen. Da steht mit großen Lettern: „Niedersächsische Marschenlandschaft“.
Upcycling im Museum
28. Mai 2021
25. Mai 2021
Bekanntlich ist Ostfriesland mit Deichen gegen die Gewalt des Meeres geschützt. Diese grünen endlosen mächtigen Wälle kennt jeder. Sie halten das salzige Nordseewasser draußen, vor allem bei Stürmen, aber auch bei normaler Ebbe und Flut. Aber Deiche haben auch eine andere Wirkungen. Sie halten das Regenwasser drinnen, es kann ja nicht über den Deich klettern. Wenn Menschen einen Deich bauen, müssen sie etwas bedenken, um das – manchmal reichliche –- Regenwasser ins Meer zu schaffen. Und diese Einrichtung nennt man „Siel“. Zu Anfang des Deichbaus war das eine hölzerne Röhre durch den Deich. Außen war eine Klappe davor. Bei Niedrigwasser konnte das Wasser die Klappe selbst aufdrücken und frei abfließen. Kam draußen die Flut, drückte sie die Klappe zu. Dann musste das Salzwasser draußen bleiben.
Die entwicklung der Marschenlandschaft
25. Februar 2021
Ein interessanter Aufsatz, den Axel Heinze als Festschrift anlässlich der Verabschiedung von Dr.Bärenfänger (Landschaftsdirektor) verfasste. Auslöser dieser Überlegungen ist das vielfach geäußerte Interesse von Einwohnern des Harlingerlandes an der Weihnachtsflut von 1717 und den Auswirkungen dieser Sturmflut in diesem Gebiet, denn diese Katastrophe hatte wohl hier ihren Schwerpunkt. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Augenzeugenberichte, die auch sehr detaillierte Aussagen über das Ausmaß der Schäden erlauben. Trotz der nahezu völligen Zerstörung vieler Siedlungen in der Marsch wurden sie sehr schnell wiederhergestellt und bewohnt, obwohl sich solche Ereignisse doch jederzeit wiederholen konnten. Daraus folgt unmittelbar die Frage: Warum haben Menschen diesen lebensgefährlichen Raum überhaupt erschlossen und welche Fehler haben sie vielleicht bei der Erschließung gemacht? Marsch Unter „Marsch“ wird hier die fast flache Landschaft an einer Gezeitenküste verstanden, die bei normaler Flut nicht überflutet wird, aber bei Sturmfluten – also windbedingt erhöhten Wasserständen – mehrfach im Laufe eines Winters mehr oder weniger vom Wasser überdeckt wird. Handelt es sich um den Küstenbereich eines Meeres, so wird sie von Salzwasser überflutet (Küstenmarsch). In den Ästuarien wird das Wasser zunehmend brackisch bis schließlich ganz süß (Flussmarsch). Dieser Faktor ist entscheidend für die Pflanzengesellschaften, die sich hier entwickeln. Zudem ist die Sedimentation unterschiedlich, aber die Prozesse sind weitgehend vergleichbar (Zur Entstehung des Naturraumes siehe Behre 2008; 2014). Ein weiterer notwendiger Faktor ist ein langsames Anwachsen des Meeresspiegels gegenüber der Landeshöhe. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Meeresspiegel wirklich steigt oder der Boden sinkt, die Auswirkung bleibt gleich. Natürliche Höhenunterschiede ergeben sich zum Beispiel durch Uferwälle an Wasserläufen, wo vor allem oberhalb von Prallhängen relativ grobes Material abgelagert wird. Je nach Größe des Gewässerlaufes können solche Wälle Höhen von mehr als einem Meter erreichen, sind aber in ihrer Längenausdehnung immer beschränkt. Anders ist die Entwicklung parallel zur Küstenlinie. Auch hier wird bei Überflutungen gröberes Material in einigem Abstand von der Küstenlinie weitflächig abgelagert und bildet einen flacheren, aber wesentlich breiteren und oft sehr langen küstenparallelen Wall. Für dieses Phänomen wird in der niederländischen Geologie der Begriff „Kwelderwall“ benutzt, der sich als „Küstenwall“ übersetzen lässt. Bäume sind in der natürlichen Küstenmarsch kaum zu erwarten, da unsere Baumarten keinen Salzgehalt im Wasser vertragen. Die dominierende Pflanzenart ist das Schilf (Phragmitis) mit einer recht guten Salzresistenz und einer sehr guten Wasserverträglichkeit. Zudem stellt es keine besonderen Ansprüche an die Bodenart, solange genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Die Bodenarten sind in der Marsch sehr unterschiedlich. An Korngrößen stehen nur Sand, Ablagerung, da Überflutungswasser hier oft lange Zeit steht und so auch Tonmineralien zur Ablagerung kommen, während Sand hier nicht mehr hingelangt und der Schluff-Anteil immer geringer wird. Schlick entsteht vor allem in der Übergangszone von Salz- und Süßwasser durch Ausfällung und biologische Prozesse, so dass er in der Flussmarsch dominiert und Schluff und Tonmineralien zur Verfügung. Auf den „Wällen“ dominieren Sand und Schluff, eventuell noch begleitet von einzelnen Muschelschalen, da hier die Wasserbewegung für feinere Sedimente zu groß ist. Weiter entfernt von Küste und Wasserläufen gelangt nur Schluff mit unterschiedlich hohen Tonanteilen zur mit zunehmendem Abstand von Fließrinnen fast nur noch als Ton mit einem geringen Schluff-Anteil abgelagert wird.
Mirja Harms im Zwei-Siele-Museum
4. September 2020
Auf diesem Foto hat Mirja Harms noch gut 300 Arbeitsstunden und zwölf Wochen vor sich! (Bild: Handwerkskammer) Mittlerweile ist die Wand freigelegt und strahlt im alten Glanz. Im folgenden Bereicht, der am 03.09.20 im Anzeiger für Harlingerland erschien, erfahren Sie neben den Informationen zur Wandfreilegung auch etwas über Mirja Harms und ihren überaus interessanten Beruf als Restauratorin.
Denkmalschutz Naturschutz
22. August 2019
Wir hatten das Haus „Am alten Hafen 1“ in Westeraccumersiel erworben, um es zu sanieren und dort das „Zwei-Siele-Museum“ und die K.-H.-Wiechers-Stiftung unterzubringen. Aber bei genauerer Besichtigung des Gebäudes ergab sich ein Hindernis, mit dem wir zunächst nicht gerechnet hatten. Das Haus war immer unbeheizt gewesen, da es nur im Sommer genutzt wurde. Gleichzeitig war der Keller oder besser das ‚Niederhaus‘ durch mangelnde Drainage immer etwas feucht. Zudem fiel durch die Fenster in nordwestlicher Richtung immer ein dämmriges Licht in diese Räume. Genau das sind die Lebensbedingungen, welche die Hirschzunge (Asplenium scolopendrium) bevorzugt; ein geschützter Farn unserer Region, den man sonst nur in Gebirgsschluchten findet. Hier aber wuchs er im Keller eines denkmalgeschützten Hauses dicht an der Küste.